Menorca – Sonneninsel mit besonderem Flair

- Ein Reisebericht -

Die Mittelmeerinsel Menorca ist die zweitgrößte Baleareninsel und gilt als Geheimtipp für Familien, ohne dabei langweilig zu sein und lässt sich gut selbst organisieren. Im Gegensatz zu Mallorca und Ibiza liegt der Schwerpunkt auf Erholung und wunderschöne Natur und nicht auf Party, wobei in Touristenorten wie Binibeca Vell durchaus im Sommer auch permanent gefeiert wird.

Die Inselhauptstadt Mahon mit ihren schönen alten Gebäuden liegt am sehr sehenswerten, zweitgrößten Naturhafen der Welt. Der Besucher sollte sich eine Hafenrundfahrt durch das Naturwunder in einem „Glassbottomboat“ nicht entgehen lassen. Die Besonderheit der Schiffe liegt darin, dass, wie der Name schon sagt, der Boden aus Glas besteht und somit einen herrlichen Blick in die Unterwasserwelt mit ihren Pflanzen und Fischen erlaubt. Inmitten des Hafens befindet sich die Lazarettinsel, eine ehemalige Leprakolonie, die allerdings nur einem pro Woche besichtigt werden kann – ein durchaus Spannendes, wenn auch zum Nachdenken anregendes Erlebnis.

Die sehr sehenswerte Altstadt von Mahon ist gut vom Hafen aus über eine schön geschwungene, weiße Treppe mit vielen Palmen an den Seiten erreichbar – ein bisschen erinnert die Machart des Aufstiegs an die spanische Treppe in Rom. Bei einem Gang durch die hübsche Fußgängerzone sollte der Feinschmecker nicht versäumen, einen echten Geheimtipp der Insel zu probieren, die Piniones. Dabei handelt es sich um kleine Kuchen aus Biskuitteig mit Vanillecreme, Puderzucker und Pinienkernen, auch die typischen Pasteten sind nicht zu verachten. Ein Tipp für Autofahrer: Die Innenstadt von Mahon ist ein ziemlich guter Garant für Kratzer am Auto, nicht nur wegen der Parksituation, sondern auch aufgrund der Enge der Straßen und Kurven. Am Hafen sind ausreichend Parkmöglichkeiten, sodass eine Fahrt bis in die Innenstadt nicht zwingend notwendig ist.

Als Unterkunft in Mahon empfiehlt sich das Viersternehotel Port Mahon, das in seinen schicken Zimmern einen herrlichen Ausblickblick über den Hafen bis zur Festungsanlage „La Mola“ bietet – und bei Sonnenauf- oder -untergang über dem Naturhafen kommen nicht nur Romantiker ins Schwärmen. Eine köstliche Langustensuppe kann im Hafen von Es Castells in Cala Fons genossen werden, eine kurze Fahrtstrecke von Mahon aus, die kein Genießer bereuen wird.

Etwas außerhalb der Stadt, an der Hafeneinfahrt, steht die ehemalige Festungsanlage „La Mola“ mit dem Militärfreilichtmuseum. Die eine Besichtigung dieser Anlage sind feste Schuhe, selbst bei noch so großer Hitze, ein absolutes Muss, auch ausreichend Getränke sollten bei dem Ausflug dabei sein. Da es keine schattigen Plätzchen gibt, wird das Ganze im Sommer schnell sehr schweißtreibend, Abkühlung ist nur in den vielen unterirdischen Tunneln zu finden.

Roland Porcher

Menorca

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