Frühsommer in Budapest

- Ein Reisebericht -

Der Frühlingstag Ende April des Jahres 2010 in Frankfurt am Main war der Start einer mehrtägigen selbstorganisierten Kurzreise nach Budapest. In Frankfurt nahm ich den Flieger in Richtung Budapest, das Wetter in Frankfurt: typisch deutsch, typisch kühl und typisch verregnet. In Budapest gelandet wusste ich nicht, welches Kleidungsstück ich zuerst ablegen sollte. Hier erwartete mich nicht nur wie verabredet ein Fahrer eines ungarischen Bekannten, sondern eine auch für ungarische Verhältnisse ungewöhnlich intensive, schwüle Hitze. Sie sollte mich die gesamte Zeit meines Aufenthaltes nicht verlassen.

Schon lange kann der interessierte Besucher in Budapest nicht mehr unbedingt die ehemals unterdrückte Ostblock-Metropole erkennen, sondern vielmehr die aufstrebende, sich deutlich verändernde, moderne Hauptstadt an der Moldau entdecken.

Wer oberhalb der Stadt, oben auf der Zitadelle einige Minuten seinen Blick über die beiden Stadtteile Buda und Pest schweifen lassen kann, wird später viel besser verstehen, warum die Budapester Bürger diese alte Stadt immer noch so innig lieben und achten. Ein überzeugter Budapester Einwohner wird niemals über diese Stadt schimpfen, weil er die vielfältige Geschichte und Kultur dieser Stadt bis heute noch erspürt und respektiert.

Das beginnt mit den berühmten, geradezu pompösen und schwerfälligen Kettenbrücken, die beide Stadtteile verbinden, und endet, falls überhaupt, bei den kleinen Gassen in der Altstadt oder am immer noch recht gut erhaltenen jüdischen Friedhof.

In Budapest zu leben bedeutete im Jahr 2010 ein immer noch gutes Preis-Leistungsverhältnis zu haben, die Preise sind immer noch moderat. Ich habe einen US-Dollar für etwas mehr als 200 Forint, die Landeswährung, getauscht, aus deutscher Sicht eine ansprechende Kaufkraft.

Mein damaliges Hotelzimmer innerhalb dieses selbstorganisierten Urlaubs befand sich im VI. Budapester Bezirk, in der Nähe des Oktogan – was eine sehr große Kreuzung ist, wo jeder Fußgänger sehr einfach in seinem Bus oder in seiner U-Bahn zusteigen kann. Hier befinden sich nicht ganz so viele Touristen, obwohl ansonsten die gesamte Stadt scheinbar bereits zu dieser Jahreszeit von Touristen überzuquellen scheint.

Wer sich auch nur ein wenig für Architektur und Bauten interessiert, wird in Budapest ein Freudenfest der Augen und der räumlichen Sinne feiern können. Es gibt hier mehr interessante Bauten und Museen, als es Tage in vielen Monaten des Jahres gibt. Budapest kann man meines Erachtens nur kennenlernen, indem man deutliche Schwerpunkte setzt.

Um landestypische Kunst, Kunsthandwerk und typische ungarische, weltberühmte und geschätzte Nationalgerichte kennen zu lernen und zu erwerben, begibt sich der Reisende am besten auf die berühmte Kettenbrücke, Szecheny Ianchid. Entlang der Brücke sind verschiedene Stände, die die Augen und den Gaumen der schlendernden Fußgänger erreichen und befriedigen möchten.

Die Temperatur innerhalb meines selbstorganisten Urlaubs Ende April und Mai 2010 war schon sehr warm, aber noch erträglich. Besser als zum Beispiel im August, in welchem manchmal diese Schwüle und unangenehme Hitze zwischen den vielen architektonischen Meisterwerken genauso monumental gespeichert wird, wie die Monumente selber in die Erinnerungsbestandteile der vielen Touristen.

Budapest

Anonym

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