Romantischer Kurztrip nach Italien

- Ein Reisebericht -

Wer einen romantischen Kurztrip als selbstorganisierten Urlaub nach Rom Es ist ein wenig befremdlich, denn der Schaffner verlangt nach unseren Pässen und will sie erst bei Ankunft in Rom zurückgeben. Die Abteile sind dreckig und schmierig, aber auf Grund der reservierten Liegeplätze schlafen wir bis zum anderen Morgen durch.

Der erste Eindruck des Bahnhofs Roma Tiburtina: Verschmutzt und schmuddelig. Wir peilen das nächste Café an und nehmen einen Cappucino und ein Cornetto zum Frühstück. Zum ersten Mal bekommen wir auf unserem Kurztrip das Gefühl, in Italien zu sein.

Es ist heiß, wir trinken den besten Kaffee, das Cornetto ist noch warm und wir sind in Rom. Perfetto.

Ein Blick auf den Stadtplan holt uns wieder auf den Boden zurück. Wir fahren mit der Metro zum Bahnhof Roma Termini, wo wir diesmal ohne langes Herumsuchen, ein Hotel in einem Touristeninformationsbüro buchen wollen.

Wir bekommen eins in der Nähe des Collosseums und begeben uns nach einer Dusche zum größten Amphitheater der Welt. Nach scheinbar endlosem Warten vor dem Eingang, geht es in die Ruinen...hier fanden vor fast zwei Jahrtausenden die berühmten Gladiatorenspiele statt, die für unseren heutigen zivilisierten Geschmack grausam und für die partizipierenden Sklaven menschenunwürdig waren. Jetzt pulsiert der Ort von den Touristengruppen, die durch das uralte Gemäuer drängen. Auf einer der Mauern schläft eine Katze nahe dem Schild „Vietato salire sui ruderi“ (Auf den Ruinen klettern verboten).

Die Temperaturen klettern gegen Mittag in die Höhe, deshalb nähern wir uns dem Tiber und besuchen die Tiberinsel (Isola Tiberina). Der Hunger führt uns dann in eine Metzgerei, wo wir nach Herzenslust schlemmen. Frische Mortadella, Parmaschinken und Mozzarella wie es ihn nur in Italien gibt. Dazu lassen wir uns ein Peroni schmecken. Gestärkt geht es zur nächsten historischen Sehenswürdigkeit: Das Forum Romanum wurde 490 v. Chr. nach dem Bau zweier Tempel, die den Göttern Castor und Saturn gewidmet waren, zum Treffpunkt und Zentrum der Stadt. Man bekommt eine Ahnung warum Rom die ewige Stadt genannt wird.

Wir sind froh, dass wir unseren romantischen Kurztrip nach Italien als selbstorganisierten Urlaub geplant haben. Niemand hetzt uns zur nächsten Sehenswürdigkeit.

In der Peterskirche reihen wir uns in die Schlange zu der Statue des heiligen Petrus ein und berühren seinen Fuß. Er ist völlig abgewetzt von den tausenden Gläubigen, die hier tagtäglich Trost finden. Die Pieta von Michelangelo verstrahlt eine zarte Lebendigkeit. Sie weckt Ehrfurcht und Tränen der Rührung. Für die Sixtinische Kapelle stehen die Touristen mehrere Kilometer lang an, deshalb wollen wir am Nachmittag noch einmal wieder kommen. Auf der Suche nach der Kirche San Pietro in Vincoli bewundern wir Trajansäule, Pantheon und Fontana di Trevi, wo wir eine Münze in den Brunnen werfen.

In der Basilika St. Peter in Ketten, wie die Kirche übersetzt heißt, finden wir ein weiteres Indiz für Michelangelos Genialität: Die Moses Statue. Gesicht und Gestalt der Plastik wirken leuchtend und erleuchtend.

Mittlerweile ist es spät geworden. Unser Zug fährt in zwei Stunden und wir haben keine Zeit mehr, die Sixtinische Kapelle zu besuchen.

Aber wir kommen wieder. Ganz bestimmt.

Lux.

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