Kos - eine Insel für Jedermann

- Ein Reisebericht -

Als meine Mutti mich fragte, ob ich nicht Lust hätte mit ihr in den Urlaub zu fliegen, war ich sofort begeistert. Denn erstens hatte mein Freund sowieso keine Zeit und zweitens waren wir beide schon vor einigen Jahren in Ägypten gewesen und es war wirklich toll. Also machten wir uns gleich an die Suche...

Zuerst recherchierten wir im Internet und anschließend telefonierten wir mit unserer, mittlerweile gut bekannten, Reisebürokauffrau und teilten ihr unsere Vorstellungen mit. Ein paar Tage später, nach einigem Hin und Her, buchten wir dann eine 7 tägige Pauschalreise nach Kos, vom 06.07. bis 13.07.2011, im 3 Sterne Hotel Ilios in Tigaki mit all inclusive für 418€ pro Person.

Im Hotel angekommen waren wir hellauf begeistert von der Umgebung und dem überaus freundlichen Personal sowie von unserem Zimmer, denn dies war nicht nur hübsch eingerichtet und sauber sondern hatte auch zwei Doppelbetten und einen Balkon.

An diesem Abend genossen wir dann noch unser all inclusive Angebot in vollen Zügen und fielen dann etwas kaputt von der Wärme und dem Ouzo ins Bett.

Am nächsten Tag erkundeten wir Tigaki, suchten den günstigsten Autoverleih und mieteten für die nächsten 4 Tage einen Hyundai Atos für 120€. Anschließend verbrachten wir den restlichen Tag am wunderschönen Strand von Tigaki, mit seinem sehr flach abfallenden Sandstrand, um dann für die nächsten Tage fit zu sein.

Nach dem Frühstück holten wir uns das Mietauto und fuhren ins Zentrum der Insel, die Stadt Kos mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. In der Markthalle kauften wir Gewürze und riesige Nektarinen, bestaunten unterwegs allerlei Ausgrabungen sowie die Platane des berühmten Hippokrates und besichtigten abschließend das Johanniterkastell, von wo wir einen herrlichen Blick auf die türkische Stadt Bodrum hatten. Am späten Nachmittag erfrischten wir uns dann wieder am Strand von Tigaki, was bei 34 Grad Schattentemperatur eine enorme Erfrischung war!

Am Zweiten Tag unserer Erkundungstour leerten wir im höchstgelegenen Bergdorf Zia unsere Geldbörsen, denn dort gibt es Souvenirs wesentlich günstiger als irgendwo anders. Anschließend erwartete uns ein anstrengender Aufstieg zur Burgruine von Palea Pyli. Die Natur und die Stille entschädigte jedoch die Strapazen! Auf einer einsamen Bank mit grandioser Aussicht genossen wir dann erst einmal unsere Nektarinen aus Kos-Stadt.

Mein Tipp: in der Taverne gibt es ein Freiluft-WC, was ein tolles Foto wert ist.

Als nächstes besichtigten wir das antike Krankenhaus von Asklipion, das uns einen klaren Blick auf die nördlich von Kos liegenden Inseln ermöglichte.

Danach fuhren wir zur Embros Therme-eine kleine Thermalquelle, in der sich heißes, unterirdisch austretendes, schwefelhaltiges Wasser mit Meerwasser vermischt. Nicht nur der Schwefelgestank kostete beim Betreten dieser Therme etwas Überwindung, auch das 40 Grad heiße Wasser an sich-bei 34 Grad Lufttemperatur.

Zum Abschluss fuhren wir nach Kardamaina, um für den nächsten Tag eine Überfahrt zur Vulkaninsel Nissyros zu buchen. Dies kann ich nur empfehlen, da wir dort statt wie von der Reiseleitung angebotenen 45€ nur 24€ bezahlten.

9:30 Uhr setzte das Boot dann zu Überfahrt ab. Nach einer einstündigen Fahrt erreichten wir die Hauptstadt der Insel Mandraki, von wo aus wir mit einem Bus (im Preis bereits enthalten) zur Caldera fuhren. Der Stefanos-Krater ist von Schwefel glitzernd gelb gefärbt und verbreitet wieder diesen ekelerregenden Geruch, den ich noch von der Thermalquelle gut in Erinnerung hatte. Nach einem etwas staubigen Abstieg standen wir mitten im Krater, um dann bereits nach wenigen Minuten wieder hinauf zu gehen. Wir hatten jedoch noch einige Stunden Zeit um Mandraki zu erkunden, was die Überfahrt doch noch lohnenswert machte.

Nach einem kurzen Snack liefen wir zum Strand, der keinesfalls zum Baden einlädt... Er ist sehr felsig und somit bei stärkerm Wellengang recht gefährlich, sodass wir uns nur auf die Felsen setzten und uns von Wellen umspülen ließen.

Mein Tipp: berühmt für diese Insel und unheimlich lecker ist die Mandelmilch. Also unbedingt probieren!

Am letzten Tag erkundeten wir den Westen der Insel, der jedoch nur wenige Sehenswürdigkeiten bietet und recht karg besiedelt ist. Das Kloster Agios Ioannis Prodromos ist einen kurzen Stopp wert. Ist die Tür des Klosters einmal verschlossen: der Schlüssel befindet sich unter einem Stein auf dem linken Fensterbrett. Besondere Beachtung verdient auch der mit zahlreichen einzelnen Steinen sehr aufwendig gestaltete Platz vor dem Kloster.

Bei den Ruinen der Basilika Agios Stefanos, nahe der schmalsten Stelle von Kos, liegt die winzige Insel Kastri, zu der man sogar schwimmen kann.

Abschließend besuchten wir noch das traditionelle Haus in Antimaheia, welches durch die finanzielle Unterstützung der gesamten Dorfgemeinde entstand.

Noch ein Tipp von mir: auf der rechten Seite der Hauptstraße, von Antimaheia nach Kos, befindet sich unweit von Antimaheia entfernt eine Konditorei, in der es viele Leckereien gibt.

Fast jeden Abend machten wir nach dem Abendessen noch einen Spaziergang zum Alikés-See, ein Überwinterungs- und Naturschutzgebiet für zahlreiche Wasser- und Watvögel, darunter sogar Flamingos. Der Sonnenuntergang war atemberaubend: im Hintergrund die Inseln Pserimos und Kalymnos, im Vordergrund der See mit etlichen Flamingos und das Ganze eingehüllt in den warmen Farben des Sonnenunterganges-traumhaft!

In ein paar Tagen kann man mit einem Mietwagen die ganze Insel erkunden, anschließend bleibt sogar noch Zeit für die Sehenswürdigkeiten drum herum, wie Bodrum, die Vulkaninsel Nissyros oder die Schwamminsel Kalymnos und zwischendurch kann man immer wieder ins kühle Nass und sich am Strand entspannen.

Die kleine Insel Kos hat also einiges zu bieten und eignet sich daher sowohl für Natur- und Kulturliebhaber, als auch für Abenteurer, Wanderer und Badetouristen.

Da ich persönlich die Gastfreundschaft und die Freundlichkeit der Griechen sehr zu schätzen weiß, ist Griechenland immer wieder ein bevorzugtes Reiseziel für mich, egal ob Festland oder eine der vielen Inseln.

Es gibt überall eine Menge zu entdecken!

Anonym

Kos

Tigaki

Asklipiḯon

Pýli

Nísos Nísyros

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