Endlich Urlaub

- Ein Reisebericht -

Endlich! Nach über 3 Jahren war es soweit. Unser langersehnter Urlaub stand vor der Tür.

Es kostete mehr als nur Überredung, meinen Mann von der 5-tägigen Reise zu überzeugen.

Antworten wie "Zu Hause ist es auch schön" oder "Hier können wir doch auch baden!" bekam ich mehr als einmal von meinem Auserwählten zu hören. Doch ich ließ nicht locker und wurde endlich mit einer Reise an die Ostsee belohnt.

Den Urlaub hatte ich selbstorganisiert und das Ziel meiner Bemühungen war dann letztendlich der kleine Fischerort Altwarp, ganz in der Nähe von Ueckermünde. Die passende Unterkunft war schnell gefunden und die Bilder hatten nicht zu viel versprochen. Wir konnten für 5 Tage ein kleines Bungalow aus Holz unser Eigen nennen. Denn leider waren wir, auch wenn wir es zu Beginn noch nicht wussten, oft gezwungen in unseren 4 Wänden auf das Ende des Regens zu warten.

Den Anreisetag verbrachten wir mit der Erkundung des kleinen, aber doch gemütlichen Strandes in Altwarp. Nach einem kleinen Spaziergang waren wir schon dort und konnten uns in die kühlen Fluten stürzen. Auch eine kleine Erkundungstour des Hafens, wofür Altwarp bekannt ist, unternahmen wir bereits am Anreisetag. Schnell keimte in meinem Mann der Wunsch auf, in den nächsten Tagen eine Rundfahrt zu unternehmen.

Doch für den 2. Tag hatten wir bereits andere Pläne. Ein Ausflug auf die Insel Rügen, genauer gesagt nach Ralswiek, stand an. Denn dort waren die Störtebeker Festspiele in vollem Gange und dies wollten wir unter keinen Umständen verpassen. Doch leider stellte sich die Entfernung als ziemlich weit heraus. Nach 2,5 Stunden waren wir erst am Ziel. Doch jede Sekunde der langen Autofahrt hatte sich gelohnt. Großartige Balladen (gesungen von Wolfgang Lippert), wunderbare Schauspieler, Pferde, Schiffe und ein imposantes Feuerwerk waren nur einige Höhepunkte der Festspiele. Es wurde ein unvergesslicher Abend, der sicherlich noch lange in unseren Gedanken verweilen wird.

Den 3. Tag unseres Urlaubes verbrachten wir mit der langersehnten Rundfahrt meines Mannes.

1 Stunde segelten wir mit einem Kutter (gebaut 1956) über das Stettiner Haff. Auch wenn das Wetter zu Beginn nicht ganz mitspielen wollte, so schien dann am Ende doch noch die Sonne.

Am 4. Tag stand eine Ausfahrt nach Ueckermünde bevor. Mein Mann träumte von einer Haffrundfahrt und diesen Wunsch erfüllte ich ihm nur zu gerne. 80 Minuten fuhren wir mit einem kleinen Schiff auf dem Haff umher. Das Wetter spielte uns zum Glück keinen Streich und die Rundfahrt fand viel zu schnell ein Ende.

Den letzten Tag wurde ich fast durchgängig mit Fragen gequält, wie "Wollen wir nicht nach Hause fahren?" Erst am Nachmittag sah mein Mann ein, dass er das Spiel verloren hatte und fügte sich in sein Schicksal. Doch am letzten Abend sollte ich meine Hartnäckigkeit fast noch bereuen. Durch einen unglücklichen Zufall ging ein Glastisch zu Bruch. Da half auch ein Schrei des Entsetzens nicht, das gute Möbelstück war unwiderruflich in 1000 Teile zerbrochen. Doch ein wenig Glück brachten uns die vielen Scherben doch, denn eine Einigung mit den Vermietern wurde schnell gefunden und so konnten wir am Ende des Tages doch noch über das kleine Unglück lachen.

So fuhren wir doch zufrieden und ein wenig braun gebrannt am geplanten Abreisetag nach Hause.

Trotz der vielen Fragen glaube ich, dass auch mein Mann die Zeit mehr als genossen hat. Und wer weiß, vielleicht besuchen wir Altwarp bald wieder, auch wenn es erst in 3 Jahren sein sollte...

K. Stehr

Altwarp

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