Kurztrip an den Bodensee

- Ein Reisebericht -

Meersburg

Der frühsommerliche April, dessen Wärme einen ganz einfach in die Ferne, in den Urlaub treibt, war wie geschaffen für einen Kurztrip an den Bodensee mit meiner Freundin.

Die Autofahrt gestaltete sich tatsächlich angenehmer als gedacht, zumal die Aufbruchsstimmung und Vorfreude auf das Wochenende in unseren Körpern brodelte. Angekommen in Meersburg, stellten wir fest, das unser Gästehaus, die Pension "Herzog" ein kleines bisschen außerhalb von Meersburg, im kleinen aber feinen Dörfchen Unteruhldingen residierte.

Das Haus war schnell zu finden und lächelte uns bereits durch seine schöne hölzerne Fassade an. Direkt hinter dem Haus war bereits ein Parkplatz reserviert, den uns das überaus herzliche Personal, eine ältere Hausfrau zuwies und uns dann unser Zimmer präsentierte. Wie zu erwarten war dieses größer als ein Hotelzimmer, der Komfort und Platz beeindruckte uns aber dennoch.

Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg zu den berühmten Pfahlbauten in Unteruhldingen, die wir bequem zu Fuß in nur wenigen Minuten erreicht hatten. Um etwa 13 Uhr kamen wir zu einer guten Uhrzeit, um uns dieses fantastische Unesco- Weltkulturerbe anzuschauen, welches das Leben der Menschen in Unteruhldingen zur Steinzeit glaubwürdig und realitätsnah widerspiegelt. Wir kamen günstig ins Innere der Bauten und wurden mit manch anderen Neugierigen Besuchern von einer offenen und netten Angestellten durch das Pfahlbautengebiet geführt.

Nach zwei Stunden hatten wir genug gesehen, doch unser Tatendrang kannte kein Ende. Am frühen Abend besuchten wir noch das Schloss Salem, zu dem wir nicht lange fahren mussten. Obwohl das Schloss für seine Prominentenkinder, die hier zur Privatschule gehen, bekannt ist, trafen wir auch hier niemanden außer Touristen und einer Gruppenleiterin, die uns auch hier alles genau erklärte.

Abends genossen wir in Meersburg direkt am Bodensee ein feines Abendessen, was leider nicht ganz günstig war, bei einer so hohen Touristendichte ist das ja allerdings auch kaum zu erwarten.

Der nächste Tag läutete unseren morgendlichen Besuch des so genannten Affenbergs in Salem, zu dem es am Vortag leider nicht mehr gereicht hatte, ein und bezauberte uns durch eine wirklich einzigartige Erfahrung. Denn hier kann man auf etwa 20 Hektar Waldgebiet mehr als 200 Berberaffen die Hand schütteln und sie mit speziell zubereitetem Popcorn füttern. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ist das ein in Deutschland nur hier mögliches, fantastisches Erlebnis.

Am dritten und letzten Tag unseres Besuchs am Bodensee fuhren wir, pflichtbewusst wie wir waren mit der Fähre über den See, passierten die Insel Mainau, deren Andrang wir uns entsagten und gingen schließlich in Konstanz von Bord. Da wir keinen Reiseführer im Gepäck hatten, erkundeten wir die Stadt auf gut Glück und flanierten am See entlang, durch die Altstadt, kauften in einigen kleinen edlen Kleidungsgeschäften ein und beendeten unseren Urlaub schließlich mit einem guten Eis, dass wir mit den Füßen ins Wasser baumelnd, direkt am See genossen.

Obwohl unsere Reise am nächsten Morgen schon endete uns es wieder heimwärts ging, versanken wir keineswegs in Wehmut, sondern waren froh in drei Tagen so viel tolles erlebt zu haben.

Anonym

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