Mal wieder Ostseeurlaub

- Ein Reisebericht -

Nachdem wir in den letzten Jahren unseren Urlaub im Ausland verbracht haben, zog es uns in diesem Jahr mal wieder an die Ostsee. Nach den notwendigen Vorbereitungen starten wir mit dem Auto unsere Urlaubsfahrt. Bald erreichten wir per Navi Zecherin und mussten prompt warten, da die Klappbrücke gerade für den Schiffsverkehr geöffnet war. Dann ging es ohne Probleme zum Ostseebad Zinnowitz. Unsere Pension lag zwar im Stadtzentrum, aber in einer etwas ruhigeren Nebenstraße. Bis zur Promenade und zum Strand waren es nur wenige Gehminuten. Nach den Anmeldeformalitäten bezogen wir unser gemütlich eingerichtetes Zimmer und wurden gleich vom Geschrei der Möwen begrüßt, die von nun an unsere täglichen Begleiter wurden.

Zinnowitz war und ja schon aus früherem FDGB- Urlaub bekannt. Umso mehr staunten wir über die Veränderungen aller Art. Waren wir damals froh, unsere Verpflegung im Ferienhaus zu bekommen, laden heute überall Gaststätten zum Verweilen ein. Dabei ist von der einfachen Imbissbude bis zum Nobelrestaurant alles vertreten.

Unsere Urlaubstage begannen immer mit einem ausgiebigen Frühstück in der Pension. Dann ging es meist gleich Richtung Strand. Da das Wasser der Ostsee auf Grund seiner Temperatur nicht gerade zum Baden einlud, genossen wird die frische Salzluft und den Sonnenschein so im gemieteten Strandkorb. Interessiert beobachteten wir dabei auch das rege Treiben auf der nahegelegenen Seebrücke. Ständig kamen und gingen Menschen, blieben am Geländer stehen, schauten auf den stetigen Wellengang oder fütterten die Möwen. Mich beeindruckte dabei immer wieder, wie geschickt und schnell die Tiere die in die Luft geworfenen Brocken mit ihrem Schnabel auffingen. Von der Seebrücke aus hatte man die Möglichkeit, per Schiff andere Orte der Insel oder das benachbarte Polen zu erreichen. Eine besondere Attraktion war aber die Tauchgondel, die an einem in den Ostseeboden gerammten Pfeiler in die Fluten gleitet. Dabei kann man die Unterwasserwelt bestaunen und erhält gleichzeitig verschiedene Informationen über das Leben im Meer. Uns war aber immer entweder die Wartezeit oder die Schlange der bereits Wartenden zu lang.

Der Höhepunkt unseres Urlaubs war die gebucht Busrundfahrt. So erhielten wir neben kurzen Einblicken in bekannte Kaiserbäder auch welche von kleinen Fischerdörfern. Besonders interessant fand ich dabei die Geschichte der Eisenbahn-Hubbrücke bei Karnin. Bis 1945 war sie die Zugverbindung zwischen Berlin und Swinemünde Sie wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg gesprengt, so dass man jetzt nur noch die Reste dieser außergewöhnlichen Konstruktion sehen kann. Aber auch der kurze Busstopp an der Freiland Schweineanlage in Neppermin sorgte bei allen für Aufsehen. Die Tiere leben hier in freier Natur. Bei Bedarf stehen ihnen kleine Hütten als Unterkunft zur Verfügung. Als unser Bus hielt, kamen gleich alle im wahren Schweinsgalopp an, denn sie wussten: Jetzt gibt es wieder zusätzliche Leckerbissen.

Zusammenfassend kann ich sagen: Es war kein Badeurlaub wie in den letzte Jahren. Trotzdem waren es unvergessliche und erholsame Tage.

Ostseebad Zinnowitz

Anonym

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