La Gomera - die Insel der

- Ein Reisebericht -

Ich hatte eigentlich keine Lust! Nein, nein, nein, ich wollte da nicht hin! Nicht schon wieder Urlaub an einem Ort an dem es mit der "Ex" so toll war! Mein Mann ließ diesbezüglich wirklich kein Fettnäpfchen aus. Nur damals konnte er dort nicht wandern, weil seine Kinder noch so klein waren. Nein, ich hatte wirklich keine Lust auf La Gomera. Und meine gebrochene Nase war auch noch nicht richtig verheilt. Nach einigem Hin und Her wurde der Urlaub dann doch geplant und kurz darauf auch angetreten. Die Anreise war relativ langwierig. Erst der Flug bis Teneriffa, dann warten, dann Bus zur Fähre und wieder warten. Mit der Fähre nach La Gomera und.......genau.......warten bis der Bus kommt der uns dann auf die andere Seite der "wilden" Insel brachte wo sich unser Aparthotel befand.

La Gomera Das Apartment war einfach und zweckmäßig, aber sauber. In der Mitte der Anlage war ein wunderschöner üppiger Garten in dem sich auch der Pool befand. Eine abendliche Erkundungstour durch Valle Grand Rey, unserem Urlaubsort, verlief für mich enttäuschend, da die Strände mehr als dürftig waren. Schwarzer, grober Kies, statt feiner Sand. Den einzigen Platz der die Bezeichnung Strand meiner Meinung nach verdient hatte, war der Playa Ingles. Doch dort war es nur den Mutigsten und Schmerzfreiesten vorbehalten ins Wasser zu gehen, da die Steine mit solcher Wucht von den Wellen gegen den Strand geschleudert wurden, das sie einem die Füße aufrissen. Nichts für meine französischen Luxusfüßchen! Meinem Mann sagte ich nichts von meiner Enttäuschung, wir hatten schon genug Streit gehabt, wegen der Wahl seines Urlaubsortes. Am nächsten Tag brachen wir dann zu unserer ersten Wanderung auf. Etwas lustlos folgte ich meiner besseren Hälfte die steile Straße nach El Guro hinauf, wo der eigentliche Wanderweg anfing. Langsam begann ich einen Blick für die karge und schroffe Schönheit der Insellandschaft zu entwickeln. Karstige Hänge bewachsen von Kakteen, Sukkulenten und Palmen. Die Häuschen des Künstlerdorfes El Guro klebten wie Schwalbennester am Steilhang. Dicht an dicht. Dem Wanderweg zu folgen, erwies sich als abenteuerliche Suchaktion, da viele Hinweise und Malereien dem Zahn der Zeit erlegen waren und der Reiseführer schon etwas älter war. Doch zu guter Letzt gelangten wir doch noch zu dem Wasserfall, der eigentlich nur ein sanftes Rinnsal war. Doch der Weg ist oft das Ziel. Und das war in diesem Fall so. Ich mochte diesen Urlaub jetzt, den ich so abgelehnt hatte. Ich verstand meinen Mann, warum er wieder auf diese Insel wollte. Nicht wegen der "Ex" oder den Erinnerungen an den letzten Urlaub hier. Einfach wegen dem Eiland und seiner Einzigartigkeit. Der Insel für "Nichtschwimmer" und Individualisten. Für Entdecker und Genießer. An den folgenden Tagen wanderten wir auf noch drei weiteren Routen über die Insel. Eine atemberaubender und kontrastreicher als die andere. Ich habe meine eigenen Erinnerungen an diesen wundervollen Urlaub und die sind nicht an eine Person gebunden.

Anonym

Unsere Servicezeiten:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 22:00 Uhr
Freitag - Samstag: 09:00 - 20:00 Uhr
Sonn- & Feiertage: 11:30 - 20:00 Uhr

Jetzt anrufen!