Mit dem Wohnmobil nach Kroatien

- Ein Reisebericht -

Kroatien - schon immer wollte ich dieses Land kennen lernen, in dem meine so geliebten Winnetou-Filme gedreht wurden. Und nun endlich bot sich eine einmalige Gelegenheit. Uns stand ein zwölf Meter langes Wohnmobil mit super Ausstattung zur Verfügung. Wohin sollte man damit fahren, wenn nicht nach Kroatien? Wir hatten leider nur eine Woche Zeit, aber die wollten wir nutzen und so ging die Reise los. Fast 2000 km lagen vor uns.

Wir fuhren zuerst nur bis nach Enging am See, das war dann auch Fahrzeit genug. Dort nutzten wir die Gelegenheit, um uns Pullman-City anzusehen und den ersten Urlaubstag dann gemütlich am Grill ausklingen zu lassen. Am nächsten Tag ging es weiter durch die herrlichen Alpen, über Slowenien, bis wir endlich, nach insgesamt 20 Stunden Fahrzeit, in Kroatien ankamen. Unser Ziel war die Insel Krk. Wir folgten der Straße, die uns vom Festland zur Insel führte und die links und rechts von hohen Felsen eingefasst war. Und dann bot sich uns ein erster Blick auf eine der vielen traumhaften Kulissen, die wir während unserer Reise noch sehen sollten. Wir erblickten die Insel und dahinter die Adria und dahinter hohe Berge. Wir waren sprachlos. Leider war das Wetter zu der Zeit nicht so schön, und das Ganze wirkte etwas verschwommen. Doch es sollte besser werden. Mit unserem riesigen Wohnmobil war es gar nicht so einfach, sich durch die schmalen Uferstraßen zu zwängen. Der Gegenverkehr musste mehr als nur einmal in Parkbuchten ausweichen. Auch die Campingplatz - Suche stellte sich schwieriger als gedacht dar. Plätze gab es genügend, doch viele hatten nur schmale Zufahrtswege, so das es uns unmöglich war, sie zu erreichen. Schließlich hatten wir Glück, und fanden in Punat einen Campingplatz, der mit unserem "Schlachtschiff" nicht überfordert war. Wir waren so ziemlich fertig, von der langen Fahrt. Nach einem guten und durchaus bezahlbaren Essen gingen wir doch recht schnell zu Bett. Am nächsten Tag machten wir eine Erkundungstour über die Insel. Wir fuhren nach Baska, wo ein langer Kiesstrand uns zum Baden einlud. Da die Sonne nun endlich schien und das Wasser nicht nur glasklar, sondern auch noch angenehme 20° warm war, mussten wir nicht lange überlegen. Es war einfach herrlich. Während man schwamm, konnte man Fische beobachten und, im nicht allzu tiefen Wasser, auch nach Muscheln suchen. Mein Mann war so begeistert, dass er direkt zum nächsten Händler eilte und sich einen Schnorchel kaufte. Wer den Urlaub in Kroatien plant, sollte sich allerdings einen Schnorchel mitnehmen, denn das spart Geld. Auch Badeschuhe sind von Vorteil, denn der Kies-Strand sieht zwar gut aus, ist aber nicht immer angenehm für die Füße. Die Schuhe bekommt man jedoch überall für einen recht angenehmen Preis.

Anschließend fuhren wir nach Rijeka zum Einkaufen. Das ist eine kleine bezaubernde Stadt mit unzähligen Geschäften und Ständen. Nur die Parkplatzsuche mit unserem "Wagen" nahm etwas längere Zeit in Anspruch. Den Abend verbrachten wir dann in einer kleinen gemütlichen Gaststätte in der Nähe unseres Campingplatzes.

Der 4. Tag war ganz dem Wasser gewidmet. Vormittags mieteten wir uns ein kleines Boot, welches man auch ohne einen Bootsführerschein nutzen darf. Zwar ist die Fahrt nur in einem begrenzten Umkreis erlaubt, aber es macht dennoch einen gewaltigen Spaß, mal selbst Kapitän zu spielen und anzuhalten und zu baden wo man will. Am Nachmittag ging es dann auf ein größeres Schiff, zu einem Ausflug zu einer der vielen Grotten. Den Kapitän hatten wir am Vortag an unserem Wohnmobil getroffen und er muss wohl sehr beeindruckt gewesen sein. So lagen wir während der Fahrt allein vorn auf dem Bug, statt hinten auf den Bänken zu sitzen,wie alle anderen. Zuerst fuhren wir eine wunderschöne Bucht an. Dort schwammen wir durch das türkisfarbene Wasser zu einem fast weißen Sandstrand. Geschnorchelt wurde natürlich auch wieder. Auf der Weiterfahrt konnten wir seltene Weißkopfadler beobachten, die in den steilen Felsen der schroffen Küste ihr Nest gebaut hatten. Schließlich erreichten wir die Grotte. Durch einen recht schmalen Eingang und eine Art Tunnel im Fels gelangte man schwimmend zu einem nur etwa 10 qm großen Sandstrand,der durch eine kleine Öffnung weit oben im Fels von der Sonne bestrahlt wurde. Die Lichteffekte waren bezaubernd und überwältigend, und der Abschied fiel sehr schwer. Nach der langen Heimfahrt grillten wir vor unserem Wohnmobil, bis das Bettchen rief. Der 5. Tag führte uns in die Grotte von Biserujka. Höhlenforschung ist zwar mehr ein Steckenpferd meines Mannes, dennoch war auch ich von den verschiedenen Ferlsformationen und dem Lichterspiel durch die künstliche Beleuchtung sehr beeindruckt. Da dies der Tag meines Mannes war, ging es anschließend auch noch zum Aqarium von Baska. Ich persönlich ziehe die Tiere im Freien denen in Gefangenschaft zwar vor, aber auch hier war ich schnell gefangen von der Artenvielfalt und den herrlichen Farben. Sowohl Grotte als auch Höhle sind unbedingt zu empfehlen.

Zum Ausklang des Tages ging es dann wieder nach Punat ins K-Ribaru. Die Meeresfrüchte dort sind einfach fantastisch. Nun war leider auch schon das Ende unserer Reise in Sicht. Am nächsten Vormittag gönnten wir uns noch mal Strand und Sonne und ein leckeres Essen. Dann ging es wieder Richtung Heimat. Die Nacht verbrachten wir dieses Mal auf einem österreichischen Parkplatz, und am Sonntag Nachmittag hatten wir es dann endlich geschafft. Doch was heißt endlich? Schade dass es schon vorbei war.

Aber die vielen Eindrücke würden wir nicht vergessen. Wir hatten ein tolles Video und ein richtig schickes Fotoalbum. Und wir hatten schon Pläne für den nächsten Kroatien-Urlaub. Versuchen sie es doch auch einmal. Sie werden begeistert sein - das kann ich Ihnen versprechen.

Punat

Krk

Anonym

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