Mein schöner Urlaub in Kopenhagen

- Ein Reisebericht -

Wer - wie ich - das erste Mal nach Kopenhagen kommt, wird sich über unsere dänischen Nachbarn sehr wundern. Denn nicht Kälte, endlose Fjorde und Dunkelheit herrschen über die für eine Hauptstadt verhältnismäßig kleine Metropole, sondern Sonne, Stil - und Sauberkeit.

Tatsächlich waren es die unglaublich sauberen Straßen und Plätze, die mir in Kopenhagen als Erstes aufgefallen sind. Ich habe Vergleichbares noch nicht gesehen. Nirgends liegt Müll herum, nicht das kleinste Papier, keine einzige Zigarettenkippe; und das obwohl man überall draußen rauchen darf! Doch schon der Boden im Bahnhof war so sauber, dass ich ein Butterbrot bedenkenlos aufgehoben und weitergegessen hätte, wäre es mir zuvor vor lauter Staunen aus der Hand gefallen.

Natürlich gehören in einen Reisebericht Schilderungen von Sehenswürdigkeiten, selbst wenn man sie im Internet und diversen Reiseführern so oft vorgekaut bekommt, dass man irgendwann allein durchs Lesen meint, man wäre dort gewesen. Auch in Kopenhagen gibt es sehr viele Dinge, die es anzuschauen lohnt; damit ist nicht nur Kopenhagens wohl berühmteste Touristenattraktion, die Kleine Meerjungfrau gemeint, die sehnsüchtig auf den Hafen blickt (und übrigens schon zwei Mal enthauptet wurde). Kopenhagen ist voller wunderschöner Architektur und dem Zusammenspiel von Wasser und Land. Eine Hafenrundfahrt (die zudem für skandinavische Verhältnisse sensationell günstig ist) offenbart die Geschichte der Stadt und der einzelnen Viertel, die sich nach und nach harmonisch zusammen gefügt haben. Man bekommt einen kleinen Blick auf Schloss Amalienborg, das aus vier identischen Villen besteht und von der dänischen Königsfamilie bewohnt wird. Auch die neue Bibliothek und "der schwarze Diamant", wie Kopenhagens neue Oper wegen ihrem schwarz-glänzenden Aussehen genannt wird, liegen gleich am Wasser. Die Sehenswürdigkeiten kann man - ähnlich wie in London oder Paris - per Bus abfahren, oder, wie wir es bevorzugten, als selbstorganisierten Trip anschauen. Beides hat seinen Reiz.

In Sachen Entertainment und Nachtleben hat Kopenhagen wider Erwarten einiges zu bieten und braucht sich längst nicht mehr hinter Weltstädten wie London oder Berlin zu verstecken. Allein in der Altstadt zählte ich mehr als zwölf Pubs. Besonders beliebt bei den Einheimischen schienen hierbei Irish Pubs zu sein, die auch am Tage geöffnet sind und oft neben Bier auch kleine Snacks verkaufen. Überhaupt ist das Essen in Dänemark eine Wonne. Es ist zwar alles nicht so günstig, wie man es vielleicht aus Deutschland her kennt, aber dazu muss ich sagen, dass mir alles, was ich dort probiert habe, sehr gut geschmeckt hat. Besonderes Talent haben die Dänen offenbar für Gebäck aller Art; nichts für Menschen auf Diät-Durchreise!

Wer es gern spaßig mag, der sollte dem wohl ältesten Freizeitpark der Welt, dem berühmten Tivoli, unbedingt einen Besuch abstatten. Mit einem sehr großen Bereich für Kinder, hat das Tivoli für wirklich jeden etwas zu bieten. Abgerundet wird das Entertainment Angebot von verschiedenen Konzerthallen, die unter anderem auch Vorstellungen in englischer Sprache anbieten, einer Menge kleiner und größerer Theater und Nachtclubs. Langweilig wird es in Kopenhagen nie.

Aber Worte allein können nie die Schönheit dieser Stadt auch nur annähernd beschreiben, noch vermögen sie die Begeisterung zu erfassen, die mich befiel, sobald ich einen Fuß auf Kopenhagener Boden setzte. Es sind vor allem die kleinen Dinge, die Kopenhagen besonders machen. Die Luft ist so rein, dass man das frische Bier riechen kann, wenn man an einem Pub vorbei geht; Kenner würden vielleicht gar die Sorte erraten können. Die Sonne scheint von einem vollkommen wolkenlosen Himmel, und das Blau jenen Himmels ist so tief und strahlend, wie es kein Bildbearbeitungsprogramm je zaubern könnte. Wenn sich in Deutschland alle fragen, wo der Frühling ist, dann weiß ich nun: er macht Urlaub in Kopenhagen.

Ich habe mich verliebt. In die Stadt, die mich liebevoll aufnahm und mir eine ruhende, selbstbewusste Lebensart zeigte; in die Menschen, die ausnahmslos freundlich, stilvoll gekleidet und des Englischen mehr als nur "mächtig" waren (egal ob Geschäftsmann, Bahnangestellter oder Arbeiter); in die Landschaft und Architektur, die so "typisch Kopenhagen" scheint, dass es glücklich macht, sie einfach zu bewundern. Kopenhagen ist so viel mehr als schöne Kirchen und pittoreske Brücken. Tak ("Danke"), du kleine Königin... ich freue mich schon wieder auf dich!

JD

Kopenhagen

Unsere Servicezeiten:
Montag - Donnerstag: 09:00 - 22:00 Uhr
Freitag - Samstag: 09:00 - 20:00 Uhr
Sonn- & Feiertage: 11:30 - 20:00 Uhr

Jetzt anrufen!