Rock'n'Roll - Rokytnice

- Ein Reisebericht -

Rokytnice nad Jizerou

Im Januar 2011 unternahm ich mit acht weiteren Freunden im Alter von 19 Jahren, bei denen es sich ausschließlich um Schüler und Studenten handelt, eine Skireise nach Rokytnice nad Jizerou. Schon im Vorjahr lag das Ziel unseres Winterurlaubs in Rokytnice nad Jizerou und wir waren von der Qualität des Urlaubs und den günstigen Preisen so positiv überrascht, dass wir diesen Ort für einen weiteren Urlaub aussuchten. Ich habe das Hotel nicht in einem Reisebüro gebucht, sondern in Eigenregie im Internet rausgesucht und für neun Personen drei Zweibettzimmer und ein Dreibettzimmer reserviert.

Um den ersten Winterurlaubstag schon voll auf der Piste ausnutzen zu können, fuhren wir um 7 Uhr in Cottbus los, um den Reiseweg von circa 180 Kilometern möglichst schnell hinter uns zu lassen, was die Wetterverhältnisse in dieser Jahreszeit denkbar erschwerten. Glatte Straßen und die Schneemassen, die zu der Zeit herrschten, machten es uns alles andere als leicht. In drei Autos, die mit Skiausrüstung und Gepäck voll beladen waren, begaben wir uns auf den Weg und durchquerten unter anderem die Stadt Görlitz (Polen), wo wir aufgrund der günstigeren Benzinpreise tankten. Doch im Gegensatz zum Vorjahr, in dem wir allein mit einer mündlichen Anleitung den Weg zu unserem Reiseziel fanden, haben wir uns in diesem Jahr leider einige Male verfahren, was sich natürlich negativ auf die Reisezeit auswirkte.

Dennoch kamen wir noch zeitig genug an, um uns schnell umzuziehen, die fehlende Ausrüstung einiger Mitreisender in einem der vielen Skiausleihen zu besorgen und uns im Skibus, der für die Gäste des Hotels Krakonos, in dem wir unterkamen, kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde, auf die Piste zu begeben. Zum Glück liegt die Piste nicht weit vom Hotel entfernt, sodass wir nie länger, als 10 Minuten im Bus verbrachten. Doch verständlicherweise nutzen auch viele andere Gäste diesen Service, was es manchmal schwierig machte, noch einen Platz zu ergattern. Doch auch im stehen ließ sich die relativ kurze Fahrt überstehen. An der Piste angekommen besorgte sich jeder der Mitreisenden einen Skipass für die kommenden vier Tage, der mit umgerechnet ungefähr 80 Euro im Vergleich zu österreichischen Verhältnissen sehr günstig ist. Glücklicherweise hatten wir an allen Tagen unseres Urlaubs herrlichstes Kaiserwetter, was es umso schöner machte. Nach acht Stunden ski - und snowboardfahren auf hervorragend präparierten Pisten, die keinen Vergleich scheuen müssten, nahmen wir wieder den Skibus in Anspruch und ließen uns 20 Meter vom Hotel absetzten. Unser Equipement wurde sicher im abschließbaren Skikeller verstaut, wo es trocknen konnte und am nächsten Tag wieder einsatzfähig war. Die Abendessen verbrachten wir in unterschiedlichen Restaurants in der Nähe, zum Beispiel einem Italiener, oder im hoteleigenem Restaurant. Essen und Trinken war sehr günstig und schmeckte ausgezeichnet. In einem Supermarkt, der sich gegenüber von unserem Hotel befand, hatten wir die Möglichkeit, noch einige Einkäufe zu tätigen und dann die Abende in gemütlicher Runde in unseren Hotelzimmern ausklingen zu lassen. Die Hotelzimmer sind zwar insgesamt eher spartanisch eingerichtet und für deutsche Verhältnisse vielleicht merkwürdig aufgeteilt, denn der Flur war das Badezimmer und die Dusche befand sich unmittelbar neben der Zimmertür, dennoch waren die Zimmer sauber, die Möbel in guten Zustand und die Zimmertemperatur völlig ok. Am Morgen hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die aufgehende Sonne und über unseren Urlaubsort. Leider blieb neben ausgiebigen Touren auf der Piste keine Zeit für Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten. Außerdem war es nicht nötig, andere, benachbarte Skigebiete für unseren sportlichen Aktivitäten aufzusuchen, da das Gebiet Horny Domki mit zahlreichen blauen, roten und schwarzen Pisten für unsere Bedürfnisse völlig ausreichte. Die Lifte, die bis auf einige Ausnahmen aus bequemen Sesselliften bestanden, waren in einem ausgezeichneten Zustand. Auf der Piste selbst gab es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu stärken und eine warme Mahlzeit für wenig Geld zu sich zu nehmen und sogar währenddessen die spektakuläre Aussicht auf die Piste zu genießen.

Alles in allem war es ein herrlicher und lustiger Winterurlaub für Reisende mit einem kleinen Urlaubsbudget. Die Menschen in unserem Urlaubsort waren sehr freundlich und hilfsbereit und die meisten sprachen sogar unsere Sprache und wenn nicht, scheute man auch nicht, sich mit Händen und Füßen zu verständigen. Es muss also nicht immer der Skiurlaub in Österreich sein. Am schönsten ist es doch mit Freunden und zwar dort, wo man sich wohlfühlt. Rokytnice nad Jizerou ist ein Ort, an dem ich mich wohlfühle.

Daniela Tschentke

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