Holland - einmal Lunge und Seele durchlüften

- Ein Reisebericht -

Die holländische Nordseeküste, das ist für uns einmal Lunge und Geist durchlüften und mindestens einmal im Jahr zieht es uns dorthin. Dabei ist es den Niederländern gelungen, die Region Walcheren touristisch stark zu erschließen, aber Bausünden, wie man sie andernorts findet, zu vermeiden. Der Strand ist unberührt und man kann Kilometer um Kilometer zurücklegen.

Wie in den Jahren zuvor haben wir unseren Urlaub wieder selbstorganisiert und ein Zimmer in einem kleinen aber liebevoll gepflegten Hotel direkt an den Dünen in Veere – der alten Handelsstadt am Veerse Meer. Diese Stadt, die im Mittelalter reich und vor allem sehr groß gewesen sein muss, ist heute wunderbar verschlafen und wer das Glück hat hier unter der Woche vorbeizuschauen, für den scheint hier alles ein wenig langsamer zu laufen. Veere bietet alte Fachwerkhäuser, ein wunderschönes Rathaus mit Glockenspiel und vor allem eine mächtige Kirche, deren Kirchturm man unbedingt besteigen sollte. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick über die Insel, auf das Meer und die Landschaft. Auf dem Rückweg fahren wir dann die kürzeste Route und gehen am Abend in eines der zahlreichen Restaurants Domburgs.

Am kommenden Tag entschließen wir uns mit dem Auto zur Delta Expo zu fahren. In der Ausstellung dokumentieren die Niederländer die Errichtung des größten weltweiten Sturmflutwehres, dass eine Katastrophe wie die große Sturmflut 1953 verhindern soll. Damals kamen in den Niederlanden mehr als 1.800 Menschen ums Leben und die Niederländer haben daraufhin ein Bollwerk errichtet, dass es erlaubt das gesamte niederländische Hinterland im Falle einer Sturmflut komplett vom Meer abzuschotten. In dieser Ausstellung bekommt man ein Gefühl dafür, welchen Aufwand und welche technologischen Herausforderungen gelöst wurden. Man sieht die gewaltigen Fluttore, die Fundamente und bekommt auch einen Einblick in die ökologischen Herausforderungen des Projekts. Eine Ausstellung, die jedem Besucher auf Walcheren unbedingt ans Herz gelegt sei.

Den letzten Abend verbringen wir dann wieder in Domburg, dieses Mal aber bei Pfannkuchen und offenem Kamin und genießen noch einmal das entschleunigte Leben an der niederländischen Küste.

Tanja Klose

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