Der Osten Deutschlands -Städtetrip nach Dresden

- Ein Reisebericht -

Im Mai 2011 unternahmen wir eine Städtereise nach Dresden. Da ich selber im Osten Deutschlands geboren bin, wollte ich meiner Freundin die Schönheit meiner Heimat ein wenig näher bringen. Als wir dann im Internet auf ein extrem günstiges Angebot stolperten, war unser Entschluss gefasst. Pro Person zahlten wir für drei Nächte nur 99 Euro. Im Preis war nicht nur das Frühstücksbuffet, sondern sogar ein Candle Light Dinner enthalten. Das Hotel war zentral gelegen und am ersten Tag gingen wir zu Fuß in die Stadt.

Von der kleinen Innenstadt waren wir zunächst ein wenig enttäuscht, bevor wir unseren Fehler bemerkten. Wir hatten nur eine unbedeutende Einkaufspassage erwischt, ehe wir auf der anderen Seite der Elbe den eigentlichen Stadtkern erreichten. Diese kurze Verwirrung sollte unsere Vorfreude aber nicht trüben, denn Dresden verschaffte uns einen magischen Urlaub. Selbstverständlich besichtigten wir zunächst die Dresdner Frauenkirche und hielten angesichts des geschichtlichen Hintergrundes kurz inne. Jeder Euro für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche hatte sich gelohnt, denn nur wenige Bauwerke hinterließen einen so bleibenden Eindruck auf uns. Auf vielen Erinnerungstafeln wurden die einzelnen Bauschritte aufgezeichnet und so wurden wir ein Teil der ostdeutschen Geschichte. Kurz darauf entdeckten wir auch die richtigen Einkaufspassagen und besonders bei meiner Freundin blieben keine Shoppingwünsche unerfüllt.

Irgendwie fühlte ich mich zugehörig, obwohl ich aufgrund meines jungen Alters bei der Flucht in den Westen eigentlich keinen rechten Bezug zur ostdeutschen Bevölkerung hatte. Die nachdenkliche Stimmung wich schnell den schönen Momenten und auch meine Freundin schien diese Veränderung an mir zu bemerken.

Wir bestaunten die Semperoper, denn dieses historische Gebäude kannten wir bisher nur aus der Bierwerbung. Schon nach wenigen Stunden merkten wir, dass Dresden uns gefesselt hatte. Wir sinnierten darüber, wo unser Häuschen stehen könnte und ob Dresden nicht tatsächlich eine mögliche Wohnalternative wäre.

Wir kauften uns im Anschluss eine Dresden Card. Dadurch konnten wir nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, sondern auch viele Museen kostenlos besichtigen. Besonders die Gemäldegalerien hatten es uns angetan. Stundenlang klebten unsere Ohren am Audioguide und viele Studenten der Kunstgeschichte malten in der Zwischenzeit die Bilder ab. Unglaublich, was mit Talent und Konzentration alles möglich ist. Wenn ich hier an meine Kritzeleien zu Schulzeiten denke, dann muss ich schon zugeben, dass aus meinen Händen sicherlich nicht das Maximum herausgeholt wurde. Naja, man kann eben nicht alles haben. Am letzten Abend ließen wir beim Candle Light Dinner nochmals die Ereignisse unserer Städtereise Revue passieren. Dresden hatte uns super gefallen, so viel stand fest.

Im Dezember sind wir erneut vor Ort. Meine Eltern fahren jedes Jahr auf den Striezelmarkt und nehmen uns heuer einfach mit. Darauf freuen wir uns schon riesig und vielleicht steht unser zukünftiges Eigenheim ja doch einmal in Dresden.

Michael Pohl

Unsere Servicezeiten:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 22:00 Uhr
Freitag - Samstag: 09:00 - 20:00 Uhr
Sonn- & Feiertage: 11:30 - 20:00 Uhr

Jetzt anrufen!