Flusskreuzfahrt auf dem schwarzen Fluss

- Ein Reisebericht -

Dieses Mal sollte es eine Flusskreuzfahrt auf dem Schwarzen Fluss sein, das hieß eine Woche, vier Länder und drei Hauptstädte. Der Schwarze Fluss, wo liegt der, werden sich jetzt ganz sicher einige Leser fragen. Die Antwort ist ganz einfach, denn die Rede ist vom zweitlängsten Fluss Europas (übrigens der längste Fluss ist die Wolga). Wer jetzt immer noch nicht Bescheid weiß, dem sei gesagt, dieser Fluss entspringt im Schwarzwald und fließt ins Schwarze Meer, richtig - die Rede ist von der Donau.

Eine Donau-Kreuzfahrt stand schon lange auf unserer Wunschliste, im August 2010 wurde unser Wunsch endlich wahr. Die MS Rossini war unser Zuhause für die kommenden Tage. Ein Kreuzfahrtschiff, welches zwar nicht zur Luxusklasse gehört, aber sich dennoch nicht verstecken muss. Gebucht hatten wir die Reise bei einem Reiseveranstalter, der gleichzeitig die An- und Abreise mit dem Bus organisierte. So waren wir schon eine längere Zeit mit dem Reisebus unterwegs, bis wir endlich in Passau ankamen. Obwohl mir eigentlich nicht mehr danach war, entschieden wir uns nicht direkt an Bord der MS Rossini zu gehen, sondern das Angebot zum Blick über die Domstadt wahrzunehmen. So fuhren wir gemeinsam mit anderen Teilnehmern zum Veste Oberhaus zum Fototermin. Der Sankt Stephan Dom, die engen Gassen der Altstadt, Passau bot an diesem sonnigen Tag im August wirklich einen grandiosen Blick. Auf den anschließenden Stadtbummel allerdings verzichteten wir und gingen in Lindau an Bord.

Die Einschiffung ging recht zügig voran und so konnten wir unser Zuhause auf Zeit nicht nur besichtigen, sondern uns vor der Abfahrt auch häuslich einrichten. Ach, bevor ich es vergesse - für diese Donau-Kreuzfahrt benötigt man zwingend einen Reisepass, der länger als sechs Monate gültig ist. Pünktlich legte die MS Rossini ab, es waren sogar einige Schaulustige anwesend. Der erste Abend an Bord verlief mit der üblichen Begrüßung durch den Kapitän. Zudem wurde die wichtige Sicherheitseinweisung durchgeführt. Der Blick vom Schiff über das nächtliche Linz war traumhaft, dennoch zog es uns schon bald in die Koje. Am zweiten Tag erreichten wir gegen Nachmittag Bratislava. Die Burganlage war unser erstes Ausflugsziel, im Anschluss folgten die Krönungskirche, die Oper, der imposante Marktplatz und manches mehr. Bratislava, die slowakische Hauptstadt ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Schade, dass wir nicht mehr Zeit hatten. Tags drauf erreichten wir Budapest, die Hauptstadt Ungarns ist nicht minder schön und wieder war die Zeit für uns viel zu kurz. Zur gebuchten Besichtigungstour gehörten die Fischerbastei, der Gellertberg und der Matthiaskirche. Die Reise auf der MS Rossini setzte sich durch die wunderschöne Landschaft fort. Am vierten Tag legten wir einen Ruhetag an Bord ein und nahmen am Ausflug nicht teil. Am fünften Tag erreichten wir Wien, somit waren wir schon wieder auf der Rückreise. Wie schon an den vorangegangenen Tagen nutzten wir das Angebot der Reiseführung und entdeckten zügigen Schrittes die Hofburg, den Stephansdom und das Hundertwasser. Am Nachmittag fuhren wir nochmals mit dem Bus los, zum Schloss Schönbrunn. Es schien fast als hätten alle Touristen Wiens für diesen Nachmittag einen Besuch im Schloss geplant. Schön und sehenswert ja, aber ohne so viele Menschen. Am fünften Tag fuhren wir durch die Wachau, welche übrigens zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Eine traumhafte Landschaft, insbesondere vom Liegestuhl aus, während das Schiff langsam dahingleitet.

Am nächsten Tag erreichten wir Passau, der Abschied von Bord fiel uns nicht leicht. Eine Wiederholung, vielleicht mit etwas mehr Zeit für die altehrwürdigen Städte, wird es garantiert irgendwann geben. Denn der kurze Besuch in den drei Hauptstädten erlaubte wirklich nur einen minimalen Einblick, die Zeit genügte einfach nicht, um wirklich in die Städte einzutauchen.

Budapest

Anonym

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