Kopenhagen – Die Meerjungfrau war verreist!

- Ein Reisebericht -

Die Sonne quälte sich langsam durch die Wolken, als wir frühmorgens an einem Freitag im Juli Richtung Flughafen unterwegs waren. Auf unserem Programm standen drei Tage in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. In Kopenhagen angekommen ging es erst einmal darum, bequem und sicher in die Stadt zu gelangen. Wir entschieden uns für den Zug, waren aber nicht wirklich mit den Fahrpreisbedingungen vertraut. Jedenfalls wurden wir bei der ersten Kontrolle freundlich darauf hingewiesen, dass von uns dreien nur zwei einen gültigen Fahrausweis vorzeigen konnten. Und der Dritte – meine Person – sollte am nächsten Bahnhof kurz aussteigen und nachstempeln. Das habe ich auch versucht, nur die Bahn war schneller und so fuhr meine Familie winkend an mir vorbei. Gut im nächsten Bahnhof haben wir uns dann wieder getroffen, was mir aber die Freude eines sehr langen intensiven Gesprächs mit den Kontrolleuren einbrachte. Übrigens Englisch ist in Dänemark zweite Landessprache und auch Deutsch wird an vielen Stellen verstanden.

Der Weg Richtung Hotel war dann schnell gefunden und wir sind dann direkt in die Innenstadt gegangen. Das erste, was an Kopenhagen auffällt ist natürlich die skandinavische Bauweise. Die Häuser erstrahlen im Reichtum den der Handel vor Jahrhunderten eingebracht hat und sind in hervorragendem Zustand. An vielen Stellen durchschneiden Kanäle Kopenhagen und vermitteln eine wunderbare Symbiose zwischen maritimer Stimmung und geschäftstüchtigem Treiben.

Nach dem ersten Eindruck sind wir dann in das erste Cafe, direkt an der alten Hafeneinfahrt eingekehrt. Von hier aus hat man einen wunderbaren Überblick auf die gegenüberliegende Seite Kopenhagens, der neu erbauten Oper, des Schauspielhauses und der Bibliothek. Alle drei Gebäude sind übrigens von einzigartiger Architektonischer Schönheit. Und nach dem Bezahlen unserer Getränke ist uns dann die zweite Besonderheit an Kopenhagen aufgefallen – Getränke und Speisen sind hier im Vergleich zu deutschen Städten deutlich teurer!

Der Abend gehörte dann einem Ausflug ins Tivoli. Dieser legendäre Vergnügungspark liegt mitten im Zentrum und nutzt nahezu jeden Quadratmeter Fläche aus. Hier gibt es Achterbahnen, Karusselle und Shows. Die Fahrgeschäfte sind nicht wirklich spektakulär, vieles hat eher nostalgischen Charakter. Und eine Fahrt auf der Rutschebahnen – der ältesten Achterbahn im Park, die noch mit einem Bremser !!! fährt- darf man nicht versäumen.

Der nächste Tag stand im Zeichen einer längeren Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad. In Kopenhagen sollte man sich unbedingt Fahrräder mieten, da zum einen das Netz entsprechend ausgebaut ist und zum anderen viele Ecken nur mit dem Rad oder zu Fuß entdeckt werden können. Wir sind mit dem Rad entlang des Hauptkanals bis zum Ende an das Kreuzfahrtterminal gefahren. Hier liegen übrigens die richtig großen Pötte, denn Kopenhagen ist der größte Kreuzfahrthafen im skandinavischen Raum.

Der Rückweg führte uns dann an der weltberühmten Meerjungfrau vorbei. Die war allerdings nicht zu Hause, sondern kurz zur aktuell in Shanghai stattfindenden Weltausstellung geschwommen. Danach ging es zurück vorbei an der in erster Linie durch den Maersk-Konzern gesponsorten Oper und dem neu erbauten Theater. Teile des Theaters sind dabei in den Kanal gebaut worden und man kann Kaffee und Kuchen auf einer Terrasse weit über dem Wasser genießen. Den Abend haben wir dann bei einer Bootsrundfahrt genossen. Dabei mussten wir mehr als einmal die Köpfe einziehen, denn zwischen uns und den Brücken passte oft gerade einmal eine Hand. Die Bootsfahrt führt auch auf die gegenüberliegende Seite des Hauptkanals, auf dem früher ein großer Marinestützpunkt untergebracht war. Heute sind dort trendige Wohnung mit direktem Blick aufs Wasser und einmaligem Ambiente entstanden.

Am letzten Tag unserer selbstorganisierten Reise war zuerst Wachablösung vor dem Schloss und Shopping angesagt. Und das lange Warten hat sich wirklich gelohnt. Denn die Ablösung findet an verschiedenen Stellen des Schlosshofes statt und somit sieht jeder einmal die Wache der dänischen Königin. Im Anschluss ging es dann Richtung Innenstadt. Kopenhagen bietet eine riesige Auswahl auch zum Teil bei uns bekannter Labels und mit wenig Suche findet jeder hier ein paar interessante Teile. Die Preise sind moderat – aber auch nicht günstig, Schnäppchenjäger müssen also etwas länger suchen.

Kopenhagen ist eine wunderbare Adresse für diejenigen, die skandinavisches Flair und moderne Architektur lieben, die Wasser mögen und sich auch in der Stadt viel bewegen wollen – idealerweise mit dem Fahrrad.

anonym

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