Kurzurlaub in Salzburg

- Ein Reisebericht -

„Salzburg ist immer eine Reise wert!“ dachten wir uns und entschlossen uns spontan zu einem selbstorganisierten Kurzbesuch per Zug. Wir waren gespannt, ob die Stadt ihrem "Sound of Music" Image entspricht.

Der Hauptbahnhof ist derzeit kein Aushängeschild für das „Venedig des Nordens“, wie Salzburg auch genannt wird. Eine große Baustelle, Umleitungen, kaum Serviceeinrichtungen. Nun, wir waren schließlich nicht hergekommen, um den Bahnhof zu besichtigen, oder?

Das Busterminal liegt direkt am Vorplatz des Hauptbahnhofs. Mit dem günstigen Vierundzwanzig-Stunden-Ticket kann man innerhalb der Stadt jeden Bus benützen. Das lohnt sich jedenfalls!

Unser erster Weg führte uns in die Getreidegasse. Schön, aber zu voll, lautete unser Fazit bereits nach wenigen Minuten. Das war allerdings gar kein Problem: bereits die nächste Parallelgasse, ebenfalls Fußgängerzone, auch sehr sehenswert, war deutlich ruhiger. Salzburgs Innenstadt ist klein, aber fein. Beiderseits der Salzach fanden wir viele Geschäfte zum Stöbern und Gassen zum Flanieren, Kirchen und Museen zum Besichtigen und Gaststätten sowie Cafes zum Ausruhen.

Besonders entlang der Linzergasse fanden wir interessante kleine Geschäfte, wie einen Indie-Plattenladen, ein Strumpf- und ein Kerzenfachgeschäft. In dieser Gasse liegt auch ein besonderes Juwel von Salzburg versteckt: der Friedhof der Kirche Sankt Sebastian. Obwohl hier einige Salzburger mit sehr klangvollen Namen ihre letzte Ruhe gefunden haben, waren wir mitten im Hochsommer die einzigen Besucher. So konnten wir in aller Ruhe die alten Grabinschriften bewundern und die Gräber von Leopold und Constanze Mozart, Paracelsus und Erzbischof Wolf Dietrich betrachten. Der - seit über hundert Jahren aufgelassene - Friedhof strahlt eine tiefe Ruhe aus.

Unser persönliches Highlight bei den Kultureinrichtungen war das Haus der Natur. Dieses Museum zum Anfassen und Bestaunen bietet wirklich für jeden etwas: Aquarium und Reptilienzoo mit lebenden Tieren, ein großes Science-Center mit vielen interessanten Stationen, Ausstellungen zu Themen wie Weltraum, menschlicher Körper, Dinosaurier, Wasser, die Welt der Kristalle und vieles mehr. Das Haus der Natur ist nicht nur für Familien eine sehr lohnende Sache, und ein spezieller Tipp für Regenwetter.

Auch den Salzburger Tiergarten haben wir besucht. Klein, aber fein, lautet unser abschließendes Urteil. Verbindet man den Zoobesuch mit einem Spaziergang durch den Park Hellbrunn inklusive Monatsschlössl, Steintheater, Wasserspiele und Schlossbesichtigung, kann man schon fast einen ganzen Tag einplanen. Es lohnt sich!

Unser Fazit: Salzburg ist jederzeit einen Besuch wert und eignet sich hervorragend für einen Kurzurlaub. Allerdings ist Salzburg ein teures Pflaster, und kostengünstige Zimmer sollte man sich rechtzeitig sichern. Dann ist ein schöner Aufenthalt schon fast vorprogrammiert.

Anonym

Salzburg

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