Ein Wochenende im venezianischen Traum

- Ein Reisebericht -

Zu unserem zehnjährigen Hochzeitstag wurde ich von meinem Mann mit einer besonders originellen Idee beschenkt: Einem langen Wochenende in einem romantischen Hotel mitten in der Lagunenstadt Venedig. Schon auf dem kurzen Flug waren wir voller Vorfreude auf die Stadt der tausend Kanäle und sollten bereits beim Einchecken in das Hotel feststellen, dass unsere Erwartungen an diesen Pauschalurlaub in Venedig hier bestimmt nicht enttäuscht werden. Jeder Stein des antiken Gemäuers schien genau wie die gesamte Stadt seine eigene Geschichte zu erzählen. Voller Neugierde stürzen wir uns also nach einem kleinen Nickerchen in die von Unmengen Touristen aus aller Welt belagerten Gassen und treiben mit der Masse über viele Brücken, bis sich schließlich die Menge lichtet. Vor uns liegt der weltberühmte Markusplatz. Schweigend bestaunen wir die Schönheit dieses Ortes. Wundervoll Bauten umrahmen den großflächigen Platz während die Bodengestaltung durch ein Pflaster aus Marmor besticht. Begeistert von weltbekannten Bauten wie dem Markusdom und der Campanile di San Marco ignorieren wir die Warnungen unseres Reiseführers und genießen den teuersten Cappuccino unseres Lebens, dessen Preis aber durch das großartige Ambiente wettgemacht wird. Gut gestärkt machen wir uns auf und schlendern über den belebten Platz auf den Markusdom zu. Die Basilica San Marco verzaubert mich auch bei näherem Ansehen sofort und erinnert mit den goldenen Türmen und den vielen unterschiedlichen Statuen vielmehr an ein Schloss als an eine Kirche. Natürlich wollen wir uns auch eine Besichtigung des Kircheninneren nicht entgehen lassen und werden für die Wartezeit mit dem schönsten Altar belohnt, den ich jemals gesehen habe. Zwischenzeitlich knurrt unser Magen und wir beschließen die Besichtigungstour für heute ruhen zu lassen. Hand in Hand bummeln wir zurück und registrieren erleichtert, dass sich der Strudel von fotografierenden Touristen beinahe aufgelöst hat. Endlich können wir Vendig spüren und nicht nur in Ruhe beim Schlendern über die vielen Brücken die Kanäle bewundern, sondern auch die alten, teilweise sehr liebevoll restaurierten Gebäude auf uns wirken lassen. Kurz darauf erreichen wir die Lista di Spagna. In der belebten Straße lassen sich nicht nur Geschäfte, Restaurants und Cafés finden, sondern auch Bars, die sich ihren typisch venezianischen Stil erhalten haben. Nach unserem gemeinsamen Essen bei Kerzenschein, wandern wir weiter durch Venedig, bis mein Mann mich an der Hand nimmt und mich zu einer der vielen Anlegestellen der Gondoliere führt. Mit etwas wackeligen Knien steige ich in die schwarze Gondel und nehme neben meinem Mann auf dem roten Polster Platz. Langsam beginnt die Fahrt über die dunklen Kanäle der Stadt vorbei an romantisch beleuchteten Gebäuden und wir beide können die Geschichte, die Venedig zu erzählen hat, an jeder einzelnen Faser unseres Körpers spüren.

Isa S.

Venedig

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