Mannheimer Stadt-Urlaub statt Urlaub

- Ein Reisebericht -

Nun sind einige Urlauber schon braun gebrannt von den Stränden und Bergen der Welt zurückgekehrt und sie treffen auf Mannheimer, die mindestens ebenso braun und häufig sogar besser erholt aussehen.

Mit 34 Grad kann sich Mannheim mit jeder anderen südlichen Stadt messen und Sonne gibt es auch hier wochenlang.

Urlaub auf Balkonien oder "immer in der ersten Reihe"

Die Daheimgebliebenen haben die Biergärten, Schwimmbäder, Museen, Theater und Kinos sowie die vielen Boutiquen, Shops und Kaufhäuser ganz für sich. Schon früh am Morgen kann man entspannte Neckarstädter sehen, die im Straßencafé oder auf dem eigenen Balkon ihr erstes oder zweites Frühstück einnehmen. Mittags und abends haben sie die Qual der Wahl, ob sie beim Griechen, Italiener, Chinesen, Thailänder oder Inder (Neckarstadt!!) speisen wollten oder ob sie lieber die gute deutsche Küche in einem Biergarten vorziehen sollten. Eiscafés mit unzähligen köstlichen und auch exotischen Sorten sowie Konditoreien und Restaurants mit einer reichlichen Kuchenauswahl müssen ebenfalls nicht lange auf ihre Kundschaft warten.

Wozu also im Stau stehen, in Abflughallen warten, in Zugabteilen schwitzen, wenn es alles auch in unserer Stadt gibt, sagen sich die Stadturlauber und erklären Mannheim und die Umgebung zu ihrem Urlaubsziel. Und sie sparen Reisekosten, brauchen keine Ansichtskarten zu schreiben und keine Souvenirs zu kaufen. Es sei denn, sie bringen für die Schwiegermutter auf dem Heimweg eine Spezialität mit dem appetitlichen Namen "Mannemer Dreck" aus der Konditorei mit.

Sommer, Sonne, Strand in der Stadt

Zugegeben: Eine salzige Meeres-Brise und Salzwasser gibt es hier nicht, aber einen (künstlich aufgeschütteten) Sandstrand inzwischen auch. Das haben die Mannheimer seit einigen Jahren geschafft, um mit der Nordsee, der Ostsee und anderen Meeresregionen mithalten zu können.

Liegestühle, Sonnenschirme aus Palmwedeln, ein Eiscafé und eine Cocktailbar, das alles zaubert Urlaubsstimmung an den Binnen-Strand. Diese Urlaubs-Symbole lassen Stadtmenschen ganz bequem in der Mittagspause oder nach dem geschäftlichen Feierabend von fernen Ufern träumen. Da es auch eine Würstchenbude am Stadtstrand gibt, braucht ein Einheimischer nicht auf sein Lieblingsbier und "Worscht und Weck" zu verzichten.

Kunst, Kultur, Natur, alles in nächster Nähe

Zugegeben, eine Lösung für den Wintersport hat Mannheim noch nicht, aber immerhin das große Eissportzentrum Herzogenried, in dem ganzjährig trainiert oder einfach zum Vergnügen auf Kufen gelaufen werden kann. In der Multifunktionshalle SAP-Arena findet im Sommer eine Aufführung z.B. von "Aida" oder anderen Opern, Shows, Großen Shows statt. Konzerte mit Künstlern von der heimischen Pop-Akademie locken die Fans an. Weltstars treten mit einheimischen Künstlern im Wechsel hier zu jeder Jahreszeit auf. Es gibt für jeden Geschmack etwas zu sehen oder zu hören, im Nationaltheater, im Kinder- und Jugendtheater Schnawwl oder im Kongresszentrum Rosengarten. Von Open-Air-Konzerten im Schlosshof oder in den umliegenden kleinen Freiluft-Theatern ganz zu schweigen.

Der Schwetzinger Schlosspark ist in der Nähe zu finden, die Jugendstil-Stadt Darmstadt und natürlich Heidelberg mit seiner einmaligen Lage, seiner Schloss-Ruine und der quirligen Altstadt, die Touristen aus aller Welt, besonders aus Japan, anzieht.

Ganz in der Nähe findet man die sanften Hügel des Odenwaldes, die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Auto oder mit einem Neckarschiff in kurzer Zeit erreichen kann. Vom Schiff aus sieht man viele Burgen und

Burgruinen, die wie Vogelnester an die Felswände gebaut sind und im Sommer zu Burgfestspielen einladen. Eine der Burgen lädt zur Aufführung des "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe, der das berühmte Götz-Zitat in sein Schauspiel eingefügt hat, von dem heute noch viel Gebrauch gemacht wird.

Sehenswertes für Touristen und Einheimische

All diese Urlaubs-Attraktionen sind für Fremde aus aller Welt interessant. Für die Einheimischen jedoch ganz besonders, da diese ja den Vorzug der "kurzen Wege" haben. Die Stadt, der Fluss, die Architektur, die Sehenswürdigkeiten der Umgebung erscheinen plötzlich in ganz neuem Licht, wenn man sie mit den Augen eines Urlaubers betrachtet. Das ist ein großer Vorzug des Stadt-Urlaubs, den ich ihn schon oft genossen und schätzen gelernt habe.

Mit dem Schiff auf dem Neckar und dem Rhein nach Rotterdam oder Basel

Wenn dem Mannheim-Urlauber die Quadratestadt zu eng wird, fährt er von der Anlegestelle am Neckar aus mit einem sogenannten Juchhee-Dampfer bis nach Basel oder in die umgekehrte Richtung nach Rotterdam. Dazwischen sind Stationen wie der Rheinfall von Schaffhausen, die Loreley, die Landschaft und die Städte entlang dieser romantischen Route durch Deutschland und Holland zu bewundern.

Mannheim, die Stadt zwischen zwei Flüssen, ist meine Urlaubsstadt und mein Domizil

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt. Das ist das Fazit, das ein Stadturlauber sehr schnell ziehen wird. Wenn die Urlaubs-Stadt Mannheim heißt, dann kommt bestimmt keine Langeweile auf. Und die Sache mit dem Meerwasser, die kriegen die Stadtväter sicher auch noch hin. Vielleicht mit einer Salzwasser-Pipeline direkt von der Nordsee hierher in die großen und kleinen Schwimmbäder?

E. Zorn

Mannheim

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