Ischia - die Perle im Golf von Neapel

- Ein Reisebericht -

Mein Mann und ich waren vor etwa 25 Jahren schon einmal auf Ischia. Über Bekannte haben wir einen echten Ischitano namens Franco kennen gelernt, mit dem wir seit dieser Zeit über all die Jahre hinweg in engem Kontakt stehen. Nachdem Franco das Weingut mit einem kleinen Restaurant oberhalb der Hügel von Forio von seinem Vater geerbt hatte, baute er das Anwesen aus und schuf auch einige kleine Ferienwohnungen, wo wir unser Domizil bezogen.

Das Zimmer war klein aber fein, typisch mediterran eingerichtet und mit einer wunderschönen Terrasse versehen, von wo wir aus jeden Abend einen zauberhaften Sonnenuntergang erblicken konnten. Franco verwöhnte uns jeden Abend mit seiner italienischen Kochkunst und kredenzte uns dazu seinen eigenen delikaten Wein auf der restauranteigenen Terrasse. Wir genossen den traumhaften Ausblick über Küste und Hügel bis zum Meer. Mit dem Auto machten wir zahlreiche Ausflüge über die Insel und Franco zeigte uns seine Heimat als „Insider“. Sei es der Maronti-Strand, das historische Castello Aragonese, Sant’Angelo oder eine Wander- und Eselstour bis rauf zum Monte Epomeo.

Schon vor 25 Jahren mochten wir die liebreizende Insel mit ihrer üppigen Natur, den vielen Hügeln und Weinbergen, doch Ischia aus der Welt eines Einheimischen zu betrachten, war eine völlig neue Erfahrung. Geschichten und Mythen rund um die Insel und ihre Ortschaften warfen nun ein ganz anderes Licht auf die Sehenswürdigkeiten Ischias. Zwar war der Maronti-Strand mit seinen Fumarolen schön wie damals, doch die Stellen zum Baden und Sonnen, die Franco uns zeigte, hätten wir ohne ihn niemals gefunden.

Wir erklimmten eine kleine Anhöhe zu einer Höhle, die wohl nur den Einwohnern Ischias bekannt ist, jedenfalls trafen wir dort nur ein paar Personen aus dem Ort Ischia. In dieser Höhle gibt es heiße Quellen mit dem so gesunden Fango-Schlamm und wir genossen die Zeit. Beinahe einsam war es hier. Schaute man hinunter, tummelten sich die vielen Badegäste am Strand.

Nach diesem wunderschönen Nachmittag fuhren wir weiter mit dem Auto nach Panza. Wir flanierten dort ein wenig und Franco lud uns in eine Pizzeria zum Essen ein. Drinnen saßen nur Einheimische rund um riesengroße Tische und man hatte freien Blick zum Pizzaofen und zur Küche. Die Pizza wurde tatsächlich noch von Anfang bis zum Ende handgemacht, kam brutzelnd heiß aus dem Ofen und schmeckte einfach herrlich. Messer und Gabel gab es nicht. Man riss einige Stücke aus der Pizza, rollte diese und steckte sie einfach in den Mund. Nach dieser äußerst leckeren Erfahrung machten wir uns auf, um Forio bei Nacht zu betrachten. Es ist erstaunlich, dass sogar die Kirchen bis weit nach Mitternacht geöffnet haben, genauso wie die meisten Geschäfte. Wir bummelten durch die erleuchtete Stadt und ließen uns einfach treiben. Die Zeit verging wie im Fluge. Noch einmal Urlaub im Ferienhaus bei unserem Franco? – Ja, gerne wieder!

Forio

Anonym

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