Ein Tag in Amsterdam

- Ein Reisebericht -

Am 12.07.2011 machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Amsterdam in den Niederlanden um dort das faszinierende Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds, sowie das berühmte Versteck des jüdischen Mädchens Anne Frank besuchen zu können.

Um circa 10:30 Uhr kamen wir staufrei am Olympisch Stadion an, um dort die Vorteile des P + R (Park and ride, zu Deutsch Parken und Reisen) nutzen zu können. Zu unserem Erstaunen stauten sich vor dem Parkhaus bereits unzählige Autos um einen der beliebten Parkplätze ergattern zu können, 2 Stunden standen wir geduldig in der Reihe, bis wir endlich unser Auto auf einen der 250 vorhandenen P + R Parkplätze stellen konnten. Nachdem wir ausstiegen ging es zu einem der zur Verfügung gestellten Informationscenter um die angebotenen OV-Chipkarten (bis zu 5 Chipkarten pro Auto) abzuholen, diese ermöglichten uns die kostenlose Benutzung der zur Innenstadt führenden Tram (Straßenbahn).

In der Innenstadt angekommen machten wir uns mithilfe unseres Navigationssystems auf den Weg zum Wachsfigurenkabinett, wo wir ungefähr 20 Minuten auf den Einlass warteten, die Wartezeit wurde jedoch durch verschiedene Akteure verkürzt, die sich auf dem anliegenden Dam Platz neben dem Kabinett tummelten. Eingetreten wurden wir bereits von Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow begrüßt und von einem netten Mitarbeiter des Wachsfigurenkabinetts fotografiert, später sollte sich herausstellen, dass das Begrüßungsfoto 15,00 Euro kosten sollte und sich als Ausdruck im Souvenirshop befand. Ein großer Fahrstuhl brachte uns binnen weniger Sekunden in den obersten Stock, wo wir eine Einleitung in die Geschichte Amsterdams erhielten und uns im Anschluss in den Kerker begaben. Kuriose Figuren, rasselnde Fesseln und laute Geräusche machten die Reise durch den Kerker zu einem richtigen Horrortrip, den manche Gäste nur mit lautem Geschrei und zitternden Knien durchkämmten. Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten trennte sich die Gruppe um den zahlreich aufgestellten Wachsfiguren die volle Aufmerksamkeit schenken zu können. Faszinierend aufgebaute Szenen ließen den Gast mitten drin statt nur dabei sein und schufen somit eine unbeschreibliche Kulisse für die selbst gemachten Fotos. Das Wachsfigurenkabinett hält für den Gast bekannte Holländer, Royals, Musikstars, Hollywoodstars, Sportstars Politiker, Religiöse, sowie kulturelle Menschen bereit. Abgerundet wurde der Kabinettgang durch einen zwanghaften Weg durch den Souvenirshop, in dem der Gast die Möglichkeit hatte ein Souvenir oder die vorab vom Mitarbeiter geschossenen Fotos erwerben zu können.

Ganz geschafft von den im Kabinett stattgefundenen Fotosessions aßen wir ein Hot Dog und machten uns vorbei an den vielen beeindruckenden, jedoch arg verschmutzten Grachten auf den Weg zum Anne Frank Haus. Der etwa 15-minütige Fußweg wurde durch die chaotische Verkehrslage zum echten Abenteuertrip, sobald eine Klingel oder Hupe, sei es von einem Fahrrad, Motorroller, Auto oder der Straßenbahn ertönte sprangen die Fußgänger schon automatisch zur Seite um nicht unter die Räder zu kommen. Heil angekommen schauten wir nicht schlecht, als sich die Besucherschlange Meterweit schlängelte, circa 1 Stunden, gefühlte 2 standen auch wir in der Schlange um endlich einen Blick in das Versteck der Anne Frank werfen zu können. Auch wenn beinahe alle Gegenstände der Wohnung damals von der Gestapo abtransportiert wurden, kann sich der Besucher den Aufenthalt der dort lebenden Familien mehr als deutlich vorstellen, auch wenn sich eine mehr als traurige Geschichte in diesen Wänden abgespielt hat, sollte sich ein jeder Amsterdambesucher diese Räumlichkeiten auf alle Fälle einmal aus der Nähe anschauen.

Wer es hektisch mag und kulturell aufgeschlossen ist, sollte Amsterdam einen Besuch abstatten um sich sein ganz eigenes Bild machen zu können.

Autor: Kremke-Zimmermann

Amsterdam

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