From Dublin, with Love

- Ein Reisebericht -

Ich reise seit Jahren viel und gerne in alle Länder der Welt. Damit dies nicht zu teuer wird, organisiere ich meine Reisen oft selbst. Diesmal wollte ich mit meinem besten Freund für ein Wochenende verreisen. In den Herbstferien hatten wir beide Zeit und entschieden, dass es nach Irland gehen sollte. Ich hatte Dublin noch nie gesehen, also wieso nicht?

Der Flug mit einem Billigflieger war alles andere als luxuriös - bei einer Flugzeit von kaum 2 Stunden kann man hierauf jedoch auch getrost verzichten. Lediglich bei Langstreckenflügen würde ich auf ausreichend Komfort und auch Service achten.

Am Flughafen in Dublin angekommen erwarteten uns bereits alle Hinweisschilder in zweisprachiger Ausführung - glaubt man sich die ein oder andere Sprache durch Fremdworte herleiten zu können, wie es vielleicht bei Englisch und Französisch möglich ist, so ist man beim Irischen mit seinem Latein ganz schnell am Ende. Denn diese Sprache hat rein gar nichts mit dem Englischen gemein und wir mussten uns auf unsere Englischkenntnisse verlassen. Trotz eines herzhaften Akzents konnte man jedoch alle Iren gut verstehen, freundlich waren sie auch.

Mit einem Shuttle gelangten wir ins Zentrum der Stadt, wo auch das berühmte Trinity-College, eine angesehene Universität Irlands, liegt. Von dort aus nahmen wir den roten Doppeldeckerbus (ja es gibt sie nicht nur in London) und fuhren zu unserem Hotel. Hierbei handelte es sich um ein Drei-Sterne-Hostel, welches günstig und einfach war, an dem es jedoch auch nichts auszusetzen gab. Zwei einzelne, bequeme Betten, ein verhältnismäßig großes Bad und Fernsehen mit den Simpsons in der Landessprache! Mal ein ganz anderes Erlebnis.

Abends sollte ein Fußballspiel übertragen werden und obwohl dies auch im Free-TV verfügbar war, entschieden wir uns in den Pub zu gehen, denn wo sonst kann man die irische Lebensart näher erleben? Bei einem echten irischen Ale für meinen Freund (und einer Cola für mich) genossen wir das muntere Treiben. Auch die Musik war nicht schlecht, denn obwohl ich für Volksmusik nicht viel übrig habe, ist irische Folklore angenehm zu hören und einfach unterhaltsam!

Am nächsten Tag gönnten wir uns einen Shopping-Ausflug in Dublin, diskutierten bei Starbucks, ob wir noch eine ortsansässige Brauerei besichtigen sollten (schließlich ist das irische Bier berühmt) und verbrachten schließlich einen Großteil unserer Zeit in einem Souvenirgeschäft, denn es war mehr als schwierig, die versprochenen Geschenke zu organisieren. Neben viel Kitsch und Kleeblättern, Zwergen (und natürlich allem in Grün gehalten) fanden wir dann, was wir suchten - leckere Schokolade mit 1% Ale - unsere Bekannten haben sich gefreut.

Eine freundliche Stadt, in die ich gerne wieder einmal reisen würde.

Dublin

Anonym