Ein verlängertes Wochenende in Bad Iburg

- Ein Reisebericht -

In Bad Iburg war ich vor einigen Jahren zur Reha und hatte jetzt Lust, einmal ein verlängertes Wochenende dort zu verbringen. Damals war ich in der Dörenberg-Klinik und kurierte meine gebrochene Hüfte aus. Einiges hatte ich während meiner Reha-Maßnahme bereits gesehen, aber auf den Dörenberg konnte ich nicht wandern. So war dieser Berg das wichtigste Ziel bei meinem diesjährigen selbstorganisierten Kurzaufenthalts in Bad Iburg.

Am Donnerstag fuhr ich nach Bad Iburg, wobei ich mich entschieden hatte, die gesamte Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Die Strecke über Telgte, Ostbevern und Glandorf lässt sich gut befahren, obwohl sie teilweise über einen direkt an der Landstraße befindlichen Radweg führt. In Bad Iburg bezog ich mein Zimmer in einer Pension und besuchte die Klinik, in der ich während meiner Rehabilitation nach meinem Hüftbruch untergebracht war. Einige Einrichtungen der Klinik, zu bestimmten Zeiten auch das Schwimmbad und die Sauna, sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Ich begnügte mich mit einem Stück Kuchen im zur Dörenberg-Klinik gehörenden Café. Am Abend fuhr ich zum Bad Iburger Bahnhof, der etwas abseits der Innenstadt liegt und nach der Stilllegung des Regelbetriebs auf der Teutoburger Wald-Eisenbahn nur noch gelegentlich bei Sonderfahrten angefahren wird. Die Sonderfahrten auf der früher regelmäßig befahrenen Bahnstrecke verkehren zwischen Ibbenbüren und Bad Laer.

Am Freitag wanderte ich dann auf den Dörenberg. Dieser Berg ist 330 Meter hoch, Wanderwege auf diesen Berg beginnen in Bad Iburg und in Georgsmarienhütte. Eine Ausrüstung ist im Teutoburger Wald eigentlich nirgends erforderlich, ich hatte allerdings meine Walking-Stöcke dabei, die das Wandern tatsächlich erleichtern. Das Ziel der meisten Wanderer ist der auf dem Dörenberg stehende Hermannsturm, von dessen Aussichtsplattform aus sich ein weiter Blick in die benachbarten Ortschaften bietet.

Am Samstag besuchte ich zunächst die Innenstadt von Bad Iburg und schaute mir die Auslagen der Geschäfte an. Dann ging ich in das Uhrenmuseum, wo eine große Auswahl von Uhren ausgestellt wird. Für den Nachmittag nahm ich mir einen längeren Spaziergang auf einem Teilstück des Ahornwegs vor und besuchte den Kräutergarten.

Am Sonntag wanderte ich auf den Bad Iburger Schlossberg und ging anschließend am See spazieren. Auf einen erneuten Besuch im Schlossmuseum habe ich verzichtet, da ich mich noch gut an die Ausstellung erinnern kann. Nach dem Mittagessen fuhr ich zurück, wobei ich mich entschied, mit dem Fahrrad zum Bahnhof in Natrup-Hagen zu fahren und dort den Bus zu nehmen. Da Bad Iburg im Teutoburger Wald liegt, ist das Radfahren natürlich wegen der Berge etwas anstrengend, ich bewältigte aber alle Strecken mit nur drei Gängen.

Bad Iburg

Anonym