Jardin de Cactus auf Lanzarote

- Ein Reisebericht -

Der „Jardin des Cactus“ bei Guatiza, ein botanischer Garten mit unterschiedlichsten Kakteenarten war mein Ziel. Verfehlen konnte ich ihn nicht, ein riesiger Kaktus aus Metall wies den Weg zum Eingang. Kunstwerke des Künstlers César Manrique stehen an vielen wichtigen Kreuzungen oder weisen auf die Sehenswürdigkeiten von Lanzarote hin.

Die Entstehung des Jardin de Cactus geht auf César Manrique zurück, der damit eine faszinierende Gartenanlage schuf. In den letzten Jahren wurde diese Anlage immer mehr erweitert und ist nun doppelt so groß wie in ihren Anfängen. Verschiedene Arten von Feigenkakteen, Säulenkakteen, feingliedrige Kakteenarten sowie Kugelkakteen stellen die hauptsächlichen Katusarten dieses botanischen Kleinods dar. Die Stacheln der Kugelkakteen, auch scherzhaft „Schwiegermuttersitz“ genannt , verbergen sich teilweise unter einer weißen Kaktuswolle. Vielfältige Sukkulentensorten umrahmen die Kakteenkompositionen. Kaktusblüten in Weiß, Gelb, Rot schmücken diese genügsamen Gewächse und verleihen ihnen einen besonderen Zauber. Einzelne große Blüten oder kleine Blütengruppen zieren die Stachelgewächse. Kleinwüchsige Sukkulenten in den verschiedensten grünen Farbtönen, in die Blau und Rot mit hineinspielen, umgeben die Kakteen und wurden zu kunstvollen Rabatten zusammengestellt. Zarte helle Blütchen setzen den Sukkulenten bunte Glanzlichter auf.

Vom Eingang blickte ich in einen Kessel hinein, zu dessen Boden Treppen führen. Links und rechts luden Terrassen mit immer neuen kakteenarten zum Verlassen der Stufen und zu einem Rundgang um den Kessel auf jeder Terrasse ein. Im Zentrum des Kessels blitzte ein grüner kleiner Teich golden im Sonnenlicht auf und reflektierte das Licht, sobald ich mich bewegte. Kleine Goldfische und Schildkröten schwammen zwischen Steinen und Wasserpflanzen umher.

Helle Plattenwege, die wie Mosaike wirkten, führten vorbei an den vielfältigen Anlagen und den sanitären Anlagen, die als solche kaum zu erkennen waren. Helle Steingebäude verziert mit schmiedeeisernen gedrechselten Schriftzügen und stilisierten Gestalten von Mann und Frau enthüllten erst auf den zweiten oder dritten Blick ihre Bestimmung. So kunstvolle und diskrete Hinweise auf diese notwendigen Örtlichkeiten findet man nur dort. Gegenüber auf der anderen Seite des Kakteenkessels steht eine kleine, wunderschöne Windmühle, in der ein kleines Restaurant untergebracht ist. Im Innern der Mühle bestaunte ich das intakte und gut geölte Mahlwerk. Schwarz und ölig unter einem Glaskolben verwahrt. Vom Dach der Mühle zeigte sich ein herrlicher Blick auf den Norden der Insel. Unter mir lag die neue vergrößerte Anlage mit ihrem Kakteenrabatten. Hier bilden Lavafelsen Inseln in einem stacheligen Meer aus Kakteen. Schwarze Lavakieswege teilen die einzelnen Rabatte und präsentierten mir die schönsten Motive, die ich mit Zoom-Objektiven oder mit Makro-Linden einfangen konnte.

Lantz

Anonym

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