Die Blauen Berge Bulgariens und Sliven

- Ein Reisebericht -

Ich verbrachte meinen Urlaub am Sonnenstrand im Hotel Meridian. Bei strömendem Regen, was hier sehr untypisch ist für die Gegend, lief ich zur Bushaltestelle Arda, an der schon der Bus stand und wartete. Unsere Reiseleiterin begrüßte uns und die Fahrt konnte beginnen. Der Bus bog nur wenige Kilometer hinter Ahaloy rechts ab und fuhr durch urige Dörfer, mitten durch das Gebirge Richtung Sofia, an der Kreuzung steht ein Straßenschild, blauer Untergrund, weiße Schrift: Sofia 377 km.

An unserem Bus flogen typische Bulgarische Dörfer vorbei, Dabnik, Bryastovets, Izvorishte, Mirolyubovo ging es bis Aytos und Karnobat, entlang die Landstraße 6. Unser erstes Ziel war Sliven, die siebtgrößte Stadt Bulgariens, die mitten in den Blauen Bergen oder Blauen Felsen, wie sie noch genannt werden, liegt. Sliven mit über 100 000 Einwohnern liegt im östlichen Teil der Oberen Thrakischen Tiefebene. Wahrscheinlich steht der Name mit der Lage der Stadt in Verbindung, nämlich das Zusammenflißen der drei Flüsse Assenovska, Selischka und Novoselska, daraus wurde später der Name Sliven.

Erstmals wurde die Stadt vom Geografen Idrisi angegeben. Das alles war schon im Jahr 1153. Es war kein Zufall, dass man die Stadt zwischen dem 7. und den 11. Jahrhundert am alten strategischen Weg von der Donau über den Balkanpass Vratnik bis hin nach Istanbul. Auch hier zog die Geschichte ihre Banden. Wir ließen jedoch die Stadt Sliven links liegen und fuhren einer kleinen Bergstraße Richtung Norden zum Bergdorf Sheravna, welches nur 14 Kilometer vom nächstgrößeren Ort Kotel entfernt liegt. Zheravna ist ein besonderes Dörfchen im mittleren Balkangebirge. Es ist wegen seiner alten Häusern aus der Widergeburtszeit bekannt. Die einzigartige Architektur wurde deshalb unter Denkmalschutz gestellt. Das Bekannteste der vielen Häuser ist das Geburtstahuas von Jordan Jovkov , einem der größten und bedeutendsten bulgarischen Erzähler. Auch die Häuser von Dimo Kechaja und Todor Ikonomov kann man besuchen. Als Architekturhighlight zwischen den vielen kleinen Hügeln steht die Nikola-Kirche von 1832. Wir suchten uns ein schmuckes Restaurant für ein entspannendes Mittagessen und machten vorher noch einen Spaziergang durch den Ort. In einem dieser typischen bulgarischen Wiedergeburtshäuschen wurde ein Tisch für uns bestellt. Nach dem Mittagessen liefen wir noch einmal zum Chilendar-Kloster, einem kleinen Gebäude, in dem die Sherevnaer Abschrift der Slawisch-bulgarischen Geschichte von Paissij angefertigt wurde. In der nahe gelegenen Schule ist eine Gemäldegalerie untergebracht worden. Nach dem Besuch im Dorf, fuhren wir noch ca. eine Stunde mit dem Bus bis zu den Blauen Bergen. Diese liegen im Nationalpark Silite Kamani. Die Srtein der Berge haben einen blauen Schimmer und daher ihren Namen. Unsere Liftfahrt ging von einem der blauen Berge bis hinunter ins Tal zur Touristenherberge mit Restaurant und Bar. Es gibt hier zahlreiche Sportmöglichkeiten und Tourismus. Mit zwei Ski-Pisten und einer Liftanlage macht die Gegend schon langsam den Skigebieten von Bansko Konkurrenz. Von hier aus führen auch markierte Wanderwege durch den Balkan und die jahrhundertealten Wälder in dieser Gegend.

Das Highlight auf unserer Tour, war genau diese Sesselliftfahrt. Auf der zwanzigminütigen Liftfahrt, hat man einen wunderbaren Blick über Sliven und das Umland. Man kam sich vor, als schwebte man von einer Wolke ins Tal. Die Wolken am Himmel zeigten, dass es schon bald wieder regnen würde. Wir fuhren am Nachmittag über die kleinen Dörfer nach Burgas zurück und von dort an den Sonnenstrand. Der Tag war sehr interessant und eindrucksvoll.

Sliven

Heidi Martin

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