Golfwochenende im Allgäu

- Ein Reisebericht -

Endlich ist es wieder so weit! Ein weiteres Golfwochenende in Wiggensbach im wunderschönen Oberallgäu. Ca. 10 Kilometer von Kempten entfernt liegt Wiggensbach, ein beschaulicher hübscher Ort. Hoch oben über diesem Dorf liegt der Golfclub und schon auf der schmalen kurvenreichen Straße nach oben wird klar, dass es sich auf diesem Platz nicht um einen einfachen Spaziergang handeln wird.

Das Clubhaus war früher ein großer Gutshof und wurde in dem antiken rustikalen Stil von damals erhalten und modernisiert. Bei schlechtem Wetter können sich die Golfer hier nach einer anstrengenden Runde vor dem großen offenen Kamin erholen und erfrischen. Vor dem Clubhaus befindet sich eine herrliche Terrasse mit Blick auf das Übungsgrün und den Abschlag 1. Dort wird man auch als Fremder freundlich begrüßt und Fragen werden hilfsbereit meist im regionalen Dialekt beantwortet.

Der Platz ist eine extreme Herausforderung was die Kondition angeht. Es handelt sich um einen echten Gebirgsplatz beim den heftige Höhenmeter zur überwinden sind. Seit einigen Jahren ist der Platz von 18 auf 27 Loch erweitert worden. Die oberen 8 Bahnen bestehen in erster Linie aus Par 3 und 4, ein Par 5 ist gleich am Abschlag 1 zu bewältigen. Die unteren 10 Bahnen erlauben auch den Longhittern ab und zu ihren Spaß. Die neuen 9 Bahnen gehen bis hinunter zur Talstraße und natürlich auch wieder bergauf zurück zu Loch 28.

Besonders schwierig wird das Spiel dadurch, dass bei den meisten Abschlägen das Ziel noch gar nicht sichtbar ist und gute Abschläge notwendig sind, um die Tobel und Abgründe direkt hinter dem Abschlag überwinden zu können. Kein Anfängerplatz!

Die Gastronomie besteht aus liebevoll angerichteten Selbstbedienungstheken. Bei Turnieren sorgt die Hauswirtschaft für leckere Menues oder Buffets.

Die Umkleideräume mit Einzelduschräumen, Handtüchern und abschließbaren Schränken in großzügigen Räumen erlebt man nach einer Runde gerne. Alles ist sehr sauber und gut gepflegt.

Besonders stolz sind die Mitglieder auf darauf, dass ihr Platz über den höchsten Abschlag Deutschlands verfügt. Der Aufstieg zu Abschlag 5 ist mühsam, nur mit -1-3 Schlägern und ausreichend Bällen bewaffnet steigen die Flight Mitglieder im Gänsemarsch einen schmalen serpentinenartigen Weg durch ein Waldstück hinauf. Auf Abschlag 5, der sich auf dem Kreuzberg befindet, muss man erst einmal nach Luft schnappen. Nicht nur aus konditionellen Gründen sondern auch weil der Ausblick die Sprache verschlägt. 1011 Meter hoch mit Weitblick über Wiesen und Weiden im Vordergrund und am Horizont die Voralpen mit ihren schneebedeckten Bergspitzen. Als Hintergrundmusik begleitet das Geläut der weidenen Kühe dieses Postkartenmotiv.

anonym

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