Granada und die Alhambra

- Ein Reisebericht -

Während meines dreimonatigen Praktikums an der Costa del Sol im Jahre 2011, verbrachte ich die Wochenenden damit, die großen geschichtsträchtigen Städte Andalusiens zu bereisen. An einem Wochenende im Mai stand nun Granada auf meinem Plan, sodass ich mir diesen Kurzurlaub vorher schon selbstorganisierte.

Ich mietete im vorraus ein Auto in Málaga für ca. €50 pro Tag. Autovermietungen gibt es an der Küste wie Sand am angrenzenden Meer. Man muss sich nur die, mit den besten Autos, Preisen und Leistungen herauspicken.

Früh am Morgen holte ich den Wagen am Flughafen Málaga ab, alles gesah ohne Komplikationen. Ich fuhr auf die Autobahn A-7 in Richtung Nerja. Immer weiter, entlang des Mittelmeeres, durch Felsen, Urlaubsdomizile und nördlich von der Stadt Motríl wechselte ich auf die Autobahn A-44 Richtung Granada. Von dieser Auffahrt musste ich nur noch gerade aus der Straße folgen und schon stieß ich nach guten zwei Stunden Autofahrt auf die Stadt Granada.

Da die Innenstadt nicht gerade autofreundlich ist, sollte man lieber den Wagen etwas außerhalb abstellen. Ich bahnte mir den Weg zur gut ausgeschilderten Alhambra und gönnte dem Motor einen schattigen Parkplatz, welcher unweit des Eingangs der Alhambra gelegen war.

Von hier aus startete ich meinen Tagesausflug. Beginnend vom Fuße des maurischen Märchenschloßes, der Alhambra, lief ich entlang des Flusses Darro gen Nordwesten. Unzählige Restaurants, Bars und Imbisse säumten meinen Weg. Nach einigen hundert Metern bog ich links in eine Gasse hinein und kam an der Schule für Arabische Studien vorbei. Da Granada eine Universitätsstadt ist, mit eignem Universitätsviertel, stößt man hier und da immer wieder auf Schulen und Fakultätsgebäude.

Nun gestaltete ich meinen Rundgang gegen den Uhrzeigersinn. Ich lief durch das zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Viertel Albaicín und traf auf einen Kirchenvorplatz, welcher gut besucht war. Trödelverkäufer saßen am Rand, Touristen sonnten sich auf der Mauer und auch ich genoß den atemberaubenden Blick auf die gegenüberliegende Alhambra und der angrenzenden Stadt. Die Sonne schien, die Sicht reichte weit über den Horizont und man konnte sogar den Schnee auf den Bergen der Sierra Nevada erkennen.

Weiter ging es vom Mirador de San Nicolas, an der Iglesia de San Nicolas, in Richtung Zentrum. Vorbei an der Kirche Santa Isabel la Real, durch enge, um so mehr charmante Gässchen und hinab ausgetretener Treppen, überquerte ich die Gran Vía de Colón und erreichte letztendlich die große Kathedrale Granadas. In Granada findet man zahlreiche Kathedralen und Kirchen, doch diese ist die größte und prachtvollste. Mit ihrer reich verzierten Capilla Real, der Königskapelle, ist die Kathedrale eines der Highlights, welche Granada zu bieten hat.

Von der Kathedrale aus durchstreifte ich arabische Marktgassen, die mit bunten Tüchern behangen sind und wo ein würziger Duft in der Luft schwebt, in Richtung Plaza Nueva, einer der größten Plätze der andalusischen Stadt. Nun war es schon später Mittag, also ideal für eine Comida, das Mittagsessen. Ich setzte mich außerhalb eines Rstaurants hin und bestellte etwas zu trinken und eine Paella. Nach der fabelhaften Sättigung dieser Reisspezialität Spaniens, trat ich mein letztes Ziel des Granada-Ausfluges an – die Alhambra.

Schon zwei Wochen zuvor bestellte ich mir im Internet das Ticket für diese Burganlage, da ein reger Andrang herrscht und es nur ratsam ist, nich auf den "letzten Drücker" die Karten zu kaufen. Es gibt zwei Zeiteinheiten, in welchen man in die Alhambra darf, entweder frühs oder nachittags. Ich entschied mich für nachittags, sodass ich davor in Ruhe die Stadt besichtigen konnte. Zudem muss man einen extra Termin für die Besichtigung der Nasridenpaläste ausmachen, da auch dieser recht überlaufen ist.

Ich holte mein Ticket am Schalter und betrat nun dieses fantastische Gelände. Frische bunte Gärten mit blühenden Blumen und den verschiedensten Düften prägten meine Ankunft. Ich besichtigte die Paläste und Gebäude, die Mauern und die Türme, welche eine unbeschreibliche Aussicht boten. Schließlich kam ich kurz vor 18:00 Uhr, rechtzeitig zu meinem Termin, zu den Nasridenpalästen. Diese waren herrlich verziert, von außen und von innen, und man konnte erkennen, welch riesigen Einfluss die arabische Welt auf der Iberischen Halbinsel hatte.

Gegen Abend, kurz bevor es dunkel wurde, war mein Ausflug beendet und ich fuhr wieder gen Málaga, um das Mietauto abzugeben. Granada und vorallem die Alhambra machten diesen Tag zu einen unvergesslichen Moment. Da ich alles selbstorganisiert hatte und so an niemanden gebunden war, außer an den Zeiten in der Alhambra, konnte ich mir in Ruhe alles anschauen und die Hinreise optimal selbst gestalten.

Für alle, die ihren Urlaub an der Costa del Sol verbringen, kann ich wahrhaftig einen Abstecher in die wunderbare Stadt Granada empfehlen.

Anonym

Granada

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