Madeira, ein Paradies für Wanderer und Feinschmecker

- Ein Reisebericht -

Spontan entschlossen wir uns im Oktober noch einmal Sonne zu tanken und flogen nach Funchal

Porto Moniz, einem Ort der auf einer Lavazunge liegt, schwammen wir in den Naturpools, die es glaube ich, sonst nirgends so gibt. Das Wasser wird durch die Wellen ausgetauscht, man schwimmt in einer Betoneinzäunung im Meerwasser, der Boden ist aber der Meeresboden und es gibt natürlich auch Fische die durch die Wellen in den Pool gespült wurden. Es ist etwas ungemütlich zum Sonnen, man liegt auf einem nicht sehr schönen und bequemen Betonboden. Die ganze Anlage ist nicht sehr liebevoll und angenehm gestaltet, aber die Pools sind schön. Hier gibt es auch eine schön gestaltete Uferpromenade und ein paar kleine Geschäfte.

Eine zweite Wanderung haben wir am äussersten Zipfels im Südosten der Insel unternommen, an der Ponta Sao Lourenco unternommen, einem wüstenähnlichen Flecken Erde. Der Weg ist ziemlich anstrengend und es ist sehr windig. Besser man ist schwindelfrei sonst fliegt man im hohen Bogen in das aufgewühlte Meer. Der Weg führt über ein paar steile Hügel hin zu einer Bucht an einen Bootsanleger Cais do Sardinha. Von hier aus sieht man auch den aussergewöhnlichen Flughafen Madeira, den die einheimischen Akropolis nennen, weil die Landebahn auf weissen Säulen ins Meer gebaut ist.

Es gibt auch schöne Wanderungen im Innern der Insel, in den Hochmooren und den Gebirgen. Leider war in der Zeit als wir da waren, das Wetter zu schlecht. Wir sind nur mit dem Auto ins Gebirge gefahren, es war so dichter Nebel, dass wir fast nichts gesehen habe.

Wir haben noch eine sehr schöne Wanderung im Norden der Insel entlang der Levada da Central da Ribeira da Janela gemacht. Dort ist die Insel sehr unberührt, die Vegetation mit Lorbeerbäumen und Avocadobäumen ist sehr urwüchsig. Es war eine leichte Wanderung, man musste nur 2 Tunnel durchqueren, also ist eine Taschenlampe von Nutzen.

In Camara de los Lobos gibt es sehr schöne Ausblicke auf das Meer und ein paar gute Restaurants. Die Promenade führt am romantischen Hafen vorbei, man kann hier entspannen und das mediterrane Flair auf sich wirken lassen. Kulinarisch gesehen muss ich nach hinzufügen, dass der Madeirawein sehr gut ist (besser als ich dachte). Er ist süss und man kann ihn als Aperitif oder Digestif geniessen. Die Blandy-Winery kann man auch besuchen. Die Teekultur auf dieser Insel besteht immer noch. Es gibt viele Teehäuser, besonders bekannt ist die "Tea-Time" im berühmten Reid- Hotel.

Madeira ist eine kleine Insel, die man in einem Tag mit dem Auto umrunden kann. Die Wege zu den verschiedenen Ortschaften sind nie weit. Die Menschen sind, ausser im Touristenzentrum Funchals, nett und gastfreundlich. Das Essen ist schmackhaft, wenn man sich nicht in den üblichen Touristenrestaurants aufhält (besonders der Fisch in Bananenblättern). Ausserdem ist es hilfreich zu wissen, dass das Wetter im Süden auch gut ist, wenn es im Norden oder in den Bergen regnet.

Anonym

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