Reise in die goldene Stadt Prag

- Ein Reisebericht -

von René Paul-Peters

Schon der weltberühmte Musiker und Komponist Wolfgang Amadeus Mozart bezeichnete Prag als "des Landes prachtvollster Edelstein". Heute zählt die tschechische Hauptstadt zu den beliebtesten europäischen Metropolen und liegt geografisch im Herzen Europas. Hier ist sprichwörtlich vieles Gold, was glänzt.

Es spiegeln sich neben modernen Gebäuden, die historischen Bauten der Altstadt seit nunmehr zehn Jahrhunderten im Wasser der Moldau. Der schöne Platz am Altstädter Ring glänzt mit einem Rathausturm. Von dort stimmt regelmäßig und leibhaftig der Turmbläser sein Lied an. Die Aposteluhr, die Teynkirche, das Denkmal 

des Kirchenreformers und Nationalhelden Jan Hus zieht jeden Pragbesucher in seinen Bann.

Prag ist nicht nur eine Kultur- und Denkmalhochburg, auch eine Partystadt. Schicke Restaurants, Bars und Diskotheken gibt es an fast jeder Ecke. Nahezu Kultstatus hat beispielsweise das „U-Flecku`“ erreicht. Eine urische Schwarzbierkneipe mit traditioneller böhmischer Kost und Volksmusikanten, die eine ausgelassene Stimmung garantieren.

Die Altstadt ist nahezu komplett erhalten. Die meisten Bürgerhäuser wurden liebevoll restauriert. In der Innenstadt locken zahlreiche Kaufhäuser ihre Kunden mit Markenwaren. Gern kann hier auch mit dem Euro bezahlt werden. Die Karlsbrücke verbindet die Burg mit der Altstadt. Prags längste und bedeutsamste Brücke eignet sich nicht nur für einen Spaziergang mit Ausblick auf die Stadt-Silhouette. Bewundernswert sind auch zahlreiche Künstler, die Landschaftsbilder anbieten oder Passanten zeichnen. Unvergessliche Erinnerungsfotos bieten sich an den Eingängen der Brücke, zusammen mit den Brückenwächtern in historischen Kostümen und Waffen, an. Seit einiger Zeit können Brückenbesucher einen rosafarbenen Panzer bewundern, der auf einer künstlichen Insel mitten in der Moldau postiert ist. Eine köstliche Parodie gegen jene Panzer, die einst den Volksaufstand niederschlugen.

Auf der Prager Burg kann nicht nur der prächtige Dom und der Präsidentensitz besichtigt werden, sondern auch das berühmte Fenster, aus dem sich der Prager Fenstersturz ereignete. Dieser schrieb Weltgeschichte, weil er Auslöser des 30-jährigen Krieges im 17. Jahrhundert wurde. Wohl nur vor Ort erfahren die Besucher, dass alle Herren, die aus dem Fenster unfreiwillig das Fliegen übten, den Sturz unbeschadet überlebten, weil sie weich auf einem Misthaufen landeten.

Ein Prag-Besuch beinhaltet bei allen (Gaumen)Freuden indes auch Risiken. So versuchen angebliche Geschäftsleute zu angeblich günstigen Kursen auf den Straßen mit Touristen Geld zu tauschen. Hier ist Vorsicht geboten, denn zumeist sind es "Blüten", alte Scheine oder das Opfer erhält weniger Geld als vereinbart wurde.

Wer es romantisch mag, bucht eine von vielen Dampferfahrten auf der Moldau. Schnäppchenjäger verhandeln vor Ort die Preise und sollten nicht schon beim Reiseveranstalter buchen. Für Kulturliebhaber sind zahlreiche Museen, darunter die Nationalgalerie aber auch Volkstümliches wie das Schokoladenmuseum ein Muss.

Einen wunderschönen Ausblick auf Prag bietet neben der Burg auch der Aussichtsturm, eine Kopie des Pariser Eiffelturmes.

Um alle Sehenswürdigkeiten bequem zu erreichen, empfiehlt sich die Touristen-Straßenbahn Nummer 22 zu nutzen. Prag ist als Pauschalreise zu buchen - Die Reisenanbieter schnüren oft ein umfangreiches Ausflugspaket. In der Regel wird es aber kostengünstiger, wenn man vor Ort Zusatzleistungen wie beispielsweise eine Dampferfahrt oder auch eine Stadtrundfahrt selbst verhandelt und dann bucht.

Prag

Anonym

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