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England - Abenteuer im Vereinigten Königreich

- Ein Reisebericht -

Im April 2008 reiste ich mit einer Gruppe von mehreren Freunden mit dem Bus für einige Tage nach England, um dort unsere bisherigen Englisch-Sprachkenntnisse zu festigen und auszubauen. Wir nutzten eine Busfahrt über Nacht, um am ersten Tag ausgeruht in England durchstarten zu können. So erreichten wir nach einer langen nächtlichen Fahrt in den frühen Morgenstunden den Fährhafen Calais in Frankreich. Von dort aus setzten wir mit der Fähre nach Dover über, um dort ebenfalls mit unserem Bus in unsere Unterkünfte zu fahren. Diese waren in jenem Fall englische Gastfamilien, welche wir uns ausgesucht hatten, damit wir die englische Sprache so viel wie möglich anwenden konnten.

Zunächst machten wir einen kleinen Zwischenstopp in Canterbury, um ein wenig englisches Ambiente zu genießen und einkaufen zu gehen. Fish and Chips, das traditionell britische Gericht bestehend aus Backfischstückchen und Pommes Frites schmeckte uns allen nicht. Es war extrem fettig und leider ungenießbar. Doch es kann nicht alles immer nur schön sein und das klägliche Mittag glichen wir am Abend mit saftigen Rumpsteaks wieder aus. Vorher aber fuhren wir nach Hastings, wo uns unsere Gastfamilien in Empfang nahmen, begrüßten und uns mit zu sich nach Hause nahmen. Gastmutter Jill grillte uns zarte Rinderfilets und wir hatten einen fantastischen ersten Abend mit britischer Gastfreundschaft.

Die beiden folgenden Tage verbrachten wir in London, Englands Hauptstadt. Dort absolvierten wir jeweils ein dreistündiges Sprachtraining, in dem es darum ging, Einheimische auf der Straße anzusprechen und ihnen Fragen zu ihrer Heimatstadt zu stellen, die richtigen Antworten auf einem Lösungsbogen einzutragen und am Ende möglicherweise ein Stipendium gewinnen. Kniffelig hierbei war, dass die Fragen in deutscher Sprache formuliert waren, wir also erst vor Ort übersetzen mussten während wir mit den Passanten sprachen. Dadurch formte sich unser Englisch erneut und man lernte in kurzer Zeit erstaunlich viele Dinge.

Natürlich schauten wir uns London auch generell an, gingen entlang der Themse spazieren, liefen über die Tower Bridge, alberten mit den königlichen Wachmännern herum und besuchten den imposanten Buckinghampalace. London beeindruckte mich vor allem in seiner unglaublichen Vielseitigkeit. Menschen aller Herren Länder haben hier ihre Heimat gefunden und ich fühlte mich wie in einem bunten Schmelztiegel zusammengefügt aus so vielen verschiedenen Komponenten, Kulturen und Erdkreisen.

Besucht man London, so sollte man sich keinesfalls die Küstenstadt Brighton entgehen lassen. Mit einem wunderschönem weißen Pier fügt sie sich ganz hervorragend in die Küstenlandschaft Südostenglands ein und bezaubert Besucher mit ihrem ostseeähnlichem Flair.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ich sehr froh bin, diese Reise nach England gemacht zu haben, in einer Gastfamilie gelebt zu haben und dass ich Teil dieser etwas fremdartigen Welt werden durfte. Es hat sich definitiv gelohnt.

S. Pfeifer

Calais