Dublin

- Ein Reisebericht -

DublinDublin ist die die Stadt, an die ich im Jahr 2008 mein Herz verlor. Ein Jahr lang durfte ich hier als Austauschstudentin leben und ja, vor allem leben.

Die Hauptstadt Irlands beherbergt circa 500.000 Einwohner, ist Sitz vieler großer Firmen und Unternehmen, ist somit der Zentrale Punkt von Wirtschaft und Politik des Landes, aber auch das Herz von Kultur, Sport und Unterhaltung. Das besondere Flair Dublins liegt dennoch nicht in seiner Größe, genau das Gegenteil ist der Fall: Dublin ist ein großes, wunderschönes Dorf. An einem meiner ersten Tage in dieser Stadt begebe ich mich in die O'Connell Street. Mit meinem Stadtplan in der Hand mache ich mich von hier aus auf, um die Stadt zu erkunden.

Gleich ins Auge sticht mir im wahrsten Sinne des Wortes der Spire, eine 123 Meter lange Metallnadel, die als Wahrzeichen Dublins gilt. Wer weiter über die Straße in Richtung O'Connell Bridge schlendert riecht die Liffey, der große, schmutzige Fluss, der die Stadt in zwei Hälften (Nord und Süd) teilt. Hier verharre ich einen Augenblick. Es riecht nach Fisch, Abfall, Schmutz, aber die tolle Aussicht auf die Ha'Penney Bridge, einer berühmten Fußgängerbrücke, lässt mich dies schnell vergessen. Dublin riecht plötzlich toll, die Schiffe auf dem Fluss sehen aus wie kleine Spielzeugboote. Menschen werden auf mich und meinen Stadtplan aufmerksam: "Need some help, dear?" Auch das ist Dublin, hier trifft man die hilfsbereitesten Menschen. Ich gehe weiter und schon stehe ich vor einem imposanten Gebäude: Das Trinitiy College. Hier findet man eine schier unendlich lange Bibliothek im "Long Room" und die Hauptattraktion, das Book of Kells, aber schon die Erscheinung des Gebäudes, der Innenhof, die Häuser rauben mir den Atem. Ich gehe geradeaus weiter und muss schmunzeln: Da steht sie, die Statue der Molly Malone, die in dem berühmten Lied "Cockles and Mussles" besungen wird. Touristen ringen sich um sie, singen, tanzen und schießen die unmöglichsten Erinnerungsfotos. Ich gehe über die Straße und esse ein Fladenbrot mit Ziegenkäse und Brokkoli im "Nude" in der Suffolk Street. Ein Insidertip und auch ein Abbild des modernen Dublin: Im Nude findet man traditionelle irische Speisen gesundheitsorientiert zubereitet und zu studentenfreundlichen Preisen. Nach dieser Stärkung laufe in die Grafton Street hoch. Sie ist das Shopping Zentrum und "Prunkstraße" der Stadt. Hier finden sich alle exklusiven Marken und wer gerne viel, viel Geld ausgibt, kann bei Brown Thomas diesem Wunsch folgen. Am Ende der Grafton Street lege ich eine weitere Verschnaufpause ein. Das macht Dublin so unnachahmlich: In einer Sekunde noch in der Einkaufsstraße, im nächsten im Park. Ich setze mich auf eine Bank im Stadtpark, dem St. Stephen's Green, der grünen Lunge der Stadt. Hier tummeln sich junge Leute, aber auch Familien mit Kindern, die Tauben füttern.

Ich beende hier meinen kleinen Rundgang und treffe mich mit einer Freundin im Temple Bar, dem alternativen Ausgehviertel in Dublin, meinem Herz.

Anonym

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