Hotel-Urlaub in Valéncia

- Ein Reisebericht -

Gute Freunde hatten uns zu einem kleinen Spanienurlaub eingeladen. Gemeinsam wollten wir die „Fallas de Valéncia“ besuchen. Quartier hatten wir im wunderbaren Hotel “ Ad Hoc“ genommen. Das Hotel ist zentral in einem städtischen Palais gelegen und mit einem besonders guten Restaurant ausgestattet.

Jedes Jahr vom 15. bis 19. März finden die Fallas de Valéncia statt, dabei bildet die „Nit del Foc“ den grandiosen Abschluss. Das ist die „Nacht des Feuers“, in der sich die ganze Stadt im Fallas-Taumel befindet und in der Valéncia, die „Stadt der Freude“, ihrem Namen alle Ehre macht.

Etwa 350 Ninots werden durch die Straßen getragen, riesengroße Figurenensembles aus Pappmaschee mit karikaturhaften Zügen, die mit ganz viel Humor und bissiger Ironie geschwätzige Politiker, geschäftstüchtige

Lobbyisten, arbeitsscheue Bürokraten und habgierige Bankiers aufs Korn nehmen.

Die Ninots werden am Ende den Flammen übergeben. In dieser Nacht der lodernden Feuer geht ein wahrer Freudentaumel durch die Menschenmenge.

Stierkämpfe, Umzüge, Musikkapellen, Feuerwerke und tägliche Böllersalven – die Despertás – gehören zu der vier Tage und ebenso viele Nächte andauernden Fiesta. Die gesamte Organisation und die sehr aufwendige Herstellung der Ninots obliegen den Festkomitees der einzelnen Stadtteile.

Wie wir hörten, versucht man sich jedes Jahr aufs Neue mit noch Spektakulärerem zu übertreffen, denn nur eine der Figuren, die Allerschönste, wird dem Feuer nicht übergeben. Diese Ninot indultat hält Einzug in das

Museu de l'Artiste Faller in der Avenida de San José Artesano im Nordwesten der Stadt. Dort sind die preisgekrönten, vor dem Feuer geretteten Kreationen der letzten Jahrzehnte zu besichtigen.

Die Fallas de Valéncia sind neben den Corridas und dem Tomatenfest im nahegelegenen Städtchen Buneol oder dem Semana de Torres in Segorbe, Valéncias beliebtestes Fest und ein wahrer Karneval aus Feuershows, Volksmusik und Lebensfreude.

Wir hatten den kurzen Hotel-Urlaub mit einem recht intensiven Sightseeing verbunden, das uns über die elegante Plaza del Ayuntamiento zur Catedral de Santa María, zur Basílica de Nuestra Señorade los Desamparados und den prächtigen Palau de la Generalidat mit dem Sitz der Landesregierung führte.

Beeindruckend ist auch die alte Seidenbörse von 1498 von der aus man letztendlich und unweigerlich zum berühmten Mercat Central kommt.

Dort ist es nicht nur die Architektur mit ihrer Kuppel aus Eisen und Glas, sondern auch das appetitliche Obst-, Gemüse-, Fisch- und Meeresfrüchteangebot, das Valéncias Zentralmarkt zu einem der schönsten in Europa macht.

Und weil wir gerade beim Shopping waren, besuchten wir das riesige Kaufhaus El Corte Ingles, das nach unserer Ansicht den berühmten Galeries Lafayette in Paris in Nichts nachsteht.

So verabschiedeten wir uns fröhlich und mit vollgepackten Taschen von Valéncia, der spanischen „Stadt der Freude“.

Elias

Valencia

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