Eine Seefahrt, die ist lustig ... durch das westliche Mittelmeer (All-inclusive-Reise)

- Ein Reisebericht -

Nie hätte ich zu hoffen gewagt, dass sich unsere Hochzeitsreise vor vier Jahren noch einmal in einer ähnlichen Art und Weise wiederholen würde. Als sich uns dann dieses Jahr die Gelegenheit geboten hatte, noch einmal durch das westliche Mittelmeer zu schippern, haben wir gleich gebucht. Okay, es war dieses Mal nicht die Aida, mit der wir unsere anfängliche Seetauglichkeit getestet hatten, aber Tui Cruises hat sich in den letzten Jahren auch einen guten Standpunkt am Kreuzfahrtmarkt verschafft, da kann man sich ja auch mal für einen anderen Anbieter interessieren. Größtes ausschlaggebendes Kriterium für die Buchung bei Tui Cruises und nicht bei Aida Cruises war dann letztendlich das umfassende All-inclusive-Angebot, welches uns unter dem Strich einen finanziellen Vorteil bieten würde.

Tag 1 verbrachten wir auf See Richtung Civitaveccia, dem Hafen von Rom, und wir verbrachten die Zeit damit, die Mein Schiff 1 zu erkunden. Am späten Vormittag fand dann die Seenotrettungsübung statt, bei der wir in Reih‘ und Glied den Ernstfall probten. Ein notwendiges Übel, aber was sein muss, das muss eben sein. Danach war dann Zeit zum Entspannen. Faul in der Sonne liegen, etwas lesen, an einem leckeren Cocktail schlürfen! – Herrlich! Vor Reisebeginn hatte ich mir auch schon einen Massagetermin gebucht! Dies empfiehlt sich, denn gerade an Seetagen sind solche Termine heißbegehrt und unter Umständen schnell ausgebucht. Für abends hatten wir dann einen Tisch im Surf & Turf, dem Steakhouse an Bord, reserviert. Ich bin an sich kein großer Fleischesser, aber das Drei-Gänge-Menü war wirklich zum Schlemmen und der Service „aller erste Sahne“!

Als wir am Tag 2 erwachten, lagen wir im Hafen von Civitaveccia. Da uns der von Tui Cruises organisierte Transfer vom Hafen bis nach Rom mit jeweils 49,00 Euro pro Person zu teuer war, haben wir uns für die kostengünstigere Zugfahrt auf eigene Faust entschieden. Die Kosten für das Ticket lagen bei jeweils ca. 10,00 Euro und die Fahrt dauerte etwa eine Stunde. Alles ist sehr gut ausgeschildert, so dass man sich gut orientieren und alles finden kann. Rom ist wirklich eine wunderschöne Stadt, nur eben für einen Tag viel zu groß. Von den Eindrücken der vielen Sehenswürdigkeiten wie Spanische Treppe, Quattro Fontane, Colosseum, Vatikanstadt & Co. wird man richtig erschlagen und irgendwie bleibt kaum Zeit, sich einer Sehenswürdigkeit en detail zu widmen. Aber man erhält auf dieser Reise einen ersten schönen Eindruck von Rom, so dass man ja auch mal eine separate Städtereise dorthin unternehmen kann.

Auf dem Rückweg zum Hafen sind wir dann noch durch Civitaveccia geschlendert, aber die Hafenstadt hat meiner Meinung nach nichts Nennenswertes zu bieten, so dass man ruhig etwas länger in der Hauptstadt bleiben kann.

Tag 3 führte uns nach Livorno. Hier haben wir uns für einen Ausflug nach Florenz entschieden. Zwar waren wir hier schon vor vier Jahren, aber Florenz ist wirklich sehr beeindruckend. Das Stadtbild der Hauptstadt der Toskana ist geprägt durch seine Kunst. Auf den Spuren von Michelangelo und Leonardo da Vinci gibt es viel zu bestaunen. Es empfiehlt sich also, den Fotoapparat immer griffbereit zu halten. Ein Spaziergang über den Ponte Vecchio, der über den Arno führt, ist unerlässlich. Hier ist das Juwelierzentrum der Toskana und es blitzt und blinkt in allen Schaufenstern. Zeit, um sich vielleicht ein Souvenir zu kaufen? Wer hier nichts Passendes findet, der kann sich beim Bummel durch die Gassen und Marktstände inspirieren lassen! Lederwaren setzen neueste Trends und Straßenhändler bezaubern mit ihrer Kunst. Handeln lohnt sich in jedem Fall, also nicht vorschnell den ersten Preis bezahlen!

Florenz lebt vom Tourismus, so dass die Preise insbesondere bei Getränken und Snacks sehr teuer sind. Wer sparen möchte, der sollte ein wenig durch die Stadt bummeln. Hier und da versteckt befinden sich Supermärkte, die eine Erfrischung für zwischendurch erschwinglich machen!

In Florenz selbst gibt es auch eine landestypische Markthalle. Ein Streifzug lohnt sich in jedem Fall und vielleicht findet sich ja ein Souvenir für die heimische Küche!

In Monte Carlo/Monaco waren wir am Tag 4 unserer Schiffsreise. Ich verbrachte den Tag mit Wellness-Anwendungen an Bord und mein Mann entschied sich für eine „wilde Raftingtour“. Ihm hat der Ausflug gut gefallen, aber eigentlich hatte er sich unter „wild“ etwas anderes vorgestellt. Bedauerlicherweise führte der Fluss, auf dem die Raftingtour stattfand, nicht mehr sehr viel Wasser, so dass die Tour kurz vor der Absage stand. Ob dieser Ausflug seine knapp 100,00 Euro wert war, bleibt dahingestellt, aber Hauptsache, meinem Mann hat es soweit gefallen. Positiv aufgefallen ist jedoch, dass die Mein Schiff 1 für diesen Ausflug Lunchboxes bereitgestellt hat.

In Ajaccio/Korsika hat uns die Erschöpfung gepackt. Das Wetter in den vergangenen Tagen war auch einfach zu warm, so dass wir diesen Reisetag gemütlich und nahezu alleine in der Sauna verbrachten. Für abends hatten wir eigentlich einen Tisch im „Richards“, dem Sternerestaurant an Bord, reserviert, aber wir waren am Vorabend so sehr vom Fischrestaurant „Gosch“ begeistert, dass wir unser Sterne-Menü zugunsten von Krabben & Co. absagten.

Ähnlich lief dann auch unser Tag 6 auf See ab. Morgens wurde ausgiebig und in aller Ruhe gefrühstückt und danach ging es in den Wellness-Bereich der Mein Schiff 1. Zwischendurch haben wir uns eine Erfrischung oder einen kleinen Snack gegönnt. Nach so viel Entspannung hieß es dann am Abend Kofferpacken und fertig machen für den letzten Abend. Wir ließen uns das Abendessen noch einmal richtig schmecken und ließen den Abend gewinnbringend bei Roulette und Poker im Casino ausklingen.

Nach unserer Reise wurde oft gefragt, welche Kreuzfahrt uns denn jetzt besser gefallen hat: AidaDiva oder Mein Schiff 1. Nun, Tui Cruises hat mit dem All-inclusive-Angebot natürlich einen dicken Pluspunkt, aber generell hat es uns um eine Nasenspitze besser gefallen. Die Auswahl und Präsentation der Speisen war auf der Aida um ein Deutliches besser. Auch die Ausstattung der Kabinen und des gesamten Schiffs der Aida waren moderner und neuer. Hinzukommt, dass die Aida das Auslaufen aus den jeweiligen Häfen mehr zelebriert. Lasershow, Auslaufhymne, Sektempfang und Poolpartys sind unvergessliche Erinnerungen, die einem warm ums Herz werden lassen. Das fehlt irgendwie in der Ausgeprägtheit bei Tui Cruises. Was das Publikum an Bord anbelangt, so ist es auf der Mein Schiff 1 wesentlich internationaler gewesen. Den Altersunterschied darf man hier aber nicht bewerten, denn das kann von Schiff zu Schiff, von Route zu Route und von Zeit zu Zeit variieren. Generell war’s im Fazit ein sehr schöner und entspannter Urlaub mit unvergesslichen Eindrücken und ich bin mir sicher, dass dies nicht unsere letzte Kreuzfahrt war.

B. N.

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