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Familienurlaub in der Ferienwohnung auf Amrum

- Ein Reisebericht -

Mein Mann und ich hatten uns entschieden, im Frühjahr dieses Jahres für eine Woche nach Amrum zu fahren und meine Mutter mitzunehmen. Also forderte ich schnell ein Gastgeberverzeichnis an und buchte eine Ferienwohnung in Nebel bei der netten Familie Schmidt. Meine Mutter war sofort mit unserer Entscheidung einverstanden. Also holten wir sie am Ostermontag ab, denn sie wohnt im Land Brandenburg und wir an der Küste. Wir hatten auf Amrum viele Ziele, denn mein Mann verbrachte zwei Jahre seiner Kindheit auf Amrum im Kinderheim und bei einer Pflegefamilie, wir haben auch seinen 70. Geburtstag dort gefeiert. Da gab es viel, was wir sehen wollten und was wir gerne meiner Mutter zeigen wollten.

Das Wetter meinte es gut mit uns, als wir ankamen. Schnell fanden wir das Haus der Familie Schmidt. Zu Frau Schmidt fanden wir sofort den richtigen Draht. Mein Mann erzählte über seine Kindheit auf der Insel. Dabei stellte sich heraus, dass Frau Schmidt selbst in dem Krankenhaus, in dem mein Mann war, gearbeitet hatte. Sie kannte auch die Pflegefamilie meines Mannes, eine Pastorenfamilie. Es gab viel zu erzählen. Frau Schmidt gab uns viele Tipps für Ausflüge.

Für das Essen sorgten meine Mutter und ich zum größten Teil selbst. Jeder von uns hatte etwas Schmackhaftes gekocht, wir hatten Kuchen gebacken. Mein Mann hatte noch ein paar Fische geräuchert. Zum Frühstück holte mein Mann frische Brötchen. Natürlich wollten wir Fisch aus der Nordsee essen, da leisteten wir uns ab und zu ein Mittag- oder Abendessen in einem der schönen Restaurants in Nebel. Am Tag vor der Abreise wollten wir etwas Nostalgisches unternehmen, also aßen wir dort, wo wir bereits zum Geburtstag meines Mannes waren. Mit den Speisen und dem Service waren wir sehr zufrieden. Einmal kauften wir fangfrische Krabben. Da hatten wir am Abend viel zu tun beim Krabbenpulen.

Auf Amrum haben wir viel gesehen. Wir unternahmen eine Fahrt auf die Hallig Hooge, wo wir vom Königspesel besonders beeindruckt waren. Das Wort "Pesel" bedeutet "gute Stube". Das Haus mit dem Königspesel ist einzigartig in Europa und ist seit Jahrhunderten in Familienbesitz. Eine nette Dame aus der Familie schilderte auf sehr interessante Weise die Geschichte des Pesels und zeigte besonders wertvolle Ausstellungsstücke. An dieser Stelle wollen wir der Dame noch einmal herzlich danken. Auf jeden Fall sollten alle, die nach Amrum kommen, einen Besuch auf der Hallig und im Königspesel nicht versäumen. Leider war die Zeit zu kurz, sodass wir nicht mehr das Sturmflutenkino besuchen konnten. Wir besuchten allerdings noch die Kirche der Hallig, die von Frauen erbaut wurde.

Für die nächsten Tage mieteten wir uns Fahrräder. Wir fuhren zur Vogelkoje, in der früher Enten gefangen wurden. Die Vogelkoje liegt in einer reizvollen Dünenlandschaft. Man kann dort viele Enten und Fasane beobachten. Besonders interessant war der Besuch in der Mühle auf Amrum, die als Museum ausgebaut wurde. Sie informiert über die Geschichte der Insel. Tatsächlich war ein Bild des Ehepaares Pörksen, der Pflegeeltern meines Mannes, ausgestellt. Die Kirche in Nebel ist nicht zu vergessen. Vor der Kirche befindet sich ein Friedhof mit vielen Kapitänsgräbern aus längst vergangenen Zeiten. Der Zaun von Kirche und Friedhof besteht aus Grabsteinen von Kapitänsgräbern, deren Inschrift man teilweise noch lesen kann. Mit unserem Auto erkundeten wir die weitere Umgebung auf Amrum. Wir fuhren nach Wittdün, Steenodde und Norddorf. An einer Fahrt mit der Inselbahn nahmen wir teil, bei der über alles Sehenswerte auf der Insel informiert wurde. Natürlich entdeckten wir auch das Krankenhaus, in dem mein Mann als Kind war - die Satteldüne. Sie hatte sich in all den Jahren sehr verändert. Wir unternahmen viele Spaziergänge am Strand und ließen uns den rauen Wind durch die Haare wehen.

Nur schade, dass der Urlaub so schnell vorbei war. Wir hatten die ganze Zeit Glück mit dem Wetter. Mit vielen Erlebnissen im Gepäck fuhren wir nach Hause. So ein Urlaub schreit nach Wiederholung. Wir haben schon für das nächste Jahr einen Urlaub in der Ferienwohnung bei Familie Schmidt gebucht, den wir gemeinsam mit meiner Mutter antreten wollen, wenn wir alle gesund bleiben. Aber die Insel ruft: Schon zu Silvester machen mein Mann und ich wieder einen Ferienhaus-Urlaub in Nebel.

Ines Richter

Norddorf

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