Kanutour in Thüringen

- Ein Reisebericht -

Ich war vorher noch nie Kanufahren, daher war ich sehr froh, als eine gute Bekannte beschloss, eine solche Tour zu organisieren. Es stellte sich heraus, dass einige sehr gute alte Studienfreunde mitkommen werden, die mittlerweile sich über ganz Deutschland verstreut haben. So stand einem feuchtfröhlichen Camping- und Kanuwochenende nichts entgegen.

Wie fuhren mit dem Auto von München in Richtung Freyburg und als wir auf dem Campingplatz angekommen waren, war der Großteil der Gruppe schon da, der Grill angeheizt und die ersten Bierflaschen offen. Also haben wir schnell unsere Zelte aufgebaut und uns auch Bier und Steaksemmel gegriffen. Den ganzen Abend wurden Neuigkeiten ausgetauscht – wie läuft der Job, was gibt’s Neues und so weiter.

Am nächsten Tag in der Früh sollte es nach dem Frühstück gleich losgehen. Die Mitarbeiter des Kanuverleihs stellten uns mehrere unterschiedlich große Boote zur Verfügung. Zunächst bekamen wir eine kurze, aber sehr eindringliche erste Einführung in die Kunst des Kanufahrens. Der muskulöse Kanuverleiher zeigte uns anschaulich, wie man das Paddel hält, wie man ins Boot einsteigt und was man dabei lieber nicht macht. Ausserdem erfuhren wir, dass der Steuermann derjenige im Boot ist, der hinten sitzt.

Nach der kleinen Lehrstunde ging es darum, sich in verschieden große Gruppen einzuteilen. Es gab also zwei Vierer-Boote, vier Zweier-Boote und zwei Kajaks. Die Erfahrenen sollten die Kajaks steuern, die Zweier-Boote sollten von den Mutigen belegt werden und die Vierer-Bote waren den Anfängern vorbehalten. Ich landete im Vierer-Gefährt. Ein Platz im Anfängerboot hatte allerdings einen entscheidenden Vorteil – das Bier…

Der Start war holprig: es hat ein bisschen gedauert, bis alle Boote in der Lage waren, in die Richtung zu schwimmen, in die sie auch schwimmen sollten. Dann aber gewann unsere Gruppe an Geschwindigkeit und Ausgelassenheit, was sowohl die Strecke zu unserem Ziel als auch unsere Biervorräte schmelzen ließ.

Insgesamt waren wir mehrere Stunden unterwegs, haben dabei fremde Boote überholt, mehrere Schleusen passiert, ein paar Kisten Bier geleert, das Wasser aus einem unserer gekenterten Boote geschaufelt, kurz vor dem Ende angehalten um im Supermarkt fürs abendliche Grillen einzukaufen, die letzten Paddelmeter ganz schön geschnauft und über Schmerzen in der Schulter geklagt. Aber wir hatten es geschafft!

Glücklicherweise ging es zurück nicht über Wasser, sondern der Kanuverleiher hatte uns mit VW-Bussen zurück zum Campingplatz kutschiert. Den Abend verbrachten wir vor dem Grill und haben bis tief in die Nacht zusammengesessen, Bier getrunken und zur Gitarre gesungen. Und am nächsten Tag ging es zurück nach München. Es war eins der besten langen Wochenenden, die ich erlebt habe.

Anonym

Laucha

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