Kurztrip nach Berlin

- Ein Reisebericht -

Helau in Berlin? Von wegen - nicht den leisesten Hauch von Faschingstreiben konnten wir während unseres dreitägigen Aufenthaltes in der Hauptstadt entdecken, weder am Rosenmontag noch am Faschingsdienstag. Es war zwar auch nicht unser erklärtes Ziel gewesen, nach Berlin zu fahren um Karneval zu feiern, dass dieser dort aber komplett ausfällt, hatten wir nicht erwartet. Das Nachtleben allgemein scheint von Sonntag bis Mittwoch zu ruhen, um am Wochenende wieder auf Touren zu kommen. Davon überzeugen konnten wir uns leider nicht mehr.

Eine Städtereise innerhalb Deutschlands im Februar zu unternehmen ist nur bedingt empfehlenswert. Als wir (zwei Mädels Anfang 30) uns im November 2009 mit Reisekatalogen bewaffnet auf einen Cappuccino trafen, war nur klar: Hauptsache weg und zwar so schnell wie möglich. Aus "so schnell wie möglich " im November wurden dann letztendlich die Faschingsferien im Februar. Leider war der Winter in diesem Jahr besonders ausdauernd und hatte auch die Hauptstadt fest in seiner kalten Hand. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, auch tagsüber und schnee-, bzw. eisbedeckten Gehwegen wurde jeder Ausflug zu einer Zitter- und Rutschpartie. Da wir uns aber fest vorgenommen hatten, so viel wie möglich von der Stadt zu sehen, trotzten wir der Kälte und machten uns auf den teilweise sehr langen Weg zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten.

Beide eher ortsunkundig in Berlin, wählten wir das Hotel Andels an der Landsberger Allee, fünf Trambahnhaltestellen vom Alexanderplatz entfernt, was uns nicht all zu weit erschien. Im Nachhinein betrachtet ist ein Hotel direkt am Alex als großer Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel sinnvoller, da wir doch sehr viel Zeit mit Warten auf Tram-, U- und S-Bahnen verbracht haben, was im Sommer vielleicht nicht so tragisch ist, bei Minus 10 Grad aber echt keinen Spaß macht.

Das Positive an unserer Reisezeit war das Angebot des Reiseveranstalters, drei Nächte bleiben, aber nur zwei bezahlen. Somit wurde das Hotel zum echten Schnäppchen, denn es handelte sich um ein nagelneues Viersternehaus, wobei für uns nicht ersichtlich war, warum hier nicht fünf Sterne vergeben wurden. Das Zimmer mit Bad war topmodern und hochwertig eingerichtet, das Frühstücksbuffet sehr vielfältig und erlesen, aber vor allem der Service war perfekt. Der Concierge merkte sicher sehr schnell, dass da zwei absolute Landeier vor ihm standen und war bemüht, uns mit Tipps hilfreich zur Seite zu stehen.

Als Berlinneulinge haben wir uns natürlich die allgemein bekannten Sehenswürdigkeiten vorgenommen und können hier jetzt keine Geheimtipps preisgeben. Ein Kulturhighlight ist der Besuch des Neuen Museums, auch wenn man sich, im letzten Stockwerk angekommen, etwas erschlagen fühlt.

Was sich schlussendlich auch noch als vorteilhaft erwiesen hat, war das Reisen mit der Bahn. Da wir die Tickets schon relativ bald reservieren konnten, zahlte jede Person für die Hin- und Rückfahrt nur 100 Euro im ICE. Wir mussten nur einmal umsteigen und hatten unser Reiseziel innerhalb von 4,5 Stunden erreicht.

Berlin - auf jeden Fall eine Reise wert, aber vielleicht doch eher im Frühling.

Berlin

anonym

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