Sevilla: Traumurlaub in der Ferienwohnung

- Ein Reisebericht -

"Sevilla, maravilla – Sevilla, ein Traum." Die Südspanier sind stolz auf ihre Stadt. Zu recht, wie ich vergangenen September herausfinden durfte. Gemeinsam mit zwei Freundinnen verbrachte ich zwei Wochen in der heißesten Stadt Europas. Mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis zu 38 Grad zeigte sich die Hauptstadt Andalusiens von ihrer besten Seite.

Von Deutschland aus buchten wir über das Internet ein Domizil für unsere Reise. Die Auswahl ist groß, so wurden wir schnell fündig. Da ich Spanisch spreche, buchte ich unsere Ferienwohnung über eine lokale Seite. Doch auch das Angebot deutscher Anbieter ist gut. Die meisten Hostels und Hotels in Sevilla präsentieren sich ebenfalls online.

Sevilla lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Doch mit ihren engen, verwinkelten Gassen macht es die Stadt einem nicht immer leicht. Deshalb sollte der erste Gang vor Ort zum zentral gelegenen Rathaus führen. Darin ist eine Touristeninformation untergebracht, die kostenlose Stadtpläne sowie Beratung bereit hält. Auch Bus, Straßenbahn sowie eine erst 2009 eröffnete U-Bahn bringen Touristen günstig von A nach B. Liebhaber von Sightseeing-Bussen werden auch in Sevilla nicht enttäucht, doch die beliebtesten Sehenswürdigkeiten sind tatsächlich alle zu Fuß zu erreichen.

Das Wahrzeichen Sevillas ist die Kathedrale "Santa María de la Sede". Als drittgrößte Kathedrale der Welt wirkt sie bereits auf den ersten Blick sehr imposant. Im 12. Jahrhundert befand sich an gleicher Stelle noch eine Moschee, von der heute nur noch das Minarett, die berühmte "Giralda", zu sehen ist. Über die spannende Geschichte der gotischen Kathedrale wird der Besucher im Inneren informiert. Höhepunkt war für mich der Aufstieg der Giralda. Wer die Rund 100 Meter nach oben bewältigt hat, wird mit dem schönsten Ausblick auf die Stadt belohnt.

Nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, befindet sich der Königspalast, der "Reales Alcazares". Ich war beeindruckt von der einmaligen Architektur. Auch dort lassen sich islamische Einflüsse gut erkennen. Der dazugehörige Schlossgarten mit zahlreichen Palmen sowie Brunnen lädt zum Verweilen und Genießen ein. Nach einer ausführlichen Besichtigung der Kathedrale sowie des Palastes ist dies der ideale Zwischenstopp.

Sevilla bietet eine Vielzahl an sehenswerten Bauten oder Plätzen. Zu den drei wichtigsten zählt neben Kathedrale und Palast die "Plaza de España". Im Halbkreis legt sich ein Gebäude um den Platz. An den Wänden sind bunte Kacheln zu sehen, die die 48 Provinzen Spaniens präsentieren. Historische Begebenheiten sowie die Wappen der Hauptstädte sind dort verarbeitet. Als persönlichen Tipp empfehle ich einen Spaziergang durch den genau gegenüber liegenden, liebevoll angelegten Park "María Luisa".

Sevilla ist nicht nur schön, sondern auch die Hauptstadt der Tapas. Besonders gut geschmeckt hat es mir in der „Eslava“ in der Calle Eslava. Im Schnitt liegt der Preis für Tapas bei rund zwei Euro. Am besten hält man es wie die Spanier und bestellt sich pro Tisch mehrere Tapas. Es lohnt sich, von allem einmal zu probieren. Zum Essen trinkt man in Sevilla gerne „tinto de verano“, das ist Rotwein mit Limonade. Diesen bekommt man meist schon für einen Euro.

Wer gerne ausgeht, wird an der "Alameda de Hercules", an der "Plaza Alfalfa" und der "Calle Betis" fündig. Bei den vielen Bars und Clubs in Sevilla ist für jeden Geschmack etwas dabei. Eintritt wird nur selten verlangt. Wer in Sevilla ist, will meist auch Flamenco sehen. Shows rund um den typisch andalusischen Tanz sind jedoch häufig teuer. Ein Geheimtipp: Eine kostenlose Vorführung gibt es täglich ab 23 Uhr in der "Carbonería" in der Calle Levíes. Wer - wie ich und meine Freundinnen - Glück hat, kann in Sevilla auch abends mitten auf der Straße von einer spontanen Flamenco-Einlage überrascht werden. Mit den Profis in der "Carbonería" konnten diese Tänzer aber nicht mithalten. Dass Flamenco jedoch alles andere als leicht zu tanzen ist, lernte ich dort auch. Eine junge Spanierin zeigte mir ein paar Schritte. Ich hatte Spaß, doch musste eingestehen, dass mir hierfür wohl das entsprechende Talent sowie Temperament fehlt.

Dass Sevilla nicht direkt an Meer liegt, stört nicht weiter. Mitten durch die Stadt fließt der Fluss "Guadalquivir", dessen Ufer ein beliebter Treffpunkt ist. Meine Freundinnen und ich liehen uns dort günstig ein Tretboot. Wer trotzdem nicht ganz auf den Strand verzichten will, für den lohnt sich ein Ausflug nach Matalascañas. In nur einer dreiviertel Stunde erreicht man das Meer bequem mit dem Bus. Einen Tag verbrachten wir auch in Cádiz. Dort gibt es neben der schönen Atlantikküste eine reizende, typisch spanische Stadt zu erkunden.

Auf meinen Urlaub in Spanien blicke ich gerne zurück und habe fest vor, wiederzukommen. Denn Sevilla ist tatsächlich vor allem eines: ein Traum.

fla

Cádiz

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