Selbstorganisierter Urlaub mit dem Hausboot

- Ein Reisebericht -

Volle Kraft voraus

Davon hatte ich schon als Kind immer geträumt und endlich habe ich mir diesen Traum verwirklichen können. Ich habe mir und meiner Familie einen Urlaub der besonderen Art gegönnt. Nachdem ich bereits im letzten Jahr erfolgreich meinen Sportbootführerschein Binnen erworben hatte, ging es nun endlich los und wir haben uns ein Hausboot angemietet. Ich war natürlich der Kapitän und Steuermann und die Familie konnte die Fahrt auf dem Wasser einfach genießen. Wir haben uns für eine Fahrt über den „alten Vater Rhein“ entschlossen. Los ging unser Abenteuer in Wörth am Rhein, wo ein Bekannter von uns lebt, der uns sein Hausboot für unseren selbstorganisierten Urlaub vermietet hat. Die Fahrt sollte bis hinauf zur niederländischen Grenze gehen und wieder zurück.

Die Loreley und der Drachenfels

Los ging unsere Fahrt erst, nachdem mir unser Bekannter noch eine ordentliche Unterweisung für das Hausboot gegeben hatte. Zusätzlich hat er mir noch ein Schriftstück mitgegeben, welches eindeutig Auskunft darüber gab, dass ich berechtigt mit dem Hausboot unterwegs war. Aber dann legten wir endlich ab und schipperten den Rhein flussabwärts, also mit dem Strom. Gefahren sind wir nur tagsüber, denn bei Nacht darf mit dem Hausboot nicht gefahren werden. Wir haben uns unsere Ankerplätze immer so ausgesucht, dass eine Ortschaft in der Nähe war. So konnte man sich immer mit dem Notwendigsten versorgen. Es dauerte gar nicht lange, da konnten wir uns schon mit unseren ersten Sehenswürdigkeiten vertraut machen. Von der Loreley hat schon jeder mal etwas gehört, doch mit einem Boot auf dem Rhein genau an dieser Stelle vorbeizufahren, das ist schon beeindruckend. Der Fels, auf dem die Loreley ihre Lieder gesungen haben soll, es war einfach wunderbar. Einen Tag nach der Loreley haben wir den Drachenfels passiert. Auch hier waren wir sehr überwältigt und haben uns zu einer längeren Pause entschlossen. Der selbstorganisierte Urlaub auf dem Rhein nahm immer mehr Fahrt auf.

Warum muss das Schöne immer so schnell vergehen?

Immer wieder wurden wir begleitet von großen Rheinschiffen, die mit allerlei Gütern befrachtet waren. Das hat auch immer eine hohe Aufmerksamkeit erfordert, denn schließlich gibt es auch auf den Wasserstraßen Regeln, die man einhalten muss. Was bei unserer Fahrt auf dem Rhein jedoch auch auffiel, das war der große Unterschied der Geschwindigkeiten. Die Fahrt in Richtung Niederlanden ging recht zügig voran, weshalb wir auch einige Zwischenstopps mehr eingelegt hatten, als vorher geplant waren. Der Rückweg gestaltete sich allerdings schwieriger, denn nun mussten wir ja gegen die Strömung fahren. Das machte sich auf unserem gemütlichen Hausboot schnell bemerkbar. Wir hatten echt Mühe, wieder rechtzeitig mit dem Boot in den Heimathafen zu gelangen. Am Ende war der Urlaub vorbei und wir wären gerne noch weiter umher geschippert. Wir spielen jetzt sogar mit dem Gedanken, uns ein eigenes Hausboot zu kaufen und wollen uns dann einen festen Anlegeplatz in der schönen Mecklenburger Seenplatte besorgen. Vielleicht wird es ja schon bald so weit sein und dann machen wir Camping auf dem Wasser.

Landadel

Loreley

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