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Madrid - die Zeit vergeht im Flug

- Ein Reisebericht -

Wenn man glücklich ist, vergeht die Zeit wie im Flug – und für mich ist diese Lebensweisheit ganz besonders zutreffend, wenn ich mich in Madrid aufhalte. Im letzten Jahr habe ich eine selbstorganisierte Reise in die spanische Hauptstadt unternommen – und die zwei Wochen kamen mir beinahe wie zwei Tage vor.

Die Anreise fand mit dem Flugzeug statt, denn von Deutschland aus sind Flüge nach Madrid bereits ab etwa 100 Euro zu haben und die Flugzeit beträgt lediglich 2 Stunden. Untergebracht war ich bei einem guten Bekannten. Gerade für meine kulinarischen Vorlieben lag dessen Wohnung wirklich optimal. Denn es gibt zwei Dinge, auf die ich bei einem Besuch in Madrid nicht verzichten möchte. Man mag vielleicht darüber erstaunt sein, aber die chinesischen Restaurants in der spanischen Hauptstadt sind absolut empfehlenswert. An wirklich jeder Ecke findet man einen „Chino“, bei dem man für wenig Geld erstaunlich gut essen kann. Natürlich sind die Gerichte an den europäischen Gaumen angepasst. Auf jeden Fall gibt es auch für den kleinen Geldbeutel schmackhafte und frisch zubereitete Speisen. Mein anderes „must-eat“ sind selbstverständlich die typisch spanischen Tapas. Während meines Aufenthaltes in Madrid gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht in einer Tapas-Bar war. Jedoch sind die kleinen Häppchen in Spanien etwas ganz anderes als in Deutschland. Meine liebsten Tapas-Bars in Madrid sind das „El Tigre“ im Zentrum, nahe bei der Prachtstraße „Gran Via“ und das „Los amigos, welche praktischerweise nur drei Minuten Fußweg von der Wohnung meines Bekannten entfernt lag. In diesen beiden Bars kann man für etwa 10 Euro sowohl satt als auch sitt werden. Denn lediglich die Getränke müssen bezahlt werden. Und hier schlägt zum Beispiel ein „Tinto der verano“, also ein sogenannter Sommer-Rotwein mit gerade einmal 2,50 Euro zu Buche. Dafür erhält man ein großes Glas mit einem erfrischenden Getränk aus Rotwein und Zitronenlimonade und dazu einen ganzen Teller voller Tapas. Diese werden nicht einzeln geordert. Man erhält immer das, was eben gerade da ist. Das kann unter anderem Weißbrot mit Schinken, Käse oder gegrillten Champignons, Tortilla de patatas, Bratkartoffeln mit Knoblauchsoße oder scharfer Soße oder Croquetas, also Kroketten, mit verschiedenen Füllungen sein. Aber ganz egal, was auf dem Teller landet – es ist köstlich und reichlich.

Aber auch abseits der kulinarischen Seite hat Madrid viel zu bieten. Keinesfalls verpassen wollte ich den weltberühmten Prado, für den leider auch ein ganzer Tag nicht ausreicht. Zudem sind die unzähligen Parks sehenswert. Mein liebster Ort jedoch ist der Templo de Debod. Dieser altägyptische Tempel wurde nahe des Plaza España mit dem Cervantes-Denkmal neu aufgebaut. Sowohl der Tempel als auch der ihn umgebende Park sind sehenswert. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick über weite Teile der Stadt – und die Zeit vergeht wie im Flug.

Madrid

Anonym