Mit dem Heli über die Rockys

- Ein Reisebericht -

Als gute Skifahrerin hatte ich einen Traum. Skifahren in den Rocky Mountains in Canada. Etwas kostspielig, aber auf jeden Fall eine Reise wert, war der 10-tägige Trip nach Canada. Über einen deutschen Reiseanbieter, welcher sich auf Skireisen in Canada spezialisiert hat, sind wir zu dritt nach Übersee geflogen. Bereits die Ankunft in Calgary war faszinierend. Die unendliche Weite zwischen den einzelnen Städten ist einzigartig. Viel Wald und Schnee zieren die Landschaft. Unser Hotel für die ersten vier Tage ist in Sunshine Village gelegen. Nach ausgiebiger Einweisung und einem Welcome-Cocktail fallen wir völlig müde durch den Jetlag ins Bett.

Am nächsten Morgen geht es den ersten Tag auf die Piste. Erst wird das geeignete Material ausgeliehen. Natürlich hätte man auch die eigenen Ski mitbringen können, doch ist der Transport mit dem Flugzeug nicht ganz einfach. So kann man sich direkt vor Ort Ski ausleihen und hat kein Sperrgepäck. Auf der Piste staunen wir nicht schlecht. In Zweierreihen stehen hier die Skifahrer am Lift an. Drängeln ist hier ein Fremdwort. Und wir haben das Gefühl, dass es schneller geht als in so manchen österreichischen Skigebieten. Die heimischen Sessellifte vermissen wir jedoch bei -10°C und Schneesturm. Ohne die gewohnte Sitzheizung und Glaskuppel fahren wir den Berg hoch. Halb erfroren geht die erste Abfahrt nach unten. Der Schnee ist wie Pulver. Kunstschnee gibt es in den Rocky Mountains nicht. Mittags werden Burger und Spare Ribs gegessen.

Am vierten Tag geht die Reise weiter nach Bath. Dort erwartet uns das eigentliche Highlight der Reise. Der Helicopter. Eine einstündige Einweisung in das Lawinensuchgerät beruhigt uns sehr. Zu acht sitzen wir im Helicopter und fliegen auf den Gipfel. Zivilisation gibt es hier nicht mehr. Nur mit dem Hubschrauber kommt man in dieses Tal. Beim Landeanflug erklärt uns der Skiguide auf Englisch die Gletscherspalten und rät uns direkt in seiner Spur zu fahren. Der Nervenkitzel ist bei jedem zu spüren. Doch dann stehen wir vor unserer ersten Abfahrt. Unberührtes Land und strahlender Sonnenschein erwarten uns. Die Schwünge durch den Tiefschnee sind unbeschreiblich. Jeder findet seine eigene Spur, immer mit Blick auf den Guide. Am gegenüberliegenden Hang geht eine Lawine runter. Ein kurzer Atemstopp und die Fahrt geht weiter. Immer wieder fliegt uns der Helicopter auf einen anderen Hügel. Aus der Luft sehen wir unsere bereits gefahrenen Spuren. Nach drei Tagen Heliskiing neigt sich der Urlaub langsam dem Ende zu. Eine Winterreise die man nie vergessen wird. Zehn Tage ein unbeschreibliches Erlebnis für echte Wintersportler.

Calgary

Anonym

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