Ein Malta-Streifzug

- Ein Reisebericht -

Die kleine Insel Malta sollte das Ziel unseres Frühlingsurlaubes werden.

Wir buchten ein Mittelklasse-Hotel und den Flug, alles andere wollten wir vor Ort "operativ" und selbstorganisiert entscheiden. Dann war es auch schon soweit und nach einem dreistündigen Flug mit einer Boeing 757 landeten wir auf dieser kleinen Insel. Mit einem Kleinbus wurden wir in unser Hotel gebracht. Dabei konnten wir uns gleich an den Linksverkehr gewöhnen. Das Hotel befindet sich im Nordwesten der Insel, in einer kleinen Bucht. Am nächsten Tag beschlossen wir, die Hauptstadt Valletta mit einem Bus aufzusuchen. Die Busverbindungen auf der Insel sind gut, allerdings sind die Busse Privateigentum der Fahrer. Diese können die Fahrpreise selbst bestimmen. Dabei nutzen sie die Unwissenheit der Touristen aus, jedenfalls kam es uns so vor.

Als wir uns der Hauptstadt näherten, erblickten wir mächtige hohe Festungsmauern mit unzähligen dahinter hervorlugenden Kuppeln, Türmen und Dächern. In alle Richtungen sind in früheren Zeiten Fort`s errichtet worden. Der warme gelbe Inselstein lässt die Silhouette dennoch freundlich erscheinen. Die verspielten Häuserfassaden mit den barocken Erkern und kleinen Balkonen sind schön anzusehen. Zwischendurch stösst man immer wieder auf gewaltige Bauwerke, z.B. die St. John`s Co-Cathedral. Hinter dem schweren Portal öffnet sich ein riesiges Kirchenschiff, dessen Reichtum an Goldornamenten uns fast blendet. Auf dem Boden eingelassen sind die Marmor-Grabplatten verdienter Ritter, an den Säulen sind die berühmten Malteser-Kreuze zu sehen. Die nächste Sehenswürdigkeit in der Stadt ist der Großmeisterpalast. Heute dient er u.a. als Regierungssitz Maltas. Umgeben ist der Palast von zwei Innenhöfen, mit vielen Pflanzen. Ein 200 Jahre altes Uhrwerk läutet sein Glockenspiel zu jeder vollen Stunde. Figuren in türkischen Gewändern hämmern dann den Takt der Zeit. Zwei einzigartig angelegte Gärten befinden sich über der Stadt, mit Palmen bepflanzt, einem Goldfischteich, Blumenrabatten und Büsten berühmter Männer, z.B. von Einstein und Churchill. Der Ausblick auf die Stadt und das Meer sind grandios.

Für die nächsten Ausflüge mieteten wir uns ein Auto und wagten uns damit in Maltas Linksverkehr. Das ging besser als gedacht, allerdings lässt die Beschilderung zu wünschen übrig. Unser erstes Ziel war Marsaxlokk, ein hübsches Hafenstädtchen. Hier bietet sich ein buntes Bild dem Besucher; viele farbige Boote dümpeln im Wasser vor sich hin. Für Höhlen-Fans ist die sagenumwobene Höhle Ghar Hassan ein Muss, ebenso die Blaue Grotte. Die atemberaubenden Diffli-Klippen sollte sich ebenfalls kein Tourist entgehen lassen.

Am nächsten Tag lernten wir Gozo, die grüne Schwesterinsel Maltas, kennen. Wir ließen uns im Auto mit einer Fähre in 45 Minuten übersetzen. Im Gegensatz zu Malta hat Gozo eine herrlich grüne Landschaft, auf deren Hügel Dörfer und Städtchen wie Nester thronen. Die arabisch anmutende Hauptstadt Viktoria wird überschattet von einer großen restaurierten Zitadelle. Ein besonderer Blickfang ist das etwa 300 Meter hohe Azure Window, ein gewaltiges Felstor in der See. Eine weitere Attraktion ist die Grotte der der Kalypso. In der Ramla Bay, Gozos feinsandigem Strandabschnitt hielt uns nichts mehr am Land. Auf Malta gibt es nur einen kleinen Badestrand, die Golden Bay.

Wieder zurück auf Malta, besichtigten wir in Mosta die berühmte Kathedrale. Im 2. Weltkrieg schlug in die Kuppel eine Bombe ein. Zu dem Zeitpunkt befanden sich etwa 300 Menschen in der Kirche. Aber wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Die entschärfte Bombe befindet sich noch heute in der Sakristei.

Ein weiterer Ausflug mit einem Katamaran brachte uns nach Sizilien. Auch ein lohnenswertes Ziel. Auf der Insel wurden wir mit einem Bus zu den Sehenswürdigkeiten gebracht, u.a. zum Sylvester-Krater des Ätna und nach Taormina, am Fuße des Vulkans gelegen.

Die Insel hat eine wechselvolle Geschichte. Auf Grund der günstigen Lage, versuchten in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Mittelmeerländer, die Insel einzunehmen. Besonders in den beiden Weltkriegen spielte Malta eine bedeutende Rolle. Die Bevölkerung hatte darunter sehr zu leiden.

Die Insel bewahrt heutzutage ihre alten Traditionen und zieht damit viele Touristen an.

Anonym

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