Flitterwochen in London

- Ein Reisebericht -

Mein Vater hatte mir immer vorgeschwärmt, wie unvergesslich seine Reise nach London gewesen war und deshalb beschlossen mein Mann und ich, unsere Flitterwochen in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs zu verbringen.

Da die Hochzeitsfeier einen Großteil unseres Ersparten verschlungen hatte, begab ich mich auf die Suche nach einer preisgünstigen Unterkunftsart in London. Ich erhielt den Tipp, eine "Bed & Breakfast-Unterkunft" zu buchen. Der Preis war durchaus günstig und schlechte Erfahrungsberichte konnte ich auch nicht finden.

Gesagt, getan!

Der Billigflieger landete auf dem Flughafen in Stansted. Mit dem Bus fuhren wir anschließend ins 55km entfernte London und besorgten uns den London Pass. Mit diesem Pass ist eine unbeschränkte Nutzung der Verkehrssysteme in London möglich. Zusätzlich hat man diverse Vergünstigungen bei der Besichtigung verschiedenster Sehenswürdigkeiten. Da wir voraussichtlich viel unterwegs sein würden und meine Liste mit den "wichtigsten" Sehenswürdigkeiten ziemlich lang war, lohnte sich der Erwerb dieses Passes in jedem Fall.

Unsere Unterkunft befand sich etwas außerhalb und so setzten wir uns in den nächsten Bus. Nach einer Weile bemerkten wir, dass die Gegenden, die wir passierten scheinbar nicht zu den nobelsten von London gehörten und wir fragten uns allmählich, ob wir auf dem richtigen Weg waren. Letztendlich kamen wir jedoch heil in unserem Unterkunftsort an und gingen nun zu Fuß weiter. Nach einer Stunde Fußmarsch (wir hatten uns verlaufen) erreichten wir ein kleines Häuschen und eine nette ältere Dame öffnete uns die Tür. Sie begrüßte uns überschwänglich und bat uns in ihr mit englischem Kitsch übersätes Wohnzimmer. Sie versorgte uns mit Orangensaft und erklärte uns die wichtigsten Dinge in einem gut verständlichen Englisch.

Unser Zimmer war wahrscheinlich ein früheres Kinderzimmer, genügte aber unseren Ansprüchen. Morgens wurden wir mit einem freundlichen "Good morning. Bathroom is free for you!" geweckt. Beim Frühstück in ihrer kleinen Küche erkundigte sie sich jeden Morgen, was wir unternehmen würden und gab uns hilfreiche Tipps.

Auf Anraten von Mrs McDermott (später fanden wir heraus, dass dies gar nicht ihr richtiger Name war) nahmen wir anstatt des Busses den Zug, was wesentlich angenehmer war.

In London kommt man prima mit der U-Bahn und den Bussen zum Ziel.

Abends kann man die erleuchtete Stadt auch wunderbar in einem der roten Busse erkunden. So spart man sich die Rundfahrt und kann aussteigen und den nächsten Bus nehmen, wann man möchte.

Die Tage in London vergingen wie im Flug, da es so viel zu erkunden gab.

Wir starteten unsere Tour beim berühmten Big Ben und fuhren mit den City Cruises über die Themse zur Tower Bridge. Nachdem wir den Ausblick vom oberen Brückenübergang der Tower Brigde ausgiebig genossen hatten, bestaunten wir die Kronjuwelen im Tower.

Ein Besuch der St. Paul's Cathedral durfte ebenfalls nicht fehlen. Um nach dem marathonähnlichen Abklappern der unendlichen Sehenswürdigkeiten Londons zu entspannen, zog es uns immer wieder in die wunderschönen Parkanlagen. Ein besonderes Highlight war für mich das Füttern der von vielen Londonern gehassten Eichhörnchen.

Da die Sehenswürdigkeiten meist nicht weit voneinander entfernt liegen, konnten wir vieles miteinander verbinden.

Natürlich machten wir einen Abstecher beim Buckingham Palace und schauten beim Picadilly Circus vorbei.

An einem Nachmittag hatten wir Glück und erhielten günstige Restkarten für das Musical "Spamalot".

Der London Pass führte uns in die unterschiedlichsten Museen und ermöglichte sogar einen Ausflug zum Schloss Windsor.

Unsere Spiegelreflexkamera war bei den vielen Motiven im Dauereinsatz.

Die Zeit verging viel zu schnell und schon waren wir am Ende unseres London Aufenthalts angekommen.

Mrs McDermott brachte uns freundlicherweise noch mit ihrem Auto zum Bahnhof, damit wir unsere Koffer nicht wieder quer durch den Ort schleppen mussten.

Am Flughafen aßen wir ein letztes typisch englisches Essen und flogen mit dem Billigflieger wieder Richtung Heimat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mein Vater Recht hatte und London immer eine Reise wert ist.

Für einen preisgünstigeren Aufenthalt in London ist die "Bed & Breakfast"-Variante eine gute Alternative zum Hotel.

Anonym

Buckingham Palace

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