Diano Marina - Perle der Blumenriviera

- Ein Reisebericht -

Donnerstag

Bereits die Autofahrt vom Hunsrück zu unserem Ferienwochenende an der italienischen Blumenriviera war ein Erlebnis. Zwar war die Abfahrt mit 4.15 Uhr für meinen Geschmack etwas zu früh angesetzt, aber da ich nicht fahren musste, konnte ich noch etwas nachdösen, um dann pünktlich zum Sonnenaufgang überm Schwarzwald zu erwachen. In der Schweiz war die Reise dann ab dem Gotthard von einem ständigen Wechsel aus hellem Sonnenlicht und dunklen Tunneln bestimmt.

Kurz nach drei Uhr erreichten wir die "Residence Orchidea", in der wir zu günstigem Nachsaisonpreis gebucht hatten. Der Ferienwohnungskomplex hielt für uns ein 5-Bett-Appartment mit Wohnecke, Kochnische, Bad und Balkon bereit. Freunde von uns waren bereits seit Montag hier in Urlaub und haben uns gleich Stadt und Strand gezeigt. Zudem haben sie uns gleich auf eine der wichtigsten Regeln hingewiesen: "Die weißen Streifen auf der Straße (Zebrastreifen) haben hier NICHTS zu bedeuten."

Das schöne Wetter verführte uns zu einem leckeren original Italiano Speiseeis. Anschließend zog es uns zur hübsch angelegten Schildkrötenanlegestelle, wo ein paar prächtige Jachten "geparkt" hatten. Nachdem wir ein bisschen durch das nächtliche Diano Marina getigert waren, haben wir im Aufenthaltsraum der Ferienanlage noch etwas Fernsehen geguckt. In den Werbepausen haben wir gemeinsam mit anderen Gästen die nebenstehende Tischtennisplatte genutzt. Da die meisten Deutsche waren, kam man schnell ins Gespräch und es wurde spät, bis wir wieder ins Appartement zurückkehrten. Das abendliche Duschen war dann ein eher heiß-kaltes Vergnügen, da die Wassertemperatur sich nicht wirklich einstellen ließ.

Freitag

Aufgrund der nahe gelegenen Zugstrecke hatte ich die Nacht nicht sehr gut geschlafen. Dennoch bin ich morgens mit meinen Freunden zum Brötchen holen. Auf dem Weg in die Bäckerei muss man die Gleise überqueren. Dabei waren wir auf dem Weg bereits immer sehr aufmerksam, ob man nicht bereits das Klingelsignal hören konnte. Dann galt es nämlich zu laufen. Waren die Schranken einmal unten, dauerte es eine ganze Weile, bis der Zug kam und dann hieß es warten. Nach einem guten Frühstück ging es an den kleinen Strand. Das Wasser war zwar nicht kalt, aber bei dem trüben Wetter hielt man es doch nicht lange darin aus. Nach einer leckeren Mittagspizza wollten wir dann in ein spezielles Geschäft, bei dem unsere Freunde bezüglich Souvenirs schon fündig geworden waren. Leider war bereits Siesta und der Laden geschlossen. Wir vertrieben uns noch die Zeit in einem idyllischen Park direkt am Meer. Die kleine Insel aus Grün war mit kleinen Hecken und Palmen wunderschön angelegt. Danach benutzen wir den Pool, von dem wir uns erhofften, er sei wärmer, als das Meerwasser. In der Hauptsaison zwar beheizt erwies er sich jetzt allerdings als kälter! Nach einer kleinen Zimmerpause ging es dann zum nächsten Pizzaessen und danach zum Bowling im Sportcenter. Während wir noch auf einen Kollegen warten mussten, haben wir uns schon mal das Fußball-Kleinturnierfeld für später vorgemerkt und Kicker gespielt. Alles in allem ein gelungener Urlaubstag.

Samstag

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Heute Morgen bin ich überraschend früh aufgewacht, hab dann schon mal das Frühstück vorbereitet und mich dann noch bisschen auf dem Balkon in der Morgensonne geräkelt. Am Strand haben wir vergeblich nach einem Verantwortlichen für den Tretbootverleih gesucht. Als wir keinen fanden, haben wir uns einfach eins ausgeliehen. Da Nachsaison war, schien das auch keinen weiter zu stören. Nach einem Mittagssnack, Schwimmen im Meer und ausgiebigem Sonnenbaden sind wir zurück zur Residence. Als Nächstes ging es noch mal zum Sportcenter zum Kleinfeldfußballplatz. Die Plätze liegen im Freien und sind mit Kunstrasen ausgestattet. Die Zäune waren zwar hoch, aber leider nicht hoch genug, für so manche Ballkünstler unter uns. So mussten einige Bälle aus dem nebenstehenden, veralgten Schwimmbecken gefischt werden. Abends hatten wir noch Besuch von unseren Apartmentnachbarn, was ausgesprochen spät und lustig wurde.

Sonntag

Heute Morgen war ich mit Brötchen holen an der Reihe. Leider hatte unser Lieblingsbäcker geschlossen und so gab es Ciabattabrötchen vom nicht-so-lecker-Bäcker. Die Bedienung konnte hier weder Deutsch noch Englisch und ich ja kein Italienisch, aber irgendwie hab ich dann doch bekommen, was ich wollte. Nach einem ausgedehnten Frühstück mussten wir dann auch schon zusammenpacken. Die Heimreise führte uns wieder über die "Straße der tausend Tunnel", wie wir die Strecke bis zum Gotthard nannten. An dem Schweizer Berg angelangt, entschieden wir uns aufgrund des Staus für eine Fahrt über den Pass. Das erwies sich als Glücksgriff, denn so konnten wir oben noch mal einen kurzen, aber einmaligen Alpenausblick genießen.

Alles in allem war der FeWo-Urlaub an der landschaftlich sehr vielfältigen Rivieraküste eine runde Sache mit den zu erwartenden Vor- und Nachteilen der Nebensaison. So waren die Preise zwar annehmbar, aber auf einen gewissen Luxus - wie etwa warmes Wasser - musste verzichtet werden. Trotzdem wars ein schöner Urlaub mit einer guten Mischung aus Erholung und Sport.

Leo85

Gotthard

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