Kato Zakros - ein Traumurlaub im Osten Kretas

- Ein Reisebericht -

Die Anreise nach Kato Zakros in Ostkreta verlief recht entspannt: zuerst der Direktflug von München nach Heraklion, dann mit dem Mietauto direkt vom Flughafen Heraklion in den äußersten Osten der Insel. Womit wir angesichts der relativ kurzen Entfernung nicht gerechnet hatten, war allerdings die Fahrzeit: dreieinhalb Stunden für gerade einmal 170 Kilometer, und das trotz gut ausgebauter Straßen! Die herrliche Landschaft hat uns aber mehr als entschädigt, die Autofahrt – mit Klimaanlage, in Kreta während des Sommers eigentlich ein Muss – gestaltete sich zur Sightseeing-Tour, hinter jeder Kurve eröffnete sich ein weiteres atemberaubendes Panorama.

Die Landschaft wurde immer karger. Im äußersten Osten wachsen – abgesehen von den Olivenbäumen, die regelmäßig bewässert werden - keine Bäume mehr, sogar höhere Büsche sind selten. Man fragt sich, wie die Ziegen und Esel in dieser heißen und steinigen Gegend genügend Futter finden.

Mit mehreren wuchtigen Kehren schraubte sich die Straße schließlich auf Meeresniveau, und wir waren da: Kato Zakros lag vor uns. Dieser Ort ist wirklich klein: Geschätzte zehn Häuser umfasst die Ortschaft, die sich an einer sehr schönen und sauberen Kiesbucht entlangzieht. Und - typisch Kreta -, in jedem Haus ist ein Restaurant oder Cafe untergebracht!

Wir hatten uns für Urlaub in der Ferienwohnung entschieden und online gebucht. Unsere Unterkunft lag knappe fünf Autominuten den Berghang hinauf. So weit entfernt von den Touristenzentren wurden wir als Gäste herzlich aufgenommen, hier hat uns echte griechische Gastfreundschaft erwartet. Wir wurden mit selbstgezogenen Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln versorgt, und auch für einen netten Plausch war immer Zeit.

Die Gegend ist in ihrer Kargheit durchaus ansprechend und bietet sich für Wanderungen und Klettertouren an. Wir haben in dieser Hinsicht nicht viel unternommen; die beste Zeit für solche Unternehmungen ist auf Kreta der Frühling. Bei Temperaturen bis 45 Grad Celsius haben sich unsere Aktivitäten hauptsächlich aufs Baden beschränkt, abgesehen von unseren abendlichen Spaziergängen durch das berühmte „Tal der Toten“. Diese zerklüftete Schlucht mit vielen kleinen Höhlen wurde in minoischer Zeit als Begräbnisstätte genutzt, der Weg ist auch für jüngere Kinder interessant und nicht sehr anstrengend.

Ist man in dieser entlegenen Gegend während der Dämmerung unterwegs, sollte man immer eine Taschenlampe dabeihaben; die Nächte sind sehr dunkel, da die Licht-Abstrahlung von größeren Ansiedlungen fehlt.

Den Großteil unseres FeWo-Urlaubs haben wir am Strand verbracht, genauer gesagt; an zwei Stränden. Kato Zakros hat einen langgezogenen Kies- und Steinstrand zu bieten, von Klippen eingerahmt. Schnorcheln und Tauchen, aber auch Angeln, bieten sich als Freizeitgestaltung an. Die kleine Bucht bei Xerokampos hingegen, zirka 15 Kilometer in südlicher Richtung, besteht aus feinstem Sand. Es geht flach ins Meer und ist daher für kleine Kinder ideal. Hier werden, im Gegensatz zu Kato Zakros, auch Liegestühle und Sonnenschirme vermietet.

Es war unser bislang schönster Kretaurlaub, weit abseits des Massentourismus, in wunderschöner, fast unverbauter Natur und mit sehr freundlichen Menschen. Wer keinen Wert auf Dauerbespaßung legt, ist hier absolut richtig!

Káto Zákros

anonym

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