Osteuropa in den Semesterferien

- Ein Reisebericht -

Auf der Zugreise eines Freundes und mir ging es offensichtlich nach Osteuropa: Tschechien, Österreich und Ungarn waren die Ziele der Rundreise.

An einem sonnigen Nachmittag ging es von Dresden mit dem Intereuropazug nach Prag wo wir klassenfahrttypisch in einem netten Hostel übernachteten, das früher eine Schule gewesen war. Die Preise in Osteuropa sind fantastisch niedrig, was die persönliche Neuverschuldung in den Semesterferien in Grenzen hielt. Mit der Organisation kann man auch nur zufrieden sein, da wir unsere Sachen immer vieräugig bewachen konnten, nicht ganz unwichtig, wenn man mit bis zu 20 Fremden im Hostel schläft. Aber die Fahrt war eher bedacht auf noch unbekanntes Terrain wie Wien. Die Stadt lebt einfach von der Mentalität der sehr netten Einwohner. Die Hotels waren uns dabei entschieden zu teuer oder ausgebucht, weshalb die (schlechte) Wahl auf den Campingplatz West fiel. Es gibt ja angeblich kein schlechtes Wetter... Das Freudmuseum muss man sich schon mal angesehen haben, genauso wie das kulinarisch wirklich ernstzunehmende Schnitzelrestaurant Centimeter. Das sagt auch mein Bauch nach ausgedehnten Stunden bei Schnitzel und Pommes.

Nach der Hälfte der Strecke, aber nicht zwingend der Hälfte der Reise, fuhren wir wieder per Euroexpress nach Budapest, wo wir nur kurz Zwischenstopp machten, um den Urlaub im Urlaub am Balaton zu suchen. Die „Badewanne der Deutschen“ ist immer noch sehr platt und teilweise auch sehr freundlich zu Deutschen Besuchern mit Verhandlungsgeschick. In Balatonboglar fanden wir ein niederländisches Pärchen, das uns ihr Haus zu einem Spottpreis von 20 € pro Nacht vermachte. Die erste Tat war natürlich ein ausgiebiges Bad in besagter Riesenwanne und anschließendem Besuch in der örtlichen Bar. Wir haben zwar noch die studentischen Preise von Prag und Budapest im Hinterkopf, aber für weniger als 12 € die Nacht können wir nicht trinken. Den anstrengenden Morgen danach haben wir uns kulturschuldig gefühlt und uns gleich auf eine Fahrradtour durch das Hinterland Ungarns gemacht. Wirklich schön, bei brennender Sonne und sehr guten Fahrrädern ein paar „echte“ Ungarn treffen und mit ihnen in ein Bier trinken. Die Dörfer haben keine wirklichen Namen bei mir hinterlassen, der Schreck ja, als wir mit 40 km/h einen Berg mit den Fahrrädern herunter sausten und mein Kumpel plötzlich weg war. Fehlalarm, ich hatte mein ausgezogenes T-Shirt verloren und er hob es netterweise auf und ersparte mir einen noch schlimmeren Sonnenbrand am darauffolgenden Tag.

Die letzte Etappe nach erholsamem Strandleben am Balaton erfolgte recht zügig. Mit dem Zug nach Budapest zurück und von dort aus mit einem Interlinerbus für 52 € direkt nach Leipzig zurück. Das kleine Fazit ist gleichzeitig eine Vertrauensbekundung in die Transportmittel in einem Land. Selbst ohne Internet kann man schnell und preiswert in Osteuropa vorankommen. Die Züge und Busse sind komfortabel genug.

Platten See

Anonym

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