Nicht nur zum Schifahren ist Österreich ein schönes Reiseziel

- Ein Reisebericht -

Man mag es zwar kaum glauben, aber ich als junge, modebewusste Frau, habe Anfang des Jahres beschlossen eine etwas andere Reise zu machen. Ich setze mich einfach in einen beliebigen Zug und wartete wo ich wohl hinkommen würde. Nach etwa 4 Stunden Reise, sah ich etwas was mich fesselte: einen rauschendes Fest. Ich konnte nicht anders, ich musste einfach aussteigen.

Hier war ich nun in Weistrach, wie mir die Einheimischen sagen, im Herzen des Mostviertels, in Österreich und das rauschende Fest war der Weistracher Mostkirtag. Hier wird das Blühen der Apfel- und Birnenbäume gefeiert, der beste Most prämiert und eine Mostprinzessin gekürt, also das hübscheste Mädchen des Ortes. Ich muss wirklich sagen, ich war fasziniert von der Atmosphäre des Dorfs, die Bewohner waren so gastfreundlich und der Ort selbst malerisch. Die blühenden Obstbäume, die saftigen Wiesen, die vielen Mädchen in Dirndl und noch dazu, eine rosarote Kirche, sowas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.

Ich kam um circa 13 Uhr in Weistrach an und blieb bis 22 Uhr auf diesem Kirtag, denn als nicht Einheimische, wurde ich von vielen Leuten eingeladen ihren Most, Wein oder Schnaps zu probieren. Auch das Essen war fantastisch, so viel habe ich schon lange nicht mehr gegessen und ich bin zu einem echten Fan der österreichischen Küche geworden. Zwar waren die Speisen mehr als ungesund, aber eine "guade Unterlog" wie die Österreicher sagen , also gut, um den ganzen Alkohol besser zu vertragen.

Auch der örtliche Wirt Kirchmayr lud mich zu einem köstlichen Essen ein und hat mir auch einen Schlafplatz angeboten. Ich würde jedem der in der im Mostviertel ist, empfehlen beim Gasthof Kirchmayr zu essen, auch Personen, die keine Fans der österreichischen Küche sind, denn es wird auch ungarische und thailändische Küche angeboten. Ich jedoch speiste typisch österreichisch eine Fritattensuppe, Rindfleisch mit Semmelkrenn und als Nachtisch einen Mostkuchen. Furchtbar müde und voll fiel ich schon um 21 Uhr total erschöpft ins Bett.

An meinem zweiten Tag in Weistrach besuchte ich noch die gotische, rosarote Kirche. Die Kirche war zwar sehr klein, hatte aber ein wunderschönes Gewölbe und eindrucksvolle Fresken. Besonders gefiel mir, dass ich eine persönliche Führung vom Dorfpfarrer bekam, der mir auch die gesamte Geschichte des Ortes erzählte, die ich aber leider sofort wieder vergaß.

Da die Arbeit wieder rief, musst ich den schönen Ort auch schon wieder verlassen. Der nette und vorallem attraktive Wirt brachte mich dann auch noch auf den Bahnhof. Sicherlich werde ich Weistrach in geraumer Zeit wieder besuchen, aber dieses Mal im Winter, da mir gesagt wurde, dass der Ort auch wunderbar im Winter ist.

Weistrach

Anonym

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