Noch einmal auf die Halbinsel Mönchgut

- Ein Reisebericht -

Das Endziel unserer diesjährigen Urlaubsreise hieß Thiessow auf Rügen.

Dieser idyllische Ort liegt auf dem südöstlichsten Zipfel der Insel Rügen auf der Halbinsel Mönchgut. Vor etwa 25 Jahren, noch in tiefster DDR-Zeit, waren wir das letzte Mal in diesem landschaftlich einzigartigen Gebiet.

Nachdem uns einer meiner beiden Brüder gefragt hatte, ob wir nicht Lust auf einen gemeinsamen Urlaub auf Rügen hätten, gab es für uns keine Frage. Ein Wiedersehen mit der Trauminsel unserer Jugend war beschlossene Sache.

Von München über Wildau bei Berlin, wo wir bei einer Cousine schöne Tage verbracht hatten, fuhren wir nun noch etwa 350 km bis zu unserem Endziel. Schon der Zustand der Autobahnen war mit dem vor 25 Jahren nicht zu vergleichen, doch als wir die neue Verbindungsbrücke vom Festland nach Rügen sahen, gerieten wir geradezu in Verzückung.

Da wir noch ein paar Tage Vorlauf bis zur Ankunft meiner Brüder und deren Frauen hatten, mieteten wir uns für zwei Tage im Selliner Forsthaus ein. Außer dem Meeresblick fehlte es uns hier an gar nichts. Nette saubere Zimmer, freundliche Bewirtung und ein echtes Rügener Schlemmerbuffet, und das alles bei angemessenen Preisen, trug zu einer frohen Urlaubsstimmung bei. Den Meeresblick erlebten wir von morgens bis zum Dunkelwerden bei schon leicht herbstlichem Wetter. Stundenlang konnten wir am Strand sitzen und dem ewigen Spiel von Wasser, Wind und Wellen zusehen. Auf der Selliner Seebrücke, mit ihrem wundervollen Ambiente, wurden wir Zeuge mehrerer Hochzeiten. Am Ende der Seebrücke wartete eine große Tauchgondel, in der wir 4m unter Wasser, also mit trockenen Füßen, für kurze Zeit die Unterwasserwelt der Ostsee beobachten konnten.

Am dritten Ferientag suchten wir die Ferienwohnung in Thiessow auf, wo sich unsere Verwandten bereits häuslich eingerichtet hatten. Die Einrichtung der Wohnung war sehr elegant und niveauvoll. Außerdem lag sie nur etwa 3 Minuten vom Strand entfernt. Hier würden wir es aushalten! Wie als Kinder suchten wir Muscheln und Bernstein auf endlosen gemeinsamen Strandwanderungen. Beim Ausruhen in noch verbliebenen Strandkörben machten wir Bekanntschaft mit einer „Strandkorbjägerin“. Sie war der Meinung, wir wollten ihre Strandkörbe kostenlos nutzen und beschimpfte uns schon von weitem. Wir bezahlten natürlich sofort und durften nun rechtmäßig die letzten Sonnenstrahlen für etwas Urlaubsbräune nutzen.

Die nächsten Tage verbrachten wir an der 50 km langen Mönchguter Ostseeküste von Binz bis Thiessow und auf Spaziergängen durch das Biosphärenreservat Rügen Süd – Ost, wo man noch viel ursprüngliche Natur zu sehen bekommt. Für den letzten Tag hatten wir uns das kleine alte Bauern- und Fischerdorf Kleinzicker vorgenommen, das wir über eine etwa 130 m breite Landzunge von Thiessow aus erreichten. Hier zieht es wegen des ständigen Windes viele Segler und Surfer hin. Wir geben uns mit einer Wanderung zum 40 m hohen Aussichtspunkt zufrieden und beschließen dann unseren gemeinsamen Familienurlaub im „Zollhaus“, einer hervorragenden Gaststätte mit Seeblick beim gemeinsamen Fischessen.

Klein Zicker

Anonym

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