L'Albir im Herbst

- Ein Reisebericht -

Wo kann man im Oktober noch im Meer baden und braucht von Deutschland aus nicht mehr als 2 Flugstunden? Im Herbst 2010 erschien uns das zunächst kaum machbar und wir machten uns schon darauf gefasst, den Kontinent wechseln müssen. Stattdessen überraschten uns die Temperaturen an der Costa Blanca Spaniens. Hier wurden Anfang Oktober noch Temperaturen von über 25 Grad gemessen und man konnte mit 8 Sonnenstunden täglich rechnen. Also nichts wie hin.

Wir haben unseren Urlaub komplett selbstorganisiert, hatten Glück und fanden einen Billigflug bis Alicante. Die Anreise war so zwar wenig komfortabel und etwas stressig, aber wir waren ja auch nicht lange unterwegs. Einen Mietwagen hatten wir dann erst vor Ort gebucht, weil die Zeit zu Hause etwas knapp war. Wir gingen an den Schalter von doyouspain und haben uns ein Angebot unterbreiten lassen, welches wir am Ende sogar noch etwas herunterhandeln konnten. Für einen Tag bezahlten wir am Ende 19 Euro und hatten dabei sogar noch den zweiten Fahrer kostenfrei inklusive. Eine Klimaanlage ist im Herbst zwar ganz nett, aber meiner Ansicht nach auch nicht mehr zwingend nötig.

Unsere Unterkunft buchten wir vorab im Internet, mussten dann allerdings etwas danach suchen. Nachdem wir ankamen, standen wir vor eiem wunderschönen kleinen Apartement auf einem abgeschlossenen Grundstück, welches etwas erhöht lag und in den Hang gebaut war. Von unserem Balkon aus genossen wir einen wahnsinnigen Blick über die bergige Hinterlandschaft und schon am nächsten Tag hatten wir aufgrund des Ausblicks große Lust auf eine Wanderung. Kurzerhand haben wir uns eine Route in einem Reiseführer ausgesucht und uns auf den Weg gemacht. Von L'Albir fährt man rund 30 bis 40 Minuten in das wunderschöne Städtchen Benissa. Das kleine Zentrum ist das ganze Jahr über hübsch geschmückt und hier kann man Spanien von seiner lebhaften Seite beobachten. Schon am frühen Morgen ist hier Leben in den Straßen und es gibt sehr viele kleine Märkte und Lebensmittelgeschäfte. Von dort aus gibt es einige Möglichkeiten den Weg bergaufwärts zu wählen und eine der vielen Wanderrouten zu verfolgen. Unsere Route war sehr gut ausgeschrieben: wir haben uns für einen Rundweg entschieden, der rund 10 Kilometer betrug und parkten unser Auto an einem öffentlichen Parkplatz, an dem wir allerdings die einzigen waren. Auch die komplette Wanderung über kamen uns keine anderen Menschen entgegen und wir genossen die Ruhe und die tollen Ausblicke über das Hinterland Spaniens. Die Route war toll ausgeschildert und an unserem höchsten Punkt konnten wir fast die gesamte Costa Blanca überblicken und die Hochhäuser Benidorms wirken von dieser Entfernung fast schon etwas irreal.

Die nächsten Tage verbrachten wir immer in den umliegenden Orten: Die Strände von Calpe, jeweils links und rechts des Felsens, haben uns sehr gut gefallen und tatsächlich war das Wasser im Meer noch so warm, dass wir Mitte Oktober darin baden konnten. Dazu kam die Tatsache, dass zu dieser Zeit bereits sämtliche Liegen abgebaut waren und man kaum noch Touristen erwartete. Zwar brachte das auch mit sich, dass viele Restaurants schon geschlossen hatten, aber wer einen Mietwagen hat, der ist in seinem Urlaub so flexibel, dass er in der Umgebung immer etwas finden kann. Wer es hektisch mag, der kann einen Tages- oder Abendausflug ins benachbarte Benidorm machen. Hier trifft man zwar lediglich auf Partywütige, aber es gibt jede Menge verschiedene Unterhaltungsmöglichkeit und viele tolle Geschäfte. Auch wenn wir nur 6 Tage dort waren, haben wir jeden Moment genossen und dieser verkürzte Herbsturlaub hat uns unheimlich gut getan.

Anonym

Benissa

Alicante

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