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Kurzreise durch Meck-Pomm

- Ein Reisebericht -

Zeit für einen dreitägigen Kurzurlaub: Wir fahren ein kleines Stück entlang der Europäischen Route der Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Route ist eigentlich sehr lang und verläuft von Dänemark bis Polen entlang der Ostseeküsten und ein Stück hinein ins Binnenland. Wir haben uns den kleinen Ausschnitt mit Parchim und Güstrow ausgesucht, südlich von Rostock gelegen.

Der erste Tag führt uns nach Parchim, einer der ältesten Städte Mecklenburgs. Das mittelalterlich anmutende Stadtbild wird geprägt von zwei gotischen Kirchen: St. Georgen aus dem 13./14. Jahrhundert und St. Marien, dem ältesten Gebäude der Stadt. Die Kirche wurde bereits im Jahre 1278 geweiht. Beide Kirchen bieten ein beeindruckendes Inneres.

Das bedeutendste gotische Bauwerk ist aber das alte Rathaus. Erbaut als spätgotisches Backsteingebäude mit verblendeten Staffelgiebeln, ist es mit seinem gotischen Keller ein sehenswertes Ziel.

Besonders gut gefallen haben uns in Parchim aber nicht nur die Bauwerke und alten Gassen: Eine tolle Idee ist die „nette Toilette“! Hier stellen die örtlichen Gastronomen ihre Toiletten den Gästen der Stadt kostenlos zu den angegebenen Öffnungszeiten zur Verfügung. Aufkleber an Tür oder Fenster sowie die Kennzeichnung im Stadtplan sorgen so dafür, dass kein Urlauber in Bedrängnis gerät.

Durch die Stadt verläuft das Flüsschen Elde. Dadurch bieten sich verschiedene Möglichkeiten für den Wassersport. Da Ort und Umland flach sind, kommen auch ungeübte Radsportler zum Zuge. Leider hatten wir nicht ausreichend Zeit, uns sportlich zu betätigen.

Den zweiten und dritten Tag haben wir in Güstrow verbracht. Güstrow wird auch als die Barlachstadt bezeichnet, da der Künstler Ernst Barlach hier gewohnt und gewirkt hat. In einem Atelier-Haus, idyllisch am Inselsee gelegen, kann man verschiedene seiner Bilder und Plastiken bewundern. Im gotischen Dom der Stadt befindet sich das vermutlich berühmteste Werk Barlachs „Der Schwebende“.

Unbedingt besichtigen sollte man das Schloss Güstrow, ein imposanter Bau am Rande der Innenstadt und nicht weit vom Dom gelegen. Dort findet man auch das Stadtmuseum. Ein Besuch der Gertrudenkapelle führt wieder zurück zur Backsteingotik: Sie wurde als Fachwerkkonstruktion mit Backsteinmauerwerk errichtet, diente früher als Wallfahrtskapelle und beherbergt jetzt ein weiteres Güstrower Museum für die Werke Barlachs.

Die Stadtmitte Güstrows wird jedoch beherrscht von der Pfarrkirche St. Marien, ebenfalls ein Bauwerk der Backsteingotik, und dem direkt daneben stehenden Rathaus. Auf dem kleinen Platz zwischen beiden Gebäuden findet regelmäßig der Markt statt, der Kulinarisches aus dem Umland bietet.

Apropos Kulinarik: Wer zu vernünftigen Preisen wirklich gut und noch dazu in gemütlichem Ambiente essen gehen will, der sollte das Restaurant Wunderbar in einer kleinen Seitenstraße der Stadtmitte besuchen. Hier gibt es einen Mix von Gerichten aus aller Welt, mit viel Liebe und frisch zubereitet.

Was in Güstrow noch auffällt, sind die vielen kleinen Fachgeschäfte, die sich in den alten Gassen und Straßen aneinander reihen. Es ist einfach gemütlich, dort entlang zu bummeln. So wird ein Besuch in Güstrow nicht nur ein kulturelles Erlebnis, sondern einfach auch ein Wohlfühlbesuch mit Erholungswert.

Güstrow

Anonym

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