Sehr viel Sand und ganz viel Meer - Urlaub im Ferienhaus an der großen Düne

- Ein Reisebericht -

Wieder war es soweit- ein paar Feiertage lagen vor der Tür und die Reiselust packte mich von Neuem! Da ich in meinem Freundeskreis nicht der Einzige bin, den es sofort ins Ausland zieht, sobald sich die Gelegenheit ergibt, waren Mitreisende für den Oster-Urlaub schnell gefunden. Mit meinen zwei besten Freundinnen sollte es nach Frankreich gehen, genauer gesagt zur großen Düne in der Nähe von Arcachon.

Eine meiner Freundinnen kannte die Düne noch aus ihrer Kindheit und schwärmte uns schon seit Jahren davon vor. Kurzerhand buchten wir ein kleines Ferienhaus in Frankreich, direkt an der Dunes du Pilat. Genauer gesagt handelte es sich um ein kleines Häuschen auf Rädern, das auf einem Campingplatz stehen sollte. Gründonnerstag packte ich also die Mädels in mein Auto und ab ging es in den Ferienhaus-Urlaub nach Frankreich!

Spät in der Nacht erreichten wir unseren Campingplatz Panorama Camping und waren sehr erleichtert, dass wir uns für eins der mobilen Ferienhäuser entschieden hatten, statt für ein Zelt, denn leider hatten wir ein wenig Pech mit dem Wetter. Das Häuschen gefiel uns allerdings wirklich gut, auch wenn ich mit meinen knapp 1,85 Metern Körpergröße nur ganz knapp durch die Türen passte. Dafür fanden wir alles was wir brauchten und der Kühlschrank war groß genug, um unseren Reiseproviant (bestehend aus zwei Sixpack Bier, einer Flasche Cola und einer Wassermelone) aufzunehmen. Die Verteilung der Betten verlief recht unblutig- ich bekam das "große" Elternschlafzimmer, die beiden Mädels teilten sich das andere Schlafzimmer, wobei sich bei ihnen ein leichtes "Schiffsfeeling" einstellte aufgrund der doch beengten Verhältnisse. Todmüde aber glücklich schliefen wir ein.

Am nächsten Morgen waren wir alle früh wach und stürmten erst einmal die nahegelegene McDonalds-Filiale. Total überrascht stellten wir fest, dass dort ganz andere Nachttische angeboten wurden als bei uns- z.B. ein dreifarbiges Mousse au chocolate, das meine Mädels in Verzückung versetzte. So gestärkt fuhren wir nun zur Düne rüber.

Der Anblick der Sand- und Menschenmassen war wirklich beeindruckend! Der Anstieg ist auch nicht zu unterschätzen, vorne gibt es zwar eine Treppe, die einem den Aufstieg wirklich erleichtert, aber sobald man dann nur noch auf Sand geht, spürt man das doch ziemlich in den Beinen - und dabei sind wir nicht mal bis ganz runter auf die andere Seite zum Meer runter gelaufen. Das Meer ist auch nicht der Grund, warum man die Düne besuchen sollte, der Strand ist relativ bescheiden. Nein, die Düne selbst ist es, weshalb es sich unbedingt lohnt Pilat (oder auch Pyla) zu besuchen: Wir hielten uns den ganzen Tag dort auf, sprangen die Düne rauf und runter und schossen hunderte von Fotos. Zum Glück meinte das Wetter es gut mit uns an diesem Tag und die Sonne lachte vom Himmel. Trotzdem sollte man um diese Jahreszeit eine Jacke mitnehmen, da es auch verdammt windig sein kann. Wer aber ständig in Bewegung ist wie wir und sich an die 500-mal enthusiastisch grinsend in den Sand schmeißt wie meine Freundinnen, nur um DAS perfekte Foto hinzubekommen, dem ist natürlich nicht kalt.

Nach ein paar Stunden mussten wir dann doch wieder heruntersteigen, denn Hunger, Durst und gewisse körperliche Bedürfnisse konnten nicht auf der Düne selbst gestillt werden. Dafür gab es aber mehrere nette Cafés und Shops am Fuß der Düne. Wir suchten uns ein in der Mitte aus, nicht direkt mit Blick auf die Düne, weshalb es ein wenig günstiger war. So günstig, dass ich mir direkt 5 Crepes genehmigen konnte, was die Bedienung dann doch etwas in Erstaunen versetzte.

Nachdem wir am zweiten Tag die Düne bezwungen und abends völlig erschöpft ins Bett gefallen waren, wachten wir mit leichtem Muskelkater und leider auch einigen dunklen Wolken am Himmel in unserem Häuschen auf. Davon ließen wir uns jedoch nicht aufhalten und so starteten wir zu einem Ausflug in das nur 60 Kilometer entfernte Bordeaux. Eine wirklich schöne Stadt muss ich sagen! In der Rue Sainte-Catherine konnten wir ausgiebig shoppen, nachdem wir durch die Altstadt, die übrigens zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, spaziert waren und auf einem Antikmarkt am Ufer der Garonne die Antiquitäten bestaunt hatten. Okay, das Beste an dem Markt waren eigentlich die vielen Buden mit süßen Waffeln und den gefüllten Berlinern. Da konnte keiner von uns dreien widerstehen! Besonders gefallen hat uns übrigens die Kathedrale Saint-André, die sich auch von innen anzusehen lohnt - zumal der Eintritt kostenlos ist! Über die hübsche Pont de Pierre verließen wir abends wieder diese wunderschöne Stadt Richtung Campingplatz.

Der dritte und letzte Tag versank leider fast völlig in einem nicht enden wollenden Wolkenbruch. Da wir uns aber zuvor in einem nahegelegenen Supermarkt mit französischen Köstlichkeiten eingedeckt hatten, entspannten wir einfach auf dem gemütlichen Sofa in unserem Ferienhaus und schauten mitgebrachte Filme auf dem Laptop. Da das kleines Ferienhäuschen sogar mit Heizkörpern ausgestattet war, hatten wir es kuschlig warm. Abends riss dann doch noch mal die Wolkendecke auf und wir konnten einen grandiosen Sonnentuntergang über dem Meer vom Restaurant des Campingplatzes aus bewundern. Wie man sich denken kann, schossen wir auch hier wieder einige Fotos.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass sich dieser Campingurlaub wirklich gelohnt hat. Trotz der engen Räumchen unseres Ferienhauses kann ich dieses nur empfehlen, man hatte jeden Komfort, den man auch in einem normalen Hotelzimmer findet, aber war doch relativ für sich, neben uns ging es direkt in den Wald und die Verwaltung war sehr unkompliziert, die Mitarbeiter total herzlich und wir haben uns rundum wohl gefühlt. Da wir mit dem Wetter so Pech hatten, uns die Gegend aber so gut gefiel, wollen wir auf jeden Fall nächstes Jahr noch einmal im Sommer Urlaub im Ferienhaus in Frankreich machen.

D.R.

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