Pauschalreise nach Kreta

- Ein Reisebericht -

Kurzfristig, noch rechtzeitg zu den Hamburger Schulferien, buchten wir eine Pauschalreise mit Halbpension. Mit unserem dreizehnjährigen Sohn ging es dann mit gut drei Stunden Flugzeit auf die griechische Insel Kreta

Crete.

Gelandet auf Heraklions Flughafen Nikos Kazantzakis erwartete uns, verspätet wegen Athens Streik, trotz Mitternacht die erhofft angenehme Temperatur. Ebenso ein chaotischer Flughafen. Neugriechische Schiftzüge waren uns nicht bekannt und so konnten wir uns den Massen anschließen, die ebenso wie wir nach ihren Koffern Ausschau hielten. Mit dem Shuttle ging es ins Hotel Semiramis, etwa 2 km von dem Touristenort Hersonnissos entfernt und ein paar hundert Meter den Hügel aus Richtung Meer hinauf.

Khersónisos Wir bewohnten für zwei Wochen ein Familienzimmer mit Blick auf das beeindruckende kretische Meer. Die Pauschalreise beeinhaltete eine Halbpension mit Frühstücks- sowie Abendbuffet. Reichhaltige, gut sortierte und leckere Speisen machten den Aufenthalt sehr genussreisch. Interesssant das englische Frühstück mit Baked Beans, Hashbrowns, Rührei, Würsten und Schinken, was uns aber letztendlich zu kalorienhaltig und unpassend zu unserem Schwimm- und Erholungsgsurlaub war.Die Gäste des Hotels waren jeden Alters und kamen aus den unterschiedlichsten Nationen. Der Service war durchgängig freundlich und zuvorkommend.

Aus unsere Sicht war es ein großer Vorteil, nicht all-inclusive gebucht zu haben. So konnten wir die Umgebung nach einheimischen Spezialitäten erkunden. Es erwarteten uns oft nur wenig gefüllte Restaurants. Die Rezession Griechenlands machte sich spürbar bemerkbar. So wurden wir bald gern gesehene Gäste in unserem Lieblingsrestaurant, vom Hotel Semiramis nur den Hügel hinuntergehend Richtung Meer. Dort betreibt die Familie Kamnakis zwei Restaurants mit Poolbenutzung für die Gäste, sowie einen kleinen Laden, wo z.B. Honig, Olivenöl oder Raki mit und ohne Honig aus eigener Produktion verkauft wurden. Im Winter wird Landwirtschaft betrieben, im Sommer die Touristen bedient. Der 20jährige Sohn Yannis, Betreiber des Restaurants trägt winters wie sommers überwiegend T-Shirts entsprechend der Temperatur. Kurioserweise gibt es im Ort Hersonnissos mindestens 4 Pelzgeschäfte, in denen sich z.B. Russen relativ preisgünstig für ihren Winter einkleiden können.

Eine kleine Bucht mit Liegen und Sonnenschirmen war in gut 10 Minuten erreichbar. Einheimische und wenige Touristen konnten die "couches" mit Schirm für wenig Geld mieten. Es war nicht nötig, einen Taucherschnupperkurs in der Nähe am Nana Beach zu buchen, die Unterwasserwelt vor Augen war schon sehr reichhaltig zu erkunden nur mit Schnorchel und Taucherbrille.

Die teuren Angebote des Reiseveranstalters links liegen lassend, bekamen wir auf eigene Entdeckung mehr von der Kultur, der wirtschaftlichen Situation und dem Alltag Kretas mit. Nikos Kazantzakis, der Nationaldichter, Verfasser des Romans "Alexis Sorbas" hat die Insel durch die Verfilmung 1954 mit Anthony Quinn weltberühmt gemacht. Den Zauber, den der Film nicht nur durch die schauspielerische Leistung Anthony Quinns hinterließ, ist auch heute noch spürbar. Doch der Touristenboom, so wie noch vor einigen Jahren, läßt nach. Die Rezession zeigt nicht fertiggestellte Bauwerke, die wie Gerippe an Straßenrändern und Berghügeln auftauchen.

Für die Entdeckung des ursprünglichen Kretas befindet sich auf dem Weg nach Hersonnissos längs der Küste ein sehenswertes kleines Museum namens: Lychnostatis. Es ist ein Museum des Kretischen Traditionellen Lebens, vermittelt Etnographie, Kunst, und die einheimische Natur. Khersónisos

Nachmittags, wenn die Mittagshitze, schließlich waren es gut 38° im Schatten, uns vom Strand vertrieben hatte, ging es in den Ort, abgekühlt durch den klimatisierten Bus. Die Preise in Hersonnissos ähnelten denen Deutschlands. und es gibt Erzählungen Einheimischer, dass deutsche Touristen um die Verkaufspreise feilschten, aufgrund der Unterstützung Griechenlands durch die Europäische Union....

Khersónisos

Es war ein rundum gelungener Urlaub. Durch die Hanglage unseres Hotels waren wir gezwungen, täglich den Hügel herauf und hinunter zu gehen. Kombiniert mit den Schwimm- und Schnorchelerlebnissen waren wir am Ende der Reise gut trainiert und fit für den kommenden Alltag. Klasse!

A. Lukatch

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